A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Rückblicke
Webvideothek
Sichtbare Ausbeutung
Anlässlich einer internationalen Konferenz des Bundesarbeitsministeriums (15./16. Dezember 2011 in Berlin) zur gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung kritisiert die Supermarkt-Initiative Deutschland als Nachzügler bei Unternehmensverantwortung und Transparenzpflicht.
Video >>
Buchtrailer: Schogul
Dass es nicht nur ihm so schlecht auf der Erde ergangen ist, erfährt der junge Kater Ringo erst, als er schon gestorben ist und in das Himmelsreich des Schoguls kommt. Obwohl Schogul seine Seele befreit, sorgt der neugierige Kater in seinem Reich für große Aufregung.
Video >>
Kritik an Müller-Milch
Sehr kritische Auseinandersetzung mit der Firma Müller-Milch.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News
Was Beschränkte mit Beschränkungen zu tun haben

Familie und Beruf sind (so) nicht zu vereinbaren

Häuser modernisieren und energetisch optimieren

Die analoge Revolution

Die Verzauberung der Welt durch die Naturwissenschaften

Auf dem Bauernhof

Gesellschaftliche Transformation und die Verantwortung der Wissenschaften

Der Geschmack Marokkos

Wohlfühlen unter dem Dach

Historische Holzbauwerke

Inserate
Umweltlexikon-aktuell.de | Bauen und Wohnen  | Artikel Nr.: 1672

Stichwort: "Heizung" in der Rubrik Bauen & Wohnen

Im Jahr 2000 waren die privaten Haushalte mit fast 28 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch Deutschlands beteiligt; 1990 waren es erst 25 Prozent. Damit stehen die privaten Haushalte an zweiter Stelle hinter dem Verkehr (mit rund 30 Prozent), aber noch vor der Industrie (26,5 Prozent). In den privaten Haushalten liegt der Anteil der H. am Energieendverbrauch sogar bei 76 Prozent und 11 Prozent für Warmwasserbereitung.

Wie viel Energie ein Haus zum Heizen benötigt, hängt in erster Linie von seiner Wärmedämmung (k-Wert) ab, die den Wärmebedarf bestimmt und bei guter Ausführung Umweltbelastungen und Energieverbrauch mehr als halbieren (Niedrigenergiehaus; Passiv-haus,) oder sogar ganz vermeiden kann (Nullenergiehaus). Seit 1.02.2002 gilt die Energie-einsparverordnung für Gebäude (EnEV) und verbreitet die Niedrigenergie-Bauweise als Standard.

Die H.-Systeme unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Primärenergieverbrauch und Emis-sionen. Eine große Rolle spielt zudem das Nutzerverhalten (Raumklima, Lüften, Stoßlüften). Umweltschonende H.-Systeme, die geringe Energieverluste aufweisen und wenig Schadstoffe emittieren, sind v.a. Nahwärme, Fernwärme und Erdgas-Brenner. Moderne Gasfeuerungen erreichen Wirkungsgrade von über 90 Prozent im Winterbetrieb (Sommerbetrieb 50 bis 60 Prozent, Sonnenkollektoren). Bei den Gasbrennern stellt der Brennwertkessel in Verbindung mit Niedertemperatur-Heizsystemen die optimale Lösung dar. Auch Ölbrenner arbeiten heute mit hohen Wirkungsgraden und auch mit Brennwerttechnik. Probleme bereiten aber die relativ hohen Schwefeldioxid-Anteile im Abgas von Heizöl. Wobei Strom die am leichtesten zu transportierende Energie ist und die Risiken von Tankwagentransporten, Erdgaspipelines und die Folgen der Transporte (Umweltbelastung durch Abgase, Straßenbau usw.) entfallen.

Ökologisch ungünstig sind v.a. elektrisch Heizen (Elektrospeicherheizung), Ofenheizung, und alte Erdöl-Brenner. Alte Zentral-H. haben oft nur einen Wirkungsgrad von unter 70 Prozent, bedingt durch hohe Wärmeverluste über die Abgase, Überdimensionierung der Anlagen und falsche Brennereinstellung. Die Anschaffung einer neuen H. kann sich schon innerhalb weniger Jahre amortisieren. Viele Hausbesitzer müssen in den nächsten Jahren ihre H. austauschen, weil sie mehr Schadstoffe auspustet als zulässig. Mit der neuen Energiespar-verordnung, die im Februar 2002 in Kraft trat, will die Bundesregierung technisch veraltete H. (Einbau vor dem 1.10.1978) spätestens bis zum Jahr 2008 aus dem Verkehr ziehen.

Die Staubemissionen aus Hausfeuerungen als auch der Abgasverlust werden in den Verordnungen zum Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchV) begrenzt. Nach der BImSchV gilt der Abgasverlust, der im Schornsteinfegerprotokoll ausgewiesen ist, als Maß der Dinge: bei H. zwischen 4 und 25 Kilowatt Leistung darf er maximal 11 Prozent betragen, bei 25 bis 50 Kilowatt Leistung maximal 10 Prozent. Werden diese Werte überschritten, muss die H. bis zum 1.11.2004 nachgerüstet oder still gelegt werden.

Literatur:
Knieriemen, Heinz; Frei Peter: Heizen mit Holz - ökologisch und gesund; Das Praxisbuch für traditionelle und moderne Öfen, Herde und Heizsysteme; AT Verlag 2003; ISBN 3855029296; EUR 27,90

Richtig heizen - Heizsysteme und Warmwasser; Konsument extra; ISBN 3901359427; Ver-ein für Konsumenteninformation Verlag 1998; EUR 11,48

Fröse, Heinz-Dieter: Elektrische Heizsysteme; ISBN 3790506982; Pflaum Verlag 1995; EUR 27,61

    @Umweltlexikon?
  • Wärmepumpe, Heizkostenverordnung, Heizungsanlagenverordnung, Verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung, Rußzahl, Verbrennung

Stand: 21. Februar 2012
Erstellt: 16. Mai 2001

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Heizung":

Stromkosten: Alte Heizungspumpen verbrauchen so viel wie Fernseher und Waschmaschine zusammenStromkosten: Alte Heizungspumpen verbrauchen so viel wie Fernseher und Waschmaschine zusammen
Berlin, 26.03.2014: Durch den Einbau einer modernen Heizungspumpe kann ein Hauseigentümer jährlich rund 120 Euro Stromkosten sparen. Darauf weist die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne „Klima sucht Schutz“ hin.
Hohe Heizkosten im Winter, Pollen im Frühjahr und das ganze Jahr dicke Luft: Lüftungstechnik sorgt für AbhilfeHohe Heizkosten im Winter, Pollen im Frühjahr und das ganze Jahr dicke Luft: Lüftungstechnik sorgt für Abhilfe
Berlin, 20.03.2014: Niedrigere Heizkosten, frische Luft und ein deutlich reduziertes Risiko für Feuchteschäden und Schimmelbildung:
Kontrollierte Wohnraumlüftung hat viele Vorteile – sowohl für bestehende Gebäude als auch für Neubauten.
Erfolgreich Heizkosten sparen: Erst dämmen, dann Heizung anpassenErfolgreich Heizkosten sparen: Erst dämmen, dann Heizung anpassen
Berlin, 26.02.2014: Um Energieverluste zu reduzieren, werden in Deutschland jedes Jahr etwa ein Prozent der Wohngebäude gedämmt. Das sind etwa 180.000 Häuser. Die fachgerechte Dämmung von Fassade, Dach und Kellerdecke spart zwischen 30 und 40 Prozent Heizenergie bzw. jährlich 540 Euro Heizkosten.
Bei Brennwertkesseln mit Überströmeinrichtungen kommt der hydraulische Abgleich an seine GrenzenBei Brennwertkesseln mit Überströmeinrichtungen kommt der hydraulische Abgleich an seine Grenzen
Berlin, 01.12.2013:Zwei Drittel der 4,5 Millionen Brennwertkessel in Deutschland verschenken ihr Potenzial, weil die Rücklauftemperatur der Heizungsanlage zu hoch ist und den energiesparenden Brennwerteffekt mindert.
Sechs Tipps für geringere Heizkosten in diesem WinterSechs Tipps für geringere Heizkosten in diesem Winter
Berlin, 11.10.2013: Der Herbst ist da, der Winter steht bereits vor der Tür: Viele Verbraucher befürchten nun, dass die nächste Heizkostenabrechnung oder Öltankfüllung ein Loch in das Haushaltsbudget reißen wird.
Mehr Geld für WärmedämmungMehr Geld für Wärmedämmung
Hamburg, 21.09.2013: Rund zwei Drittel des Energieverbrauchs privater Haushalte werden für die Raumheizung verwendet. Durch eine richtige Isolierung von Dächern und Böden, Wänden, Türen und Fenstern lässt sich oft über die Hälfte der Heizenergie und damit der Kosten einsparen.
Osnabrück und DBU-Kampagne kooperieren bei AltbausanierungOsnabrück und DBU-Kampagne kooperieren bei Altbausanierung
Osnabrück, 18.09.2013: Mit fachgerechter Gebäudesanierung den Wert seines Eigenheims steigern, Energiekosten senken und gleichzeitig etwas für das Klima tun?
Sanfter Schutz: Schloss Linderhof mit Frischluft vor Klimawandel schützenSanfter Schutz: Schloss Linderhof mit Frischluft vor Klimawandel schützen
Ettal, 30.08.2013: Minusgrade im Winter, Hitzeperioden im Sommer und jährlich der Atem von 500.000 Menschen.
Vollständige Rohrisolierung spart pro Jahr 335 Euro HeizkostenVollständige Rohrisolierung spart pro Jahr 335 Euro Heizkosten
Berlin, 28.08.2013: Hauseigentümer sollten die Rohrleitungen im Heizungskeller rechtzeitig vor der Heizperiode auf ihre vollständige Isolierung prüfen.
Hausbesitzer aufgepasst: regionale Förderung für hydraulischen Abgleich sichernHausbesitzer aufgepasst: regionale Förderung für hydraulischen Abgleich sichern
Berlin, 23.08.2013: Hausbesitzer, die ihre Heizung durch einen hydraulischen Abgleich optimieren wollen, können oft von regionalen Fördermitteln profitieren.