A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Rückblicke
Webvideothek
Erdlinge: Doku über den Umgang des Menschen mit Tieren
"Earthlings" ist eine Dokumentation in Spielfilmlänge über die absolute Abhängigkeit der Menschheit von Tieren und veranschaulicht unsere Geringschätzung gegenüber diesen sog. "nicht-menschlichen Versorgern".
Video >>
Affenschmuggler
Der Ständige Ausschuss des Washingtoner Artenschutzabkommens (WA) berät am Donnerstag über die Frage, ob bestimmte Staaten mit einem Ultimatum dazu gezwungen werden können, gegen den illegalen Handel mit Primaten vorzugehen. Menschenaffen sind streng geschützt, doch viele Länder tolerieren den lukrativen Schmuggel.
Video >>
Burberry und Saga Furs - keine Tierschutzgarantie
Aktuelles Bildmaterial (Winter 2013) belegt tierquälerische Zustände in skandinavischen Pelztierfarmen. Es handelt sich dabei um Fuchsfarmen, die das finnische Pelz-Auktionshaus Saga Furs beliefern.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News
Wahlfreiheit an der Ladesäule für Elektrofahrzeuge

Inklusives Wohnen und barrierefreies Bauen

Egal - Hauptsache, es schmeckt!?

Bundesnaturschutzgesetz – viel Neues durch die Energiewende

Beeren, Obst, Gemüse und Kräuter haltbar machen

Naturschutzgenetik - vielversprechende neue Disziplin in der Ökologie

Bewohner von Bäumen und Sträuchern

Forschungsreise in unbekannte Tiefen der Meere

Neuerscheinungen für Betreiber von Windenergie-Anlagen

Was Teilen mit Konsum zu tun hat

Inserate
Umweltlexikon-aktuell.de | Bauen und Wohnen  | Artikel Nr.: 2344

Stichwort: "Niedrigenergiehaus" in der Rubrik Bauen & Wohnen

N. sind Häuser, die deutlich weniger Heizenergie verbrauchen als heutige Standardbauten. Gegenüber Gebäuden, die nach der gültigen Wärmeschutzverordnung gebaut sind, liegt der Heizwärmebedarf (Heizung) bei N. um etwa 30 - 50 % niedriger.

Typische Verbrauchswerte von N. sind 50 - 70 kWh pro m2 und Jahr. Dies entspricht etwa 3 - 7 l Heizöl bzw. 3 - 7 cm3 Erdgas pro m2 und Jahr.

Wichtigstes Merkmal eines N. ist die sehr gute Wärmedämmung (k-Wert) der Außenbauteile - Außenwände, Fenster, Dächer, Kellerwände und -decken. Wichtig ist die gewissenhafte Ausführung des Wärmeschutzes: Vermeidung von Wärmebrücken und eine möglichst wind- und luftdichte Gebäudehülle.

Weitere Merkmale eines N.: Optimierung des Verhältnisses von Außenfläche zu Nutzvolumen, optimierte Heizungsanlage (z.B. Brennwertkessel), kontrollierte Wohnungslüftung (vom Stoßlüften bis zur integrierten Wärmerückgewinnung), energiesparende Warmwasserbereitung (am besten solar mittels Sonnenkollektoren), passive Solarenergienutzung (Solararchitektur, solare Bauleitplanung) und Vermeidung unnötigen Stromverbrauchs.

Zur Realisierung von N. sind keine speziellen oder gar exotischen Architekturformen erforderlich. N. entsprechen dem Stand der Technik und sind bereits zehntausendfach praktisch erprobt. Die Mehrkosten gegenüber konventioneller Bauweise sind beim Neubau mit 100 - 200 DM je m2 Wohnfläche bzw. 4 - 6 % der Gesamtinvestitionen und gemessen am Energieeinsparpotenzial gering. Abgesehen vom Nutzen für die Umwelt, führt der niedrige Energiebedarf eines N. zu entsprechenden Einsparungen bei den Heizkosten und bedeutet auch ein höheres Maß an Sicherheit im Hinblick auf steigende Energiepreise.

Ob ein N. die erwarteten Energieeinsparungen bringt, hängt insbesondere vom Nutzerverhalten ab; z.B. können Dauerlüften (Lüften, Stoßlüften) oder beheizte Wintergärten jede noch so gute Wärmedämmung unterlaufen.

Die Wärmeschutzverordnungen Schwedens und der Schweiz legen beim Neubau bereits N.-Bauweisen zugrunde, deren Standards dem Stand der Technik entsprechen. In Deutschland ist die Novellierung der Wärmeschutzverordnung, die zukünftig in der bereits als Referentenentwurf vorliegenden neuen Energieeinsparverordnung (EnEV2000) aufgehen, in Bearbeitung. Es ist allerdings zu befürchten, dass N. auch hierin noch nicht in allen Belangen als Standard festgeschrieben werden.

Vor allem vor dem Hintergrund der deutschen Einsparziele klimawirksamer Gasen, allen voran CO2, stellt die flächendeckende Umsetzung eines dem Stand der Technik angemessenen Wärmeschutzes ein erhebliches Einsparpotenzial dar. Eine konsequente Weiterentwicklung der Niedrigenergiebauweise stellen die modernen Konzepte zur Herstellung von Passivhäusern dar (siehe Passivhaus-Konzepte).

Siehe auch unter:
-> Heizwärmebedarf
-> Wärmedämmung
-> Solarenergie
-> Baustoffe

Lit.: Baupraxis Niedrigenergie-Häuser in NRW, Niedrig-Energie-Institut, Detmold, 1998

Stand: 27. Februar 2012
Erstellt: 21. Mai 2001

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Energie":

Wahlfreiheit an der Ladesäule für ElektrofahrzeugeWahlfreiheit an der Ladesäule für Elektrofahrzeuge
Köln, 19.05.2016: Das Bundeskabinett hat die staatliche Kaufprämie von 4.000 Euro für Elektroautos gebilligt um den schleppenden Absatz von Elektroautos anzukurbeln. Bundesweit sollen zusätzlich 15.000 neue Ladestationen aufgebaut werden.
Bundesnaturschutzgesetz – viel Neues durch die EnergiewendeBundesnaturschutzgesetz – viel Neues durch die Energiewende
Köln, 04.05.2016: Der Berliner Kommentar BNatschG liefert praxisorientierte Erläuterungen für die tägliche Rechtsanwendung des Bundesnaturschutzgesetzes. Zudem werden die landesrechtlichen Regelungen mit einbezogen und die Bedeutung des EU-Rechts im Auge behalten. Umweltpolitische Hintergründe des Naturschutzrechts sind in die Kommentierung eingeflossen.
Neuerscheinungen für Betreiber von Windenergie-AnlagenNeuerscheinungen für Betreiber von Windenergie-Anlagen
Köln, 04.04.2016: Im Jahr 2015 gingen weltweit Windenergie-Anlagen in einer Größenordnung von 63.000 Megawatt neu ans Netz. Auch in Deutschland ist die Nutzung der Windenergie eine Erfolgsgeschichte. Im Folgenden werden zwei Neuerscheinungen zum Thema Windenergie vorgestellt.
Neugierig auf die EnergiewendeNeugierig auf die Energiewende
Köln, 03.03.2016: Dieses Buch nimmt Neugierige mit auf eine Reise durch die Energiewende und ihre vielfältigen Facetten. Es zeichnet ein Bild der neuen Energiewelt anhand fundierter und spannender Beispiele aus dem Energiemarkt, aus Unternehmen und Organisationen und aus unserem Alltag. So entstehen mosaikartig Ansätze zur Umsetzung der Energiewende.
Autoreifen aus LöwenzahnAutoreifen aus Löwenzahn
Köln, 24.02.2016: Autoreifen aus Löwenzahn, Plastik aus Kartoffeln, Sprit aus Zucker oder Flugkerosin aus Algen: von einer „wissensbasierten Bioökonomie“ erhoffen sich deren Förderer Lösungen für die zentrale Frage des 21. Jahrhunderts. Wie können in Zeiten des Klimawandels immer mehr Menschen von immer weniger Ressourcen mit Nahrung, Energie und Materialien zugleich versorgt werden?
Energiewende – Quo vadis?Energiewende – Quo vadis?
Köln, 27.01.2016: An Tagen, an denen der Wind weht und die Sonne scheint, werden in Deutschland heute fast 80 Prozent des Stromverbrauchs aus Wind- und Sonnenenergie erzeugt. Deutschland also als Weltmeister und Vorbild für alle?
Abwasserwärme nutzen!Abwasserwärme nutzen!
Köln, 07.01.2016: Die Abwasserwärmenutzung stellt eine wichtige Komponente beim energieeffizienten Betrieb von Gebäuden dar. Abwasserwärmenutzung ist relevant für Neubauten, Umbauten und Erweiterungen, aber auch für die gesamte Stadterneuerung oder für Quartiere.
Keine Angst vor denkmalgeschützten HäusernKeine Angst vor denkmalgeschützten Häusern
Köln, 30.11.2015: Denkmalgeschützte Häuser bieten Wohnraum mit Flair und Charakter. Sorgsam saniert, ermöglichen sie außerdem zeitgemäßen Komfort und einen niedrigen Energieverbrauch. Aus Sorge vor Unwägbarkeiten und amtlichen Auflagen schrecken dennoch viele Interessierte vor dem Kauf eines Baudenkmals zurück – oft grundlos, wie dieses Buch eindrucksvoll zeigt.
Energetisch Bauen – aber einfach!Energetisch Bauen – aber einfach!
Köln, 25.11.2015: Was in der energetischen Gebäudeausstattung erst als Innovation gefeiert wird, sorgt später dafür, dass die Wartung nur noch von spezialisierten Betrieben übernommen werden kann. Einen geeigneten Fachbetrieb zu finden, das ist oft schon schwer genug und oftmals hohe Wartungskosten halten viele Gebäudeeigentümer davon ab, überhaupt in technische Innovationen zu investieren.
Berliner Kommentar EEG: Antworten für die RechtspraxisBerliner Kommentar EEG: Antworten für die Rechtspraxis
Köln, 17.11.2015: Wie kaum ein anderes Gesetz verändert sich das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) laufend. Zuletzt wurde es mit der Novelle 2014 grundlegend umgestaltet. Der bewährte Berliner Kommentar zum EEG ist der verlässliche Begleiter durch das neue Regelungsregime.