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Boden
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Artikel Nr.: 3203
Stichwort: "Geotopschutz" in der Rubrik Boden
Der G. ist der Bereich des Naturschutzes, der sich mit Erhaltung und Pflege schutzwürdiger Geotope befaßt. Gefahren für Geotope gehen vor allem vom
Photochemischer Abbau, Chemischer Abbau, Physiologischer Abbau.Abbau von Rohstoffen, von einer Bebauung oder der Verfüllung mit Abfällen aus.
Nicht zuletzt können Geotope durch natürliche Verwitterungseinflüsse oder einer zu dichten Vegetationsdecke unwiederbringlich verloren gehen.
Bekanntes Beispiel für eine einstmals geplante Nutzung als
Eine Deponie ist ein lokal begrenzter, langfristig angelegter Ablagerungsort von Abfällen. Eine Müllkippe ist dagegen eine unorganisierte Abfallansammlung, die je nach Zusammensetzung des Abfalls Umwelt und Menschen gefährden kann. Deponie ist die Grube Messel bei Darmstadt. Die Grube Messel ist wegen ihrer ungewöhnlich gut erhaltenen fossilen Wirbeltierfunde aus dem Tertiär weltweit bekannt. Dieses
Geotop ist 1995 von der UNESCO als Weltnaturerbe ausgewiesen worden und konnte vor einer Verfüllung verschont bleiben.
Ziel des G. ist die Erhaltung von geologischen Aufschlüssen als "Archive der Erdgeschichte" für Lehre und Forschung, sowie für die interessierte Öffentlichkeit zu sichern. Dabei werden nur
solche Geotope geschützt, die sich durch besondere erdgeschichtliche Bedeutung und/oder Seltenheit sowie durch landschaftsästhetische Gesichtspunkte hervorheben.
Heute sind bundesweit über 15 000 schützenswerte Geotope von den Geologischen Diensten der Länder in sogenannten GeoSchOb*-Katastern (*Geologisch schützenswerte Objekte) erfaßt. Durch die
reine Erfassung erhält das
Geotop jedoch noch keinen rechtlichen Schutzstatus.
Der G. trägt zum Erhalt der Geodiversität bei. Die Geodiversität ist die abiotische Lebensraumgrundlage für die Arten und ausschlaggebend zum Erhalt einer größtmöglichen Biodiversität.
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Stand: 15. Februar 2012
Erstellt: 26. April 2002
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