A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Rückblicke
Webvideothek
Wahlprfstein Tierschutz
Die jüngsten TV-Wahl-Duelle behandelten viele Brennpunkte, nicht jedoch den Tierschutz. Für viele Wähler ist er aber ein Kriterium für die Bundestagswahl.
Video >>
Test Elektrofahrrder
Pegasus hat weiterhin Probleme mit den Rahmen seiner E-Bikes: Im Test der Stiftung Warentest sind sie nach 10.000 Kilometern gebrochen. Eine bekannte Schwachstelle, denn schon im vergangenen Jahr musste der Hersteller aus demselben Grund rund 11.000 Modelle zurückrufen.
Video >>
Unkontaktierte Matss
Ein indigenes Volk aus dem Amazonasgebiet hat einen dringenden Aufruf an die Anteilseigner des kanadisch-kolumbianischen Ölkonzerns Pacific Rubiales gerichtet.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News
Geothermie: Energiequelle aus der Tiefe

Nachhaltige Produkte beschleunigen Ressourcenverbrauch

Vom alten Bauernhaus zum Traumobjekt

Von Energiewende bis Gentechnikrecht

Spannender als Fußball: Brasilien in der Mitte des 19. Jahrhunderts

500 Wildrosenarten

Schafe als Landschaftspfleger

Was ist Geld?

Ganz schön staubig!

Kleine Häuser mit optimaler Wohnqualität

Inserate
Umweltlexikon-aktuell.de | Energie  | Artikel Nr.: 1187

Stichwort: "Elektrosmog" in der Rubrik Energie

Der Begriff E. beschreibt das Phänomen, daß wir infolge fortschreitender Elektrifizierung in immer größerem Umfang niederenergetischer elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt sind, die wir mit unseren Sinnesorganen nicht wahrnehmen können.

Quellen von E. sind v.a. das 230-V-Stromnetz (Netzfreischalter) und elektrische Geräte (s.u.).
Welche Folgen E. auf die Gesundheit des Menschen hat, ist noch ungenügend erforscht. Einige Wirkmechanismen sind bekannt, so führt elektromagnetische Strahlung im Radio- und Mikrowellenbereich zur Erwärmung des Gewebes (Mobiltelefon, Mikrowellen). Im niederfrequenten Bereich erzeugen elektrische und magnetische Felder Ströme im Körper, deren Auswirkungen nur ungenügend geklärt sind.

Seit etwa 15 Jahren werden vermehrt subtile biologische Effekte, wie z.B. Einflüsse auf die Proteinsynthese, streßähnliche Wirkungen auf Hormonsystem und auf Zellmembran diskutiert.
Wie sich E. aber konkret auf die Gesundheit auswirkt, kann mit heutigem Wissensstand nicht klar beantwortet werden. Erste Anhaltspunkte bieten die sog. elektrosensiblen Menschen. Untersuchungen nach reagieren etwa 4% der Bevölkerung besonders empfindlich auf E..

Bei solchen Menschen genügt oftmals eine Stromleitung oder ein Radiowecker im Schlafbereich, um Störungen wie Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit oder chronische Erkrankungen, für die Ärzte keine Erklärung finden, auszulösen.

Epidemiologische Studien weisen u.a. auf ein erhöhtes Leukämierisiko für nahe bei Hochspannungsleitungen lebende Kinder, ein erhöhtes Krebsrisiko (Leukämie, Hirntumore, Lymphome) für Arbeiter aus Elektroberufen und erhöhte Fehlgeburtenrate bei Bildschirm-Arbeiterinnen hin.

Die meisten Studien zeigen zwar erhöhte Gesundheitsrisiken durch E., doch sind die gefundenen Effekte in der Regel klein und die Studien methodisch nicht immer unumstritten. Problematisch sind auch die fehlenden Langzeituntersuchungen. Schließlich wurden die Folgen von E. auch im Tierversuch untersucht. Bei Hühnereiern, die niederfrequenten Magnetfeldern ausgesetzt wurden, zeigte sich eine signifikante Erhöhung von Todesraten und Mißbildungen.

Auch bevor die vielschichtigen Wirkmechanismen des E. vollständig verstanden sind, sollte aus Vorsorgegesichtspunkten die Belastung durch E. Ernst genommen und, wo möglich, reduziert werden. Besonders wichtig ist dabei der Schlafbereich, der z.B. durch netzgetriebene Radiowecker, Stromleitungen (Netzfreischalter, abgeschirmte Kabel), elektrische Heizdecken oder magnetisierte Federkernmatratzen belastet sein kann. Klarheit schafft im Zweifelsfall nur eine Messung durch Fachleute.

Die 1991 und 1992 neu aufgelegten deutschen VDE-Grenzwerte für E.-Belastungen liegen im internationalen Vergleich hoch und nehmen das E.-Problem im privaten Sektor in keiner Weise ernst. Basis scheint eher der rechtlich problemlose Betrieb von z.B. Hochspannungsleitungen in Wohnbereichen zu sein.

Weitere potentielle Belastungen sind Fernseher, Computer-Bildschirme, Mobiltelefone, Halogenlampen, Sendeeinrichtungen und Funknetzwerke (W-LAN, Bluetooth etc.).

Siehe auch:

  • Lit.: KATALYSE: Elektrosmog - Schädigt uns Elektrizität?, Köln 1992


Stand: 28. November 2012
Erstellt: 10. Mai 2001

Weitere Meldungen zum Thema "Elektrosmog":

Hintergrundinformationen zur ZEIT-Titelgeschichte zum Elektrosmog Hintergrundinformationen zur ZEIT-Titelgeschichte zum Elektrosmog "Der unsichtbare Feind"
Stuttgart, 28.08.2013: Am 22.08.2013 erschien in der ZEIT-Ausgabe Nr.35 im Ressort Wissen die Titelge­schichte „Der unsichtbare Feind“. Darin wird anhand der großen Unsicherheit in der Bevölkerung die Frage nach den Risiken der Mobilfunkstrahlung aufgeworfen.
Diagnose-Funk verffentlicht neuen Flyer der Reihe Auf einen Blick zu WLANDiagnose-Funk verffentlicht neuen Flyer der Reihe Auf einen Blick zu WLAN
Frankfurt, 21.ß8.2ß13: WLAN–HotSpots für das mobile Internet werden überall in Schulen, Bibliotheken, Zügen und öffentlichen Plätzen installiert.
Mehr Elektrosmog durch Millionen neuer WLAN-Hot-Spots   Mehr Elektrosmog durch Millionen neuer WLAN-Hot-Spots
Stuttgart, 02.08.2013: Ab Ende Oktober 2013 möchte „Kabel Deutschland“ allen Kunden den öffentlichen WLAN - Zugang zum mobilen Internet ermöglichen, die Telekom plant 2,5 Millionen neue WLAN-Hot-Spots.
KO-TEST HANDBUCH Bauen, Wohnen & RenovierenKO-TEST HANDBUCH Bauen, Wohnen & Renovieren
Frankfurt a. M., 02.11.2012: Pfusch am Bau: Ein Haus zu bauen oder eine Wohnung zu renovieren, kostet viele Nerven. Wenn Handwerker Fehler machen, sieht man das meist sofort.
KO-TEST LED-LampenKO-TEST LED-Lampen
Frankfurt a. M., 28.10.2011: LED-Lampen sind das Licht der Zukunft. Energiesparlampen sind sie aber heute schon in vielerlei Hinsicht voraus. Denn sie sind sparsamer, haltbarer und einige machen ein besseres Licht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von ÖKO-TEST.
KO-TEST Kompakt Wohnen & Leben  SchlafenKO-TEST Kompakt Wohnen & Leben Schlafen
Augsburg, 06.02.2010: Die Rätsel des guten Schlafs: Ein Drittel des Lebens verbringt jeder Mensch im Bett. Doch nicht jeder fällt gleich in eine wohltuende Nachtruhe. 30 bis 40 Prozent der Deutschen können nicht ein- oder durchschlafen. Nicht nur für diese ist das neue ÖKO-TEST Kompakt Wohnen & Leben – Schlafen ein unentbehrlicher Ratgeber, sondern auch für alle, die gesund schlafen und erholt aufwachen möchten.
BUND warnt vor mehr Elektrosmog durch neue Mobilfunk-SendeanlagenBUND warnt vor mehr Elektrosmog durch neue Mobilfunk-Sendeanlagen
Berlin, 13.10.2009: Anlässlich der Bekanntmachung der Versteigerungsregeln für neue Funkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor dem massiven Ausbau der Mobilfunknetze in Deutschland gewarnt. Es fehlten notwendige Schutzmaßnahmen für Anwohner und Nutzer, wenn es wie geplant Anfang nächsten Jahres zur Versteigerung der Frequenzen an die Mobilfunkbetreiber komme.
Bio?Logisch!  Erstes Bio-Hotel der Ferienregion Meraner Land sorgt fr ein neues Wohnerlebnis nach streng baubiologischen RichtlinienBio?Logisch! Erstes Bio-Hotel der Ferienregion Meraner Land sorgt fr ein neues Wohnerlebnis nach streng baubiologischen Richtlinien
Meran/München, 16.05.2009: Natur trifft Design: Das neue Hotel „Theiner’s Garten Bio Vitalhotel“ in Gargazon bei Meran vereint eine streng biologische Bauweise mit modernem, aber wohnlichem Design. Erbaut wurde das Hotel in massiver Holzbauweise ohne Vernagelung und Verleimung auf einem seit über 25 Jahren biologisch bebautem Grund.
Viele Energiesparlampen weniger sparsam als versprochenViele Energiesparlampen weniger sparsam als versprochen
Frankfurt, 29.09.2008: Energiesparlampen schonen nach einer Untersuchung der Zeitschrift "Ökotest" den Geldbeutel oft weniger, als von den Herstellern versprochen. Energiesparlampen sparen viel weniger Energie, als die Hersteller behaupten. Sie erzeugen ein schlechteres und ungesünderes Licht als Glühbirnen, verursachen Elektrosmog und gehen viel zu schnell kaputt.
Buchrezension: Neue Auflage Buchrezension: Neue Auflage "Elektrosmog"
Köln, 24.10.2007: Von Haus aus Elektrotechniker, hat sich Harald Moritz auf die Messung von elektromagnetischen Feldern und der Sanierung bzw. Beratung bei Baumaßnahmen verlegt. Anlass waren Gesundheitsprobleme in der Familie, die auf schulmedizinische Art nicht geklärt und beseitigt werden konnten. So kam auch Elektrosmog als Ursache in Frage, und das Interesse war geweckt.