Der überwiegende Teil des Fischangebotes in Deutschland stammt aus der Hochseefischerei, nur etwa 10 Prozent entfällt auf die Binnenfischerei.Hierbei nimmt der Anteil der Flussfischerei der Flüsse immer weiter ab (
Rhein,
Donau,
Elbe). Der Fischkonsum in Deutschland wird zu 75 Prozent durch Hering, Seelachs, Rotbarsch, Makrele, Seehecht und Forelle gedeckt, was sich aufgrund der Überfischung einiger Speisefischarten wie etwa Rotbarsch und Scholle stark verändern wird.
Inzwischen leiden viele traditionelle Fanggebiete (
Nord- und
Ostsee) an Überfischung. Intensiver Fischfang wird vor allem beim
Der Thunfisch ist das größte Mitglied der Makrelenfamilie, ist ein langer, spindelförmiger Raubfisch und ein sehr beliebter Speisefisch.Thunfisch mit Hilfe von kilometerlangen Schleppnetzen praktiziert, die auch viele andere Fischarten (Delphine und kleine Wal- und Haiarten) in ihrer Existenz gefährden (
Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.lFischerei).
Fisch und Fischereiprodukte zählen zu den wertvollen Lebensmitteln, da sie fettarm, aber reich an hochwertigem Eiweiß sind. Der jährliche Durchschnittsverbrauch eines Bundesbürgers lag 1990 bei 13,5 kg Fisch.
Der Rückgang des Fischkonsums ist mit ein Grund, weshalb der überwiegende Teil der Bevölkerung an Jodmangel leidet.
Fisch und Fischprodukte sind sehr leicht verderblich, so dass eine durchgängige Kühlkette und eine schnelle Verarbeitung gewährleistet werden muss. Mit der Fischverarbeitung und -kühlung ist somit ein hoher Energieaufwand verbunden.
Die vom Fisch aufgenommenen Schadstoffmengen schwanken je nach Herkunft sehr stark. Der Fisch steht am Ende einer langen
Beziehung zwischen Lebewesen nach dem Prinzip Fressen und Gefressenwerden (Räuber-Beute oder Parasit-Wirt).Nahrungskette, in der sich bestimmte
Stoffe, die durch ihre chemische oder physikalische Wirkung in der Lage sind, Mensch und Umwelt zu schädigen.Schadstoffeakkumulieren (
B. ist die Anreicherung von Stoffen im Organismus nach der Aufnahme aus der belebten oder unbelebten Umgebung. Bioakkumulation). Besonders belastet sind Fische aus großen Flüssen und aus dem Bereich der Flussmündungen, besonders betroffen sind
Organische Verbindungen, die aus Glycerin und Fettsäuren aufgebaut sind.fette und alte Fische sowie Raubfische.
Starke Schwermetallbelastungen (Cadmium und
Chemisches Element, Symbol Hg, Ordnungszahl 80, Schmelzpunkt -38,84 Grad C, Siedepunkt 356,58 Grad C, Dichte 13,6 g/Kubikzentimeter.Quecksilber) von Seefischen wurden in den sechziger Jahren aus Japan bekannt. Seit 1973 gibt es in Deutschland Quecksilbergrenzwerte (0,5 mg/kg bzw.
1 mg/kg) für bestimmte Fische. Für
A. ist ein weitverbreitetes Halbmetall, das sich weltweit in fast allen Umweltmedien nachweisen lässt. Belastungen der Umwelt sind v.a. auf die Verarbeitung von arsenhaltigen Erzen und Metallen zurück zuführen.Arsen,
Blei wird zur Herstellung von Akkumulatoren, Batterien, Kabelummantelungen, Rohren, Legierungen und Farben eingesetzt. Blei ist chemisches Element der IV. Hauptgruppe, Symbol Pb (lat.: plumbum) und zeigt an frischen Schnittstellen bläulich glänzendes, weiches (mit dem Fingernagel ritzbares) Schwermetall. Blei und
Chemisches Element der II. Nebengruppe.Cadmium fehlen dagegen bis heute
Rechtliche zulässige Höchstwerte für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen sollen. Grenzwerte, es sind lediglich unverbindliche
R. besitzen ein wesentlich geringeres Maß an Verbindlichkeit als Grenzwerte. Richtwerte festgelegt worden. In See- und Süßwasserfischen sind auch deutliche Mengen Dioxine und
siehe Dioxine und Furane.
Furane nachgewiesen worden.
Die Richtlinien für Bio-Aquakulturen in Deutschland wurden von den ökologischen Anbauverbänden
Naturland, Verein für naturgemäßen Landbau e.V., wurde 1982 mit Sitz in Gräfelfing bei München gegründet. Die 1357 Mitgliedsbetreibe bewirtschaften in der BRD insgesamt 55.000 ha Anbaufläche. Die wichtigsten Zielsetzungen des Verbandes sind gezielte Bodenpflege, Aufbau einer fruchtbaren Humusschicht, artgerechte Tierhaltung mit Verfütterung betriebseigener Futtermittel und insbesondere die Förderung der Vermarktung der naturgemäß erzeugten Produkte.Naturland,
Bioland ist ein Zusammenschluß von 3.500 Biobauern insgesamt 116.000 Hektar Fläche bewirtschaften. Überdies gibt es 600 Verarbeiter, die Bioland-Rohstoffe weiterverarbeiten, wie zum Beispiel Bäcker oder Molkereien. Damit ist Bioland der Größte der neun ökologischen Anbauverbände in Deutschland.Bioland,
Demeter ist das Markenzeichen für Produkte aus biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise. Demeter und Biokreis in Abstimmung mit Experten und mit der weltweiten Dachorganisation IFOAM erarbeitet. Diese umfassen beispielsweise, dass die Haltung in künstlichen Behältern, der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, der Fischfang zum Zweck der Tierfutterherstellung, die vorbeugende Behandlung mit Medikamenten oder Hormonen verboten ist. Daneben ist die Verfütterung von Öko-Futtermittel sowie eine
Die Artgerechte Tierhaltung ist eine möglichst an den ursprünglichen Verhaltensweisen und Lebensraumbedingungen der domestizierten Tiere orientierte Form der Tierhaltung.artgerechte Tierhaltung Pflicht. Für Garnelen (Schrimps) gelten die gleichen Auflagen. Fisch ist bisher noch nicht in die EG-Ökoverordnung aufgenommen worden. Die europäischen Gremien arbeiten zurzeit an einer einheitlichen Richtlinie für Fisch unter Berücksichtigung verbandseigener Vorgaben. Deutsche Unternehmen wie beispielsweise die "Deutsche See" sind auch am Prozess beteiligt.