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Gesundheit
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Artikel Nr.: 634
Stichwort: "Ames-Test" in der Rubrik Gesundheit
Von Ames und Mitarbeitern entwickelter Kurzzeitmutagenitätstest Dieser Test wird routinemäßig vor allem in der chemischen und pharmazeutischen
Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie angewandt, um neu synthetisierte Verbindungen auf ihre
Mutagenität (erbgutschädigende Wirkung) zu untersuchen. Als Testobjekt dienen Stämme des Bakteriums Salmonella typhimurium mit bestimmten, durch Punkt-
Mutationen hervorgerufenen Defekten, die auf einem Selektionsnährmedium nicht in der Lage sind zu wachsen.
Unter dem Einfluß einer mutagenen Substanz kann diese Punktmutation teilweise rückgängig gemacht werden, so daß eine entspechende Zahl von Kolonien auf dem Nährmedium heranwächst und ausgezählt werden kann. Für einen Hinweis auf
Mutagenität muß die festgestellte Wachstumsrate oberhalb der ebenfalls ermittelten Spontanmutationsrate liegen.
Um den Säugetierstoffwechsel zu simulieren, wird ein Organextrakt (meist) aus Rattenleber zugegeben. Dieser Extrakt enthält einen großen Teil der für die Verarbeitung von Fremdstoffen verantwortlichen
E. sind Biokatalysatoren, die Reaktionen beschleunigen oder überhaupt ermöglichen, ohne selbst verändert zu werden. Enzyme eines Säugers. Diese sind u.U. in der Lage, mutagene Substanzen in nicht mutagene Verbindungen umzuwandeln, sie können aber auch eine nicht mutagene Substanz so umbauen, daß aus einem "Prämutagen" ein "ultimales Mutagen" wird.
Ein positiver A. wird auch als Hinweis auf die Kanzerogenität (krebserregende Wirkung) einer Substanz gewertet, da die meisten mutagenen Stoffe beim Säuger ebenfalls karzinogen wirken. Der A. weist eine im allgemeinen gute Aussagekraft auf, wenngleich insbesondere negative Ergebnisse in anderen Tests weiter untersucht werden müssen.
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Stand: 10. Februar 2012
Erstellt: 10. Februar 2012