A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Rückblicke
Webvideothek
Affenschmuggler
Der Ständige Ausschuss des Washingtoner Artenschutzabkommens (WA) berät am Donnerstag über die Frage, ob bestimmte Staaten mit einem Ultimatum dazu gezwungen werden können, gegen den illegalen Handel mit Primaten vorzugehen. Menschenaffen sind streng geschützt, doch viele Länder tolerieren den lukrativen Schmuggel.
Video >>
Die Awá-Indianer
Der Oscar-Preisträger Colin Firth gab heute den Startschuss für eine neue Kampagne von Survival International zur Rettung des "bedrohtesten Volkes der Welt": den Awá im brasilianischen Amazonasgebiet.
Video >>
Sichtbare Ausbeutung
Anlässlich einer internationalen Konferenz des Bundesarbeitsministeriums (15./16. Dezember 2011 in Berlin) zur gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung kritisiert die Supermarkt-Initiative Deutschland als Nachzügler bei Unternehmensverantwortung und Transparenzpflicht.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News
Zukunftsweisendes Regenwassermanagement von Städten

Jahrbuch Umwelt- und Technikrecht 2015

Welche Zukunft für die Alpen?

Schmetterlinge der Alpen

Häuser mit Charakter

Übergangsbestimmungen EEG

Macht Brot dumm?

Sparkassenkunden aufgepasst!

Die Welt der Biene

Energiequelle für Jedermann?

Inserate
Umweltlexikon-aktuell.de | Gesundheit  | Artikel Nr.: 2040

Stichwort: "Krebs" in der Rubrik Gesundheit

Durch eine bösartige Geschwulst verursachte lebensbedrohliche Erkrankung, wobei die Geschwulst in gesundes Organgewebe hineinwächst, bis schließlich das gesamte Organ durch Tumor-Gewebe zerstört ist.

Darüber hinaus kommt es durch Zellabsiedlung zu Tochtergeschwulsten in benachbarten sowie entfernt liegenden Organen (Metastasen). Durch Ausfall lebenswichtiger Organe tritt der Tod ein.
Krebsauslösend wirken bestimmte Umweltfaktoren, sogenannte Karzinogene, in einigen seltenen Fällen auch Viren.

Weiterhin spielen auch ererbte Veranlagungen, hormonelle Einflüsse sowie Defekte der Immunabwehr eine Rolle bei der Krebsentstehung.
Karzinogen wirken können physikalische Faktoren wie z.B. radioaktive Strahlung (ionisierende Strahlung, somatische Strahlenschäden) und UV-Strahlung (Hautkrebs).

Auch eine Vielzahl chemischer Substanzen wirken karzinogen: z.B. polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH), unter diesen Benzopyren, Methylcholanthren u.a. Diese Stoffe kommen besonders im Tabakrauch, aber auch in Auto- und Industrieabgasen (Raffinerien, Chemiewerke, Kokereien, Kohle- und Ölkraftwerke) vor. Ebenfalls karzinogen wirken aromatische Amine: Anilin, Aminofluoren u.a., Arsen, Benzol, Asbest usw. (MAK-Werte).

Karzinogene erzeugen in den mit ihnen in Berührung kommenden Körperzellen die Anlage zur Geschwulstbildung. Nach einer Latenzphase von ca. 15-20 Jahren, z.T. auch früher oder erheblich später, kommt es zur Ausbildung eines bösartigen Tumors. Andere Stoffe, sogenannte Cokarzinogene, die selbst nicht krebserregend sind, die aber die Tumorentstehung beschleunigen, können diese Latenzphase verkürzen. Eine K.-Art mit besonders kurzen Latenzzeiten ist Blutkrebs (Leukämie).

Frühzeitig erkannte K.-Erkrankungen können durch entspr. Behandlung (Operation, Medikamente, Naturheilverfahren, Änderung der Lebensweise) ausgeheilt werden. In diesem Zusammenhang kommt den Früherkennungsuntersuchungen, die von der Krankenkasse bezahlt werden, besondere Bedeutung zu.

Nach den jüngsten Angaben der Statistik stirbt in Deutschland jeder fünfte Mensch an Krebs. Die bösartigen Geschwulste stehen damit nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen an zweiter Stelle der Todesursachenstatistik. Bei fast allen K.-Arten beobachtet man bei uns seit 1955 eine Zunahme, besonders beim Lungen- und Gebärmutterhals-K. sowie beim K. in Mundhöhle und Rachen. Lediglich beim Magen-K. ist ein Rückgang zu verzeichnen.

Hinsichtlich der Krebssterblichkeit steht Deutschland im internationalen Vergleich an der Spitze, eng gefolgt von ihren industrialisierten Nachbarländern. Insg. zeigt sich in allen Industrieländern eine deutlich erhöhte K.-Erkrankungsrate im Vergleich zu Ländern mit geringerer Industrialisierung.

Dafür kann es mehrere Gründe geben, z.B. aufgrund der höheren Lebenserwartung, da mit zunehmendem Alter immer mehr Genschäden nicht mehr repariert werden und auch das Immunsystem schwächer wird. Auch wegen der besseren medizinischen Versorgung in den Industrieländern ist die Zahl der Todesursachen eingeschränkt. Zunehmende Umweltbelastungen als K.-Ursache werden jedoch immer stärker diskutiert und z.T. auch nachgewiesen.

Lit.: Becker/Frentzel-Beyme/Wagner: Krebsatlas der BRD, Berlin 1984


    @Umweltlexikon?
  • Krebsrisiko, Immunsystem, Hautkrebs

Stand: 24. Februar 2012
Erstellt: 21. Mai 2001

Weitere Meldungen zum Thema "Gesundheit":

Stickstoff: Lösungsstrategien für ein drängendes UmweltproblemStickstoff: Lösungsstrategien für ein drängendes Umweltproblem
Köln, 24.04.2015: Stickstoffoxide und Ammoniak belasten die Umwelt und schädigen unsere Gesundheit. Vor allem durch die Verwendung von Düngemitteln im industriellen Verfahren, aber auch durch Massentierhaltung und durch Verbrennungsprozesse wird reaktiver Stickstoff freigesetzt. Die Folge: Oberflächen- und Grundwasserbelastung, die Eutrophierung der Meere und die Schädigung der Ozonschicht.
Muss denn Essen Sünde sein?Muss denn Essen Sünde sein?
Köln, 19.02.2015: Orientierung im Dschungel der Ernährungsideologien
Ein Buch gegen die herrschende Verbotskultur und die Mythen der gesunden Ernährung
Ein Leitfaden für einen entspannten Umgang mit dem Essen
Wie man den Genuss wiederentdeckt!
Gesundheit, Genuss und gutes GewissenGesundheit, Genuss und gutes Gewissen
Köln, 23.04.14: Welche Rolle spielt Moral beim Kauf und Konsum von Lebensmitteln? Um diese Frage zu beantworten, untersucht Jonas Grauel den Alltag ›gewöhnlicher‹ Menschen – anstelle vordefinierter Gruppen wie z.B. Bio-Käufer.
Luftverschmutzung: Weltweit Todesursache Nummer eins (Ein Kommentar von Franz Alt)Luftverschmutzung: Weltweit Todesursache Nummer eins (Ein Kommentar von Franz Alt)
Baden Baden, 28.03.2014: Immer mehr Autos, immer mehr Hochhäuser, immer mehr Holzkochstellen. Der weltweite technologische Fortschritt fordert seinen Preis: Abgase, Aerosole, Gifte. Die Folgen sind tödlich.
Brasiliens dunkle Seite: Amazonas-Indianer protestiert bei WM-Pokal-TourBrasiliens dunkle Seite: Amazonas-Indianer protestiert bei WM-Pokal-Tour
Berlin / London, 17.03.2014: Nixiwaka Yawanawá, ein Amazonas-Indianer aus Brasilien, hat den FIFA WM-Pokal auf seiner Tour durch Europa mit dem Slogan “Brasilien: Zerstörung von Indianern stoppen” in London empfangen. Mit seinem Auftritt lenkt Nixiwaka Aufmerksamkeit auf den Feldzug gegen die Rechte der indigenen Bevölkerung Brasiliens.
Fukushima und kein Ende? - Oder Fukushima und kein Ende? - Oder "Du sollst den Kern nicht spalten" (Ein Kommentar von Franz Alt)
Baden Baden, 10.03.2014: „Die Lage in Fukushima ist unter Kontrolle“, versichert Japans Ministerpräsident Shinzo Abe bei der Vergabezeremonie für die Olympischen Spiele beruhigend. Der gegenwärtige Regierungschef Japans hat auch den von seiner Vorgängerregierung angekündigten Ausstieg aus der Atomenergie bis 2040 wieder rückgängig gemacht.
Fukushima: Energiewende statt AtomprogrammeFukushima: Energiewende statt Atomprogramme
München, 08.03.2014: Drei Jahre nach der Havarie stellen die Atomruinen in Fukushima immer noch eine große Gefahr für Mensch und Umwelt dar. Der Betreiber TEPCO ist unfähig, die Probleme in den Griff zu bekommen. Schwere Zwischenfälle, Schlampereien und Vertuschungen sind an der Tagesordnung.
Quartiersbezogene GesundheitsförderungQuartiersbezogene Gesundheitsförderung
Köln, 27.01.2014: Umsetzung und Evaluation eines integrierten lebensweltbezogenen Handlungsansatzes.
Zur Grünen Woche 2014: Menschen für Tierrechte fordern neue Ernährungskonzepte und eine radikale AgrarwendeZur Grünen Woche 2014: Menschen für Tierrechte fordern neue Ernährungskonzepte und eine radikale Agrarwende
Aachen, 17.01.2014: Die morgen beginnende Internationale Grüne Woche in Berlin steht auch dieses Jahr wieder unter dem Eindruck von Landwirtschaftsskandalen wie der drohenden Einfuhr von Hormonfleisch aus den USA, illegalen Ferkeltötungen und dem hohen Antibiotika-Einsatz in der Tiermast.
Biozidhaltigen Farbanstrichen schon heute rote Karte zeigenBiozidhaltigen Farbanstrichen schon heute rote Karte zeigen
Düsseldorf, 16.01.2014: Eigentlich hätte das Problem am 14. Mai des kommenden Jahres vom Tisch sein sollen: Nach dem Wunsch des Europäischen Parlaments sollte bis zu diesem Tag per Umwelt- und Gesundheitsbewertung feststehen, welche alten bioziden Wirkstoffe noch zugelassen sind – und welche eben nicht.