Krebs
Durch eine bösartige Geschwulst verursachte lebensbedrohliche Erkrankung, wobei die Geschwulst in gesundes Organgewebe hineinwächst, bis schließlich das gesamte Organ durch Tumor-Gewebe zerstört ist.Darüber hinaus kommt es durch Zellabsiedlung zu Tochtergeschwulsten in benachbarten sowie entfernt liegenden Organen (Metastasen). Durch Ausfall lebenswichtiger Organe tritt der Tod ein.
Krebsauslösend wirken bestimmte Der Begriff U. oder ökologische Faktoren meint alle einzelnen Komponenten der Aussenwelt, die direkt oder indirekt auf Organismen einwirken.Umweltfaktoren, sogenannte Stoffe bzw. Faktoren, die einen Krebs verursachen können.Karzinogene, in einigen seltenen Fällen auch Viren.
Weiterhin spielen auch ererbte Veranlagungen, hormonelle Einflüsse sowie Defekte der Immunabwehr eine Rolle bei der Krebsentstehung.
Karzinogen wirken können physikalische Faktoren wie z.B. Die beim Zerfall eines radioaktiven Präparates entstehende Strahlungradioaktive Strahlung (ionisierende Strahlung ist Energie, die in Form von Wellen bzw. Teilchen ausgesandt wird. Als Strahlung bezeichnet man die elektromagnetische Strahlung dazu gehören Radiowellen, Mikrowellen, Infrarotstrahlung, Licht, UV-Strahlung, Röntgenstrahlung, Gammastrahlung, und die beim radioaktiven Zerfall entstehende Teilchenstrahlung, wozu Alphastrahlung, Betastrahlung und Neutronenstrahlung gerechnet werden (ionisierende Strahlung).Strahlung, somatische Strahlenschäden) und UV-Strahlung (H. gehört zu den Krebs-Arten, die weltweit am stärksten zunehmen. Hauptursache (90%) für H. ist UV-Strahlung (Sonnenbaden, Sonnenbrand), die infolge der Zerstörung der Ozonschicht (Ozonabbau) weltweit anwächst. Hautkrebs).
Auch eine Vielzahl chemischer Substanzen wirken karzinogen: z.B. polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH), unter diesen Benzopyren, Methylcholanthren u.a. Diese Stoffe kommen besonders im Tabakrauch, aber auch in Auto- und Industrieabgasen (Raffinerien, Chemiewerke, Kokereien, K. ist ein fossiler Brennstoff, der sich in Jahrmillionen aus abgestorbenen Pflanzen unter Luftabschluß und dem Druck darüberliegender Gesteinsschichten gebildet hat, und zwar in der Reihenfolge Holz, Torf, Braun-, Steinkohle, Anthrazit.Kohle- und Ölkraftwerke) vor. Ebenfalls karzinogen wirken aromatische A. werden grob in aliphatische und aromatische sowie zusätzlich noch in primäre, sekundäre und tertiäre A. eingeteilt.Amine: A. wird auch als Phenylamin oder Aminobenzol bezeichnet und ist ein wichtiges Zwischenprodukt in der organischen aromatischen Chemie. Anilin, Aminofluoren u.a., A. ist ein weitverbreitetes Halbmetall, das sich weltweit in fast allen Umweltmedien nachweisen lässt. Belastungen der Umwelt sind v.a. auf die Verarbeitung von arsenhaltigen Erzen und Metallen zurück zuführen.Arsen, B. ist der chemische Grundbaustein der Stoffklasse der Aromaten. B. ist eine stark giftige, farblose, brennbare Flüssigkeit, in Wasser wenig löslich, erst unter extremen Bedingungen zersetzbar; B.-Luft-Gemisch explosiv. Gewinnung hauptsächlich aus Erdölraffination, weniger aus Steinkohle und Kokereigas. Benzol, A. ist ein natürliches Erdgestein und wird seit mindestens 2.000 Jahren für vielfältige Zwecke verwendet. Asbestprodukte dienten in Gebäuden und Geräten als Brand- und Isolierschutz.Asbest usw. (Ein MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatzkonzentration)ist nach der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die höchstzulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der Luft am Arbeitsplatz, die nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis auch bei wiederholter und langfristiger, in der Regel täglich achtstündiger Exposition, jedoch bei Einhaltung einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden, im allgemeinen die Gesundheit der Beschäftigten nicht beeinträchtigt und diese nicht unangemessen belästigt.MAK-Werte).
Stoffe bzw. Faktoren, die einen Krebs verursachen können.Karzinogene erzeugen in den mit ihnen in Berührung kommenden Körperzellen die Anlage zur Geschwulstbildung. Nach einer Latenzphase von ca. 15-20 Jahren, z.T. auch früher oder erheblich später, kommt es zur Ausbildung eines bösartigen Tumors. Andere Stoffe, sogenannte Cokarzinogene, die selbst nicht krebserregend sind, die aber die Tumorentstehung beschleunigen, können diese Latenzphase verkürzen. Eine K.-Art mit besonders kurzen Latenzzeiten ist Blutkrebs (Leukämie).
Frühzeitig erkannte K.-Erkrankungen können durch entspr. Behandlung (Operation, Medikamente, Naturheilverfahren, Änderung der Lebensweise) ausgeheilt werden. In diesem Zusammenhang kommt den Früherkennungsuntersuchungen, die von der Krankenkasse bezahlt werden, besondere Bedeutung zu.
Nach den jüngsten Angaben der Statistik stirbt in Deutschland jeder fünfte Mensch an Krebs. Die bösartigen Geschwulste stehen damit nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen an zweiter Stelle der Todesursachenstatistik. Bei fast allen K.-Arten beobachtet man bei uns seit 1955 eine Zunahme, besonders beim Lungen- und Gebärmutterhals-K. sowie beim K. in Mundhöhle und Rachen. Lediglich beim Magen-K. ist ein Rückgang zu verzeichnen.
Hinsichtlich der Krebssterblichkeit steht Deutschland im internationalen Vergleich an der Spitze, eng gefolgt von ihren industrialisierten Nachbarländern. Insg. zeigt sich in allen Industrieländern eine deutlich erhöhte K.-Erkrankungsrate im Vergleich zu Ländern mit geringerer Industrialisierung.
Dafür kann es mehrere Gründe geben, z.B. aufgrund der höheren Lebenserwartung, da mit zunehmendem Alter immer mehr Genschäden nicht mehr repariert werden und auch das Das I. ist ein Schutzsystem des Organismus zur Abwehr von Krankheitserregern, körperfremden Zellen oder Strukturen. Immunsystem schwächer wird. Auch wegen der besseren medizinischen Versorgung in den Industrieländern ist die Zahl der Todesursachen eingeschränkt. Zunehmende Umweltbelastungen als K.-Ursache werden jedoch immer stärker diskutiert und z.T. auch nachgewiesen.
Lit.: Becker/Frentzel-Beyme/Wagner: Krebsatlas der BRD, Berlin 1984
- @Umweltlexikon?
- Die Abschätzung eines individuellen K. oder eines Risikos, das aufgrund bestimmter krebsauslösender Substanzen entsteht, ist äußerst problematisch und wird demzufolge kontrovers diskutiert. Krebsrisiko, Das I. ist ein Schutzsystem des Organismus zur Abwehr von Krankheitserregern, körperfremden Zellen oder Strukturen. Immunsystem, H. gehört zu den Krebs-Arten, die weltweit am stärksten zunehmen. Hauptursache (90%) für H. ist UV-Strahlung (Sonnenbaden, Sonnenbrand), die infolge der Zerstörung der Ozonschicht (Ozonabbau) weltweit anwächst. Hautkrebs
Autor:
KATALYSE-Institut, Köln
Stand: 15. Juli 2004
Erstellt: 21. Mai 2001
Erstellt: 21. Mai 2001
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