Umweltlexikon-aktuell.de
|
Landwirtschaft
|

Artikel Nr.: 602
Stichwort: "Alternativer Landbau" in der Rubrik Landwirtschaft
Zum A. zählen alle Landbewirtschaftungsformen, die auf die Anwendung von Mineraldüngern, chemischen Pflanzenschutzmitteln (biologische Schädlingsbekämpfung) sowie Futtermittelzusätzen verzichten.Auch auf den Zukauf von Futtermitteln wird z.T. oder vollständig verzichtet. Angestrebt wird ein möglichst geschlossener
siehe Ökosystem.Stoffkreislauf im Betrieb, in dem alles, was dem
Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste. Boden an Nähstoffen entzogen wird, durch Gründüngung und
Die K. (Verrottung) ist eine uralte Methode zur Umwandlung von organischen Reststoffen zu pflanzenverträglichen Bodenverbesserungsmitteln. Kompostierung wieder eingebracht werden muß. In Deutschland entfielen Ende 1990 0,65% des Produktionsvolumens auf den A..
Das Angebot von Lebensmitteln aus A. kann jedoch die steigende Nachfrage nicht decken. Das nicht ausreichende Angebot und eine unbefriedigende Rechtslage haben dazu geführt, daß auch Erzeugnisse aus dem
konventionellen Landbau oder dem
integrierten Pflanzenbau mit den Bezeichnungen "bio", "ökologisch", "biologisch" u.ä. beworben werden können.
Im Gegensatz zu einigen anderen Staaten gab es bisher in Deutschland keine gesetzliche Regelung, nach welchen Kriterien Lebensmittel aus A. angebaut und gekennzeichnet werden müssen. 1991 beschloß die EG die EG-
Europäische Regelungen zur Kennzeichnung von landwirtschaftlichen und verarbeiteten Produkten und des ökologischen Landbaus von 1991.
siehe: EU-Bio-KennzeichnungsverordnungBio-Kennzeichnungsverordnung, die Kriterien für den Anbau und Kennzeichnung für Produkte aus
ökologischem Landbau enthält.
Nahrungsmittel aus A. werden überwiegend in Naturkost- und Bioläden sowie direkt von alternativ bewirtschafteten landwirtschaftlichen Betrieben vermarktet. Inzwischen findet man sie auch verstärkt auf Wochenmärkten, in Supermärkten und in Drogerien. I.d.R. werden für Produkte aus A. höhere Preise als für konventionell hergestellte Nahrungsmittel verlangt. Dies läßt sich auf die höheren Vermarktungs- und Produktionskosten der Landwirtschaftsbetriebe zurückführen.
Eine Methode des A. ist der ökologische Landbau.
Stand: 10. Februar 2012
Erstellt: 10. Februar 2012
Weitere Meldungen zum Thema "Alternativer Landbau":
Schutz von Versuchstieren: Chance verpasst!
Hamburg / Berlin, 13.06.2013: Der Bundesrat hat am Freitag der Tierversuchs-Verordnung der Bundesregierung zur nationalen Umsetzung der EU-Richtlinie zum Schutz der in wissenschaftlichen Verfahren verwendeten Tiere (2010/63/EU) zugestimmt.
Vorfahrt für Elektroautos
Berlin, 26.05.2013: Anlässlich der Internationalen Konferenz zu Elektromobilität der Bundesregierung Anfang kommender Woche in Berlin fordert der WWF Politik und Wirtschaft auf, sicherzustellen, dass die Elektromobilität ihren maximalen Beitrag zum Klimaschutz im Verkehr leisten könne. Der Verkehrssektor ist seinen Beitrag zum Klimaschutz bislang weitgehend schuldig geblieben.
oekom research Report: Globale Geschäfte - Globale Verantwortung
München, 26.03.2013: Der neue oekom research Report "Globale Geschäfte - globale Verantwortung", herausgegeben von der oekom research AG und seit 13. März im oekom verlag erhältlich, dokumentiert die Strategien und Maßnahmen der weltweit größten Unternehmen zum Umgang mit den großen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung.
Eier-Skandal weitet sich aus: Vorsätzliche Kundentäuschung bei Agrar-Großunternehmer Richard Hennenberg?
Gerlingen, 12.12.2012: Agrar-Großunternehmer Richard Hennenberg hält sich mit Negativ-Schlagzeilen im Gespräch. Nachdem dem Eierproduzenten aufgrund der Missachtung von Freilandhaltungs-Richtlinien im März 2010 das Bio-Siegel entzogen wurde, brannte im Februar 2012 eine seiner Anlagen im niedersächsischen Prinzhöfte aus.
Tierquälerei unter dem Biosiegel: Das Märchen vom glücklichen Huhn
Gerlingen, 06.12.2012: Glückliche, gesunde Hühner auf sattgrünen Wiesen so wirbt die Geflügelbranche für ihre Produkte. Insbesondere Freiland- und Bio-Eier genießen bei Verbrauchern einen guten Ruf.
Hunger: Äthiopiens neue Waffe zur Vertreibung indigener Völker
Berlin / London, 12.07.2012: Survival International hat beunruhigende Berichte von Angehörigen mehrerer indigener Völker des Unteren Omo-Tals in Äthiopien erhalten, die beschreiben, wie die Regierung ihr Saatgut zerstört, um sie zu zwingen, ihr Land zu verlassen und in vorgesehene Umsiedlungsgebiete zu ziehen.
Alarmierender Trend: Tierversuchszahlen steigen weiter.
Gerlingen / Berlin, 18.08.2011: Am gestrigen Mittwoch hat die Bundesregierung ihren Tierschutzbericht 2011 veröffentlicht, der auch die neuesten Tierversuchszahlen enthält. Und die sind alarmierend.
Alternativer Geschäftsbericht Deutsche Bahn 2010 veröffentlicht
Berlin, 21.06.2011: Aus Anlass des Stresstestes für das Milliardenprojekt Stuttgart 21, der am 14. Juli der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll, gibt das Bündnis Bahn für Alle gemeinsam mit den VerkehrspolitikerInnen Anton Hofreiter (Die Grünen) und Sabine Leidig (Die Linke) den Alternativen Geschäftsbericht der Deutschen Bahn für das Geschäftsjahr 2010 heraus.
Solidarische Räume & kooperative Perspektiven - Theorie und Praxis in Lateinamerika und Europa
Köln, 09.05.2011: Der Sammelband bietet einen Einblick in die Vielfältigkeit alternativer Gedanken und Erfahrungen in Lateinamerika und in Deutschland. Inspiriert wird er hierbei von aktuellen regionalen und globalen Entwicklungstendenzen hin zu solidarischen und kooperativen Formen sozioökonomischer, ökologischer und kultureller Organisation jenseits von Ausbeutung und Gewinnmaximierung.
Reaktion auf die neueste EU-Labortierstatistik
Hamburg, 13.10.2010: Ein paar Wochen, nachdem die EU die unbefriedigende neue Richtlinie zum Schutz von Labortieren verabschiedet hat, gibt es weiteren Anlass zur Sorge und Kritik.