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Umweltlexikon-aktuell.de | Landwirtschaft  | Stichwort: Forstwirtschaft

Forstwirtschaft

F. ist die planmäßige Bewirtschaftung von Wäldern zur Holzgewinnung.

In Europa und Nordamerika ist von wenigen Gebieten abgesehen die moderne F. eingeführt, in der das "Prinzip der Nachhaltigkeit" einen sehr hohen Wert besitzt, welches aussagt, daß nur die Menge Holz eingeschlagen werden darf, die auch nachwachsen kann. Trotzdem verändert auch die moderne F. i.d.R. den Wald nachhaltig durch Anpflanzen von Monokulturen (Waldschädlinge, Übersäuerung des Bodens, Sturmschäden), Verwendung schwerer Nutzfahrzeuge und Schadstoffeintrag z.B. durch Verwendung synthetischer Kettenöle.

Da heute mehr und mehr Waldbesitzer erkennen, daß sie in ihrem Wald die Gegebenheiten der Natur nicht völlig außer acht lassen können, ohne schwerwiegende ökonomische Rückschläge befürchten zu müssen, werden z.B. in Deutschland wieder mehr Mischwälder begründet (Urwald, Naturnahe Wälder, Plenterwald).

Während die meisten Länder Europas und Nordamerikas den größten Teil des eingeschlagenen Holzes zu den unterschiedlichsten Dingen weiterverarbeiten (Holzindustrie, Holzwerkstoffindustrie), ergibt sich außerhalb dieser Regionen ein völlig anderes Bild. In Ländern der Dritten Welt findet der überwiegende Teil des Holzeinschlags als Brennholz für Industrie und Bevölkerung Verwendung (s. Tab. bei Holz). I.d.R. spielt in diesen Ländern die F. nur eine untergeordnete Rolle. Vorherrschend ist der Raubbau am Wald, der zur fortschreitenden Zerstörung führt (Regenwald).





Stand: 14. Februar 2003
Erstellt: 14. Mai 2001