A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Rückblicke
Webvideothek
Mekong Delfine
Einem aktuellen Statusreport der Umweltschutzorganisation WWF zufolge, leben im Mekong nur noch 85 Irawadi Delphine.
Video >>
Stierkampf - Charo über die grausame Tradition
Die Sängerin Charo wuchs in Spanien auf und besuchte zusammen mit ihrem Vater oft Stierkämpfe. Nun spricht sich die Schauspielerin, Komödiantin und Gitarristin in einem Werbespot von PETA gegen diesen grausamen Sport aus.
Video >>
Ferrero-EM
Die Verbraucherorganisation foodwatch hat DFB-Präsident Wolfgang Niersbach anlässlich der Fußball-Europameisterschaft aufgefordert, die Zusammenarbeit seines Verbandes mit Ferrero zu beenden.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News
Nachhaltige Produkte beschleunigen Ressourcenverbrauch

Vom alten Bauernhaus zum Traumobjekt

Von Energiewende bis Gentechnikrecht

Spannender als Fußball: Brasilien in der Mitte des 19. Jahrhunderts

500 Wildrosenarten

Schafe als Landschaftspfleger

Was ist Geld?

Ganz schön staubig!

Kleine Häuser mit optimaler Wohnqualität

Einfluss des Planungsrechts auf die Nutzung der Bioenergie

Inserate
Umweltlexikon-aktuell.de | Landwirtschaft  | Artikel Nr.: 1827

Stichwort: "Integrierter Pflanzenbau" in der Rubrik Landwirtschaft

Das Bewußtsein über die Risiken des konventionellen Landbaus hat zur Entwicklung des I. geführt.

Im Pflanzenschutzgesetz wird der I. als eine Kombination von Verfahren definiert, bei denen unter Berücksichtigung biologischer, biotechnischer, pflanzenzüchterischer sowie anbau- und kulturtechnischer Maßnahmen die Anwendung chemischer Pflanzenbehandlungsmittel auf das notwendige Maß beschränkt wird.

Die bewußte Ausnutzung der natürlichen Begrenzungsfaktoren gegenüber Schadorganismen steht im Vordergrund. Chemische Pflanzenschutzmittel werden nur nach Überschreiten der wirtschaftlichen Schadensschwelle (Anzahl von Schaderregern, die Verluste am Ernteertrag und -erlös erzeugt, die gleich hoch sind wie die Kosten einer wirksamen Schädlingsbekämpfung) eingesetzt, wobei nützlingsschonenden Präparaten der Vorzug gegeben werden soll.

Eine konsequente Einführung des I. als Weiterentwicklung des konventionellen Landbaus würde eine wesentliche Verbesserung der ökologischen Situation bedeuten. Leider ist der I. bisher mehr ein Ziel als Realität. Modelle bestehen für einzelne Kulturen; in der Praxis bewährt sich der I. allein im Apfel- und Hopfenanbau, da zur Durchführung des I. eine Vielzahl von Voraussetzungen notwendig sind, die teilweise noch nicht erfüllt wurden:
- Kontrolle der Schädlings- und Nützlingsentwicklung,
- Kenntnisse der Lebensweisen von Schädlingen und Nützlingen,
- Wahl der optimalen Standorte und Optimierung der Kulturbedingungen,
- Anbau resistenter Sorten,
- intensive Beratung und genaue Kenntnis der Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln,
- Beachtung von Warndiensten,
- Verzicht auf Mittel mit Breitenwirkung,
- Verzicht auf "Routinespritzungen",
- Kenntnisse der Schadensschwellen.

Die propagierten selektiv wirkenden Pestizide und das notwendige dichte Berater- und Warndienstnetz existieren zur Zeit nicht.
Der I. wird zunehmend in Gesetzestexten berücksichtigt, wie z.B. im neuen Pflanzenschutzgesetz oder im Entwurf zum Bundesnaturschutzgesetz, und wird von Agrarpolitikern und behördlichen Beratungsstellen propagiert.

Von dieser Seite wird der I. als die einzige Möglichkeit gesehen, einen gleichermaßen umweltfreundlichen wie wirtschaftlichen Landbau zu betreiben. Da bisher keine anerkannten Richtlinien und Kontrollen für den I. existieren, gibt es große Unterschiede über das Verständnis von diesem Verfahren und der Einschätzung über den bereits erreichten Grad der Umsetzung in die Landwirtschaft.


    @Umweltlexikon?
  • Schädlingsbekämpfung, chemische Schädlingsbekämpfung, Pflanzenschutzgesetz

Stand: 22. Februar 2012
Erstellt: 17. Mai 2001

Weitere Meldungen zum Thema "Landbau":

ÖKO-TEST Weintrauben Bio durchgefallenÖKO-TEST Weintrauben Bio durchgefallen
Augsburg, 28.09.2013: Nein, dieses Mal kann das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST kein Loblied auf die Öko-Produkte anstimmen. Denn bei einer Untersuchung von 27 Proben Weintrauben aus konventionellem und Bio-Anbau kam heraus.
Ambrosie Allergenes Ackerunkraut über Fernstraßen verbreitetAmbrosie Allergenes Ackerunkraut über Fernstraßen verbreitet
Bonn, 24.09.2013: Vor rund 170 Jahren gelangte die Beifußblättrige Ambrosie ( Ambrosia artemisiifolia ) über eine Wiesenmischung aus Amerika nach Europa.
Es gibt kaum Bio-Energiewirte Biogasanlagen auf Biobetrieben bleiben umstrittenEs gibt kaum Bio-Energiewirte Biogasanlagen auf Biobetrieben bleiben umstritten
Bonn, 29.08.2013: Obwohl die ersten Pioniere bereits in den 1950er Jahren Reststoffe und Koppelprodukte auf Biobetrieben veredelt haben, hat sich die energetische Nutzung der Biomasse nicht durchgesetzt.
Mehr Erfolg mit Ackerbohnen, Erbsen und Soja BÖLN-Praktikertag zeigt OptimierungsmöglichkeitenMehr Erfolg mit Ackerbohnen, Erbsen und Soja BÖLN-Praktikertag zeigt Optimierungsmöglichkeiten
Berlin, 17.07.2013: Was können Biolandwirte tun, um mit Leguminosen langfristig hohe Erträge zu erzielen? Und ist der Anbau von Sojabohnen in Norddeutschland bereits eine Option für Praktiker?
10. Station Sommertour: Lernort Bauernhof  der ländliche Raum als Ort des lebendigen Lernens10. Station Sommertour: Lernort Bauernhof der ländliche Raum als Ort des lebendigen Lernens
Düsseldorf, 04.07.2013: Kinder und Jugendliche haben heute kaum noch Gelegenheit, in ihrem sozialen Umfeld die Natur mit Tieren und Pflanzen, sowie die Erzeugung von Lebensmitteln zu erleben und die Landwirtschaft mit all ihren Facetten kennen zu lernen.
Tiergerechte Haltung am Tier erkennen   Tiergerechte Haltung am Tier erkennen
Braunschweig, 02.06.2013: Nutztiere möglichst artgerecht zu halten entspricht dem Wunsch vieler Verbraucher. Die Richtlinien des ökologischen Landbaus und aktuelle Fördermaßnahmen, die solche Haltungsformen unterstützen sollen, sind zurzeit ausschließlich handlungsorientiert.
Rückgang bei Vogelbeständen. 50 Jahre nach Rückgang bei Vogelbeständen. 50 Jahre nach "Stummer Frühling" gefährliche Pestizide verbieten
Berlin, 12.09.2012: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) haben vor dem weiteren Rückgang der Vogelpopulationen in Regionen mit intensiver Landwirtschaft gewarnt.
Bauer sucht Frau, Mann und Kind: Kooperativmodell bringt Landwirt und Verbraucher unter einen HutBauer sucht Frau, Mann und Kind: Kooperativmodell bringt Landwirt und Verbraucher unter einen Hut
Bramsche, 07.09.2012: Kühe sind lila? Kartoffeln wachsen geschält in Gläsern? Einer städtischen Gesellschaft, die landwirtschaftlicher Urproduktion immer stärker entfremdet ist, fehlt zumindest in Teilen das Wissen um elementare Prozesse der Nahrungsmittelherstellung.
Pfiffige Ideen, clevere Aktionen: DBU zeichnet junge Naturschützer ausPfiffige Ideen, clevere Aktionen: DBU zeichnet junge Naturschützer aus
Osnabrück, 07.03.2012: Die Sieger im bundesweiten Jugendwettbewerb „Entdecke die Vielfalt!“ 2011 der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) stehen fest:
Bessere Kennzeichnung für Bio-WeinBessere Kennzeichnung für Bio-Wein
Brüssel, 09.02.2012: Ab der diesjährigen Ernte dürfen Bio-Weinbauern ihren Wein als "ökologischen Wein" bezeichnen. Diese Bezeichnung umfasst dann das gesamte Weinbereitungsverfahren von der Traube bis zum Wein.