A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Rückblicke
Webvideothek
Hühnerzucht
Anlässlich der Abstimmung des Bundesrats über den „Kleingruppenkäfig-Kompromiss“ kritisiert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V., dass die verwerflichen Tricksereien der Geflügelindustrie mit Übergangszeiten von elf und mehr Jahren bei der Haltung von „Legehennen“ wieder einmal belohnt werden sollen.
Video >>
Eier-Recherche 2012
Agrar-Großunternehmer Richard Hennenberg hält sich mit Negativ-Schlagzeilen im Gespräch. Nachdem dem Eierproduzenten aufgrund der Missachtung von Freilandhaltungs-Richtlinien im März 2010 das Bio-Siegel entzogen wurde, brannte im Februar 2012 eine seiner Anlagen in Prinzhöfte aus.
Video >>
Neue Doku über unkontaktierte Indianer
Survival International hat eine neue Kampagne für den Schutz der letzten unkontaktierten indigenen Völker dieser Welt mit einer neuen Kurzdoku gestartet. Filmstar Gillian Anderson hat die Sprecherrolle für den Film übernommen.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News
Gesundheit, Genuss und gutes Gewissen

Klein aber oho! Wertvolle Beiträge zum Schutz der biologischen Vielfalt

Zu Ostern auf Backwaren ohne Käfigeier achten

WWF zu EEG-Reform: Chance für zukunftsweisende Reform vertan

Protest gegen Tierschutz-Richter am Bundesverwaltungsgericht

Ärzteverein zieht Bilanz: 18.000 Tiere vor Chemikalientod bewahrt

Luftverkehrsrecht: Bärendienst für Mensch und Natur

Deutsche Agrarministerkonferenz fordert: Internationale Finanzinstitutionen sollen extrem tierschutzwidrige Haltungsanlagen nicht mehr finanzieren

Auswirkungen des Nationalsozialismus auf den Naturschutz

Kohle von gestern (Ein Kommentar von Franz Alt)

Inserate
Umweltlexikon-aktuell.de | Landwirtschaft  | Artikel Nr.: 2205

Stichwort: "Massentierhaltung" in der Rubrik Landwirtschaft

Als Massentierhaltung wird die konzentrierte Haltung von Tieren, v.a. Geflügel, Rindern und Schweinen in großer Zahl auf engem Raum (z.B. Batteriehaltung von Legehennen) zur Erzeugung tierischer Nahrungsmittel bezeichnet. Massentierhaltung erfolgt mit sehr großen Beständen und meist nur einer Tierart.

Die zunehmende der Konzentration der Tierhaltung erfolgt aus arbeitstechnischen und ökonomischen Gründen. Massentierhaltung oder auch Intensivtierhaltung ist nicht genau definiert. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) spricht von Intensivtierhaltung, wenn mehr als zehn Großvieheinheiten (GV entspricht ca. 10 Kühen) auf einem Hektar gehalten werden.

Massentierhaltung findet unter hohem Aufwand technischer Hilfsmittel und mit möglichst wenig Personal- und Zeitaufwand statt, um möglichst hohe Gewinne zu erwirtschaften. Mit der Spezialisierung gehen Tierhaltungsbetriebe wirtschaftlich und seuchenhygienisch ein größeres Risiko ein als ein vergleichbarer Mischbetrieb.

Aufgrund der beengten Haltung und der einseitigen Züchtung auf Leistung (z.B. hohe Fleischerträge) sind die Tiere krankheitsanfälliger, was zu einem höheren Arzneimitteleinsatz führt. In der Massentierhaltung ist die prophylaktische Gabe von Arzneimitteln zur Tierernährung immer noch legale Praxis, auch wenn einige für die menschliche Gesundheit gefährdende Stoffe inzwischen von der EU und der Bundesregierung verboten wurden. Der teilweise hohe Einsatz von Antibiotika wird für die Resistenz verschiedener Krankheitserreger bei Mensch und Tier verantwortlich gemacht.

Ein großes Problem sind die großen Mengen an Gülle und Festmist, die bei zu geringer Landfläche des Betriebes nicht komplett auf den eigenen Flächen ausgebracht werden können, so daß sie anderweitig entsorgt werden. Die weitgehende Umstellung der Stallhaltung von Festmist- auf Flüssigmistsysteme (Gülle) hat zu regional hoch anfallenden Güllemengen gesorgt. In der Vergangenheit wurden v.a. in den Intensivgebieten der Massentierhaltung Ackerflächen durch hohe Güllegaben überdüngt. Eine Grundwasserbelastung erfolgt v.a. durch überschüssiges Nitrat, das in tiefere Bodenschichten gelangt und bis in das Grundwasser ausgewaschen werden kann. (Überdüngung).

Die Massentierhaltung ist der Teil der Landwirtschaft mit besonderer Klimarelevanz, da die Tierhaltung in besonderem Umfang klimawirksame Emissionen freisetzt. Hierzu gehören die für den Treibhauseffekt verantwortlichen Gase wie Methan (CH4) (z.B. aus der Rinderhaltung) und Lachgas (N2O) (v.a. durch Gülle-Düngung) sowie Kohlendioxid (CO2) (durch anaerobe Prozesse). Das Umweltbundesamt hat daher in ihrer Studie Nachhaltiges Deutschland; von 1997 vorgeschlagen die gülleintensive Massentierhaltung in eine flächengebundene und artgerechte Tierhaltung umzuwandeln.


Stand: 28. Februar 2012
Erstellt: 21. Mai 2001

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Massentierhaltung":

Deutsche Agrarministerkonferenz fordert: Internationale Finanzinstitutionen sollen extrem tierschutzwidrige Haltungsanlagen nicht mehr finanzierenDeutsche Agrarministerkonferenz fordert: Internationale Finanzinstitutionen sollen extrem tierschutzwidrige Haltungsanlagen nicht mehr finanzieren
Cottbus, 05.04.2014: Bei ihrer Sitzung in Cottbus vom 2. bis 4. April 2014 verabschiedete die deutsche Agrarministerkonferenz (AMK) eine Resolution zur Vergabe von Finanzmitteln an Tierhaltebetriebe durch Internationale Finanzinstitutionen (IFIs).
Ich bin Flexitarier - mein Hund auchIch bin Flexitarier - mein Hund auch
Berlin, 16,08,2013: Die anhaltende Diskussion um unseren hohen Fleischkonsum erreicht jetzt auch die Tiernahrungshersteller. Als erste bringt die in Bayern ansässige Firma „Foodforplanet“ demnächst ein Trockenfutter für Hunde mit einem deutlich geringeren Fleischanteil auf den Markt.
BUND veröffentlicht Jahresbericht 2012   BUND veröffentlicht Jahresbericht 2012
Berlin, 05.08.2013: Über 496000 Mitglieder und Förderer unterstützten Ende 2012 den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
Antibiotikamissbrauch in der TierhaltungAntibiotikamissbrauch in der Tierhaltung
Berlin, 29.06.2013: Die beschlossene Novellierung des Arzneimittelgesetzes wird den Antibiotikaeinsatz in industriellen Tierhaltungen nicht entscheidend senken.
 LIDL und Co. halten weiter  an Heidemark-Putenfleisch fest   LIDL und Co. halten weiter an Heidemark-Putenfleisch fest
Ahlhorn / Gerlingen, 18.06.2013: Sie werden brutal behandelt und unter unwürdigen Lebensbedingungen gehalten und geschlachtet: Das sind die Tatsachen, die PETA Deutschland e.V. im Rahmen der bislang umfangreichsten Ermittlungen im Bereich der Putenindustrie diese Woche aufdeckte.
Ermittlungen gegen Putenproduzenten HeidemarkErmittlungen gegen Putenproduzenten Heidemark
Gerlingen, 13.06.2013: Erschütternde Missstände bei Heidemark, einem der führenden Putenproduzenten Deutschlands: Ermittler der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. konnten von Januar bis Ende Mai 2013 umfangreiche Ermittlungen in Mastbetrieben des industriellen Putenerzeugers durchführen.
 Wir brauchen mehr Tierschutz in der Schweinehaltung Wir brauchen mehr Tierschutz in der Schweinehaltung
Düsseldorf, 02.05.2013: NRW fordert in Bundesratsinitiative mehr Platz für Schweine in der Massentierhaltung. Mehr Tierschutz in der Schweinehaltung ist das Ziel einer Bundesratsinitiative der NRW-Landesregierung für die kommende Bundesratssitzung.
25000 Demonstranten für Agrarreformen und gegen Tierfabriken vor Kanzleramt25000 Demonstranten für Agrarreformen und gegen Tierfabriken vor Kanzleramt
Berlin, 20.01.2013: Zu Beginn der weltweit größten Landwirtschaftsmesse, der „Internationalen Grünen Woche“ in Berlin, haben 25000 Menschen in der Hauptstadt mit einer Großdemonstration grundsätzliche Reformen in der Agrarpolitik gefordert.
Leicht verbessertes Arzneimittelgesetz droht zum Placebo zu werdenLeicht verbessertes Arzneimittelgesetz droht zum Placebo zu werden
Berlin, 29.11.2012: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht im heute im Agrarausschuss des Bundestages diskutierten Bundesratsvorschlag zur Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG) lediglich einen Zwischenschritt bei der notwendigen Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung.
Tierrechtsaktionen: 6 tote Ferkel, 16 befreite KükenTierrechtsaktionen: 6 tote Ferkel, 16 befreite Küken
Bad Orb, 17.08.2012: In der Nacht zum Sonntag befreiten Aktivisten der Tierrechtsinitiative "Maqi – für Tierrechte, gegen Speziesismus" 16 Küken aus einer Hennenaufzuchtanlage. Tags zuvor hatten sie Passanten in Frankfurt mit den Leichen einiger ihrer Opfer konfrontiert: sechs tote Ferkel aus der Mülltonne einer Schweineaufzuchtanlage.