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Umweltlexikon-aktuell.de | Landwirtschaft  | Artikel Nr.: 1841

Stichwort: "Pestizide" in der Rubrik Landwirtschaft

Pestizide sind bioaktive Substanzen, die ubiquitär in der Umwelt verteilt sind.

Der Begriff Pestizide steht auch häufig als Synonym für Pflanzenschutzmittel oder Schädlingsbekämpfungsmittel. In Deutschland werden jährlich über 30.000 Tonnen Pestizide gegen zerstörerische und lästige Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen in der Landwirtschaft, Umwelt oder direkt am Körper von Lebewesen eingesetzt. In Deutschland sind derzeit rund 250 Wirkstoffe und 1.900 Präparate zugelassen, auf europäischer Ebene sind es rund 800 Wirkstoffe in 20.000 Präparaten.

In Deutschland werden rund 100.000 Tonnen Pestizide meist durch einige wenige Chemiekonzerne produziert. Dabei verteilt sich die Pestizid-Menge auf folgende Einsatzgebiete:
  • 51 Prozent auf Herbizide (Entlaubungsmittel, Unkrautvernichtung usw.)
  • 34 Prozent auf Fungizide (Schimmelpilzbekämpfung)
  • 4 Prozent auf Insektizide (gegen Schadinsekten)
  • sowie kleinere Mengen Nematizide (gegen Würmer), Rodentizide (gegen Nagetiere), Akrazide (gegen Milben, Molluskizide (gegen Schnecken), Algizide (gegen Algen) usw.
Viele Pestizide enthalten produktionsbedingt umwelt- und gesundheitschädliche Verunreinigungen (wie z.B. Dioxine.

Es wird geschätzt, dass weltweit jährlich bis zu zwei Millionen Pestizid-Vergiftungen durch unsachgemäße Anwendung, Lagerung und Ausbringung in die Umwelt auftreten und dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher ist. Besonders betroffen davon sind die sogenannten Entwicklungsländer, in denen häufig die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen im Umgang mit Pestiziden nicht eingehalten werden. Auf eine Pestizid-Vergiftung in den Industriestaaten kommen nach Schätzungen rund 13 Pestizid-Vergiftungen in Entwicklungsländern.

Hinzu kommt, das die Pestizid-Hersteller meist noch Wirkstoffe und Präparate verkaufen, die in Deutschland und Europa teilweise seit Jahrzehnten aufgrund starker gesundheitlicher und umweltgefährdeter Wirkungen vom Markt genommen und verboten wurden. Hierdurch ist es möglich, dass so manches importierte Lebensmittel aus Übersee Rückstände von Pestiziden aufweist, die in Deutschland schon lange nicht mehr zum Einsatz kommen. Die Lebensmittelkotrollbehördenführen auch nur noch selten Untersuchungen auf Rückstände dieser „alten“ Pestizide in und auf Lebensmitteln durch.

Stand: 27. Februar 2012
Erstellt: 17. Mai 2001

Weiterführende Informationen:

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