Umweltlexikon-aktuell.de | Mobilitaet und Verkehr  | Stichwort: Elektroauto

Stichwort: "Elektroauto" in der Rubrik Mobilität & Verkehr



E. können erst einen hohen Marktanteil erreichen, wenn die Dauer/Reichweite des Betriebs und die Höchstgeschwindigkeit durch neue Akkumulatorentechnik entscheidend verbessert werden können.

Die Entwicklung von sparsamen Leichtelektromobile erzielt inzwischen befriedigende Reichweiten. Diese Fahrzeuge benötigen etwa 8-10 kWh (entspricht 0,8- 1 Liter Benzin) elektrische Energie für eine Strecke von 100 km.

Weiterhin wird der Umbau konventioneller Autos zu Elektromobilen vorangetrieben. Diese Fahrzeuge benötigen etwa 12-20 kWh (entspricht 1,2 bis 2 Liter Benzin) elektrische Energie für eine Strecke von 100 km.

Daneben werden vor allem Konzepte mit Mischantrieben (Hybridfahrzeug) für eine größere Marktverbreitung favorisiert.

Die Vorzüge von Elektromobilen liegen in ihrer Emissionsfreiheit wobei bei der Stromerzeugung in Kraftwerken Emissionen entgegenstehen. Weiterhin sind sie geräuschärmer und weisen eine höhere Energieausnutzung auf. Die Nachteile liegen v.a. im hohem Preis begründet und der eingeschränkten Reichweite.

Insgesamt gesehen verfügen Elektromobile aber über deutliche Umweltvorteile. Die beschränkte Speicherkapazität herkömmlicher Batterien erwies sich jedoch bisher als grosse Schwachstelle dieser Fahrzeuge. Japanische Autokonzerne haben aber inzwischen Elektromobile entwickelt, die mit deutlich leistungsfähigeren Batterien Reichweiten von bis zu 200 Kilometern und höhere Geschwindigkeiten erreichen.

Deutliche Pluspunkte ergeben sich auch bei einer umfassenden Ökobilanz, welche neben dem Betrieb die Herstellung und Entsorgung der Fahrzeuge sowie die Produktion der Betriebsenergie berücksichtigt. Dies weist die Schweizer BUWAL-Studie zur Situation des Elektrofahrzeugs bei der zukünftigen Stromversorgung der Schweiz nach.

Im Nahbereich von stark befahrenen Strassen belasten konventionelle Motorfahrzeuge die Anwohner und Passanten mit gesundheitsschädigenden Abgasen wie krebserzeugendem Benzol, Russpartikel und Stickoxiden. Als Folge der Emissionen entstehen auf lokaler Ebene zudem Sachgüterschäden an Gebäuden und Materialien. Hier sprechen denn auch alle untersuchten Indikatoren zugunsten der sauberen Elektromobile.

Als regionale Umweltauswirkungen des Verkehrs fallen vor allem der Sommersmog, die Versauerung von Ökosystemen sowie der Stickstoffeintrag in Böden und Gewässer negativ ins Gewicht. Sofern der Strom zum Betrieb von Elektrofahrzeugen zu einem beträchtlichen Teil in thermischen Kraftwerken produziert wird, wie dies für den Strommix innerhalb der Europäischen Union (EU) der Fall ist, schneiden Elektromobile im ökologischen Vergleich einzig beim Kriterium Versauerung schlechter ab.

Bezogen auf die regionalen Umweltfolgen des Verkehrs sprechen in der Schweiz dagegen alle Faktoren eindeutig für Elektrofahrzeuge. Grund dafür ist der hohe Anteil der Stromerzeugung in Wasserkraftwerken, was die Bewertung positiv beeinflusst. Dieselbe Beurteilung gilt im übrigen auch für die globalen Auswirkungen, wo insbesondere der Ausstoss an klimaverändernden Treibhausgasen massgebend ist.

Aus Sicht des Umweltschutzes kann der Kauf von Elektrofahrzeugen deshalb empfohlen werden. Vor allem elektrisch unterstützte Zwei- und Dreiräder erweisen sich aufgrund ihres geringen Gewichts als sehr effizient.

Unter dem Druck des vom amerikanischen Bundesstaat Kalifornien auf 1998 «angedrohten» Zero-Emission-Act kümmern sich seit Ende der 80er-Jahre auch die grossen Automobilhersteller um die Entwicklung und Produktion von Elektromobilen.

Der Stand der Technik ist aber seither weiter fortgeschritten. Vor allem japanische Autokonzerne bieten inzwischen Elektromobile an, die dank neuen Batterietypen wie Nickel-Metallhydrid- und Lithium-Ionen-Akkumulatoren grössere Reichweiten von bis zu 200 km und Geschwindigkeiten von herkömmlichen Autos erreichen. Diese modernen Fahrzeuge werden allerdings erst in Japan ausgeliefert.

Trotz grossen Fortschritten bleibt die Batterie als Energiespeicher vorderhand die wesentliche Schwachstelle. Gemessen am Energieinhalt von fossilen Brennstoffen ist ihre Energiespeicherkapazität deutlich kleiner. Spezialfirmen und Automobilkonzerne treiben die Forschung im Bereich Hochenergie-Batterien aber derzeit mit voller Kraft voran.

Als grosser Hoffnungsträger für reine Elektrofahrzeuge gilt die Lithium-Ionen-Batterie. Sie ist viermal so leistungsfähig, aber doppelt so teuer wie die Bleibatterie. Ihre verhältnismässig hohe Energiedichte verspricht akzeptable Reichweiten bei vernünftigem Fahrzeuggewicht. Das System steht allerdings erst in der Erprobungsphase und muss noch eine bessere Lebensdauer erreichen.

Quelle: Umweltschutz 3/1998; BUWAL/Schweiz
7760 Aufrufe seit August 2009
Stand: 8. April 2005
Erstellt: 10. Mai 2001


Software error:

DBI connect('database=FrontPublisher;host=www.umweltjournal.de','oekoserve1',...) failed: Access denied for user 'oekoserve1'@'80.237.156.68' (using password: YES) at redaktion/dbSQL.pm line 41

For help, please send mail to the webmaster (Webmaster@sepeur-media.de), giving this error message and the time and date of the error.

Achtung: Umweltjournal.de übernimmt keine Haftung für veröffentlichtes Textmaterial der Autoren. Die Artikel unterliegen dem Urheberrecht der Autoren und sind nur nach ausdrücklicher Genehmigung frei zum weiterverarbeiten!

Webmaster: André Sepeur
© 1999 - 2012 by André Sepeur Medienberatung
plan-verde.de



Social Bookmarks
Newsletter bestellen
Seien Sie immer bestens informiert! Hier können Sie den Tagesrückblick bestellen >
Folgen Sie uns nach Facebook


Inserate
Top-News
Wer hat mehr Freunde: Die Sonne oder Philipp Rösler? (Ein Kommentar von Franz Alt)Wer hat mehr Freunde: Die Sonne oder Philipp Rösler? (Ein Kommentar von Franz Alt)
Wer hat mehr Freunde: Die Sonne oder Philipp Rösler? (Ein Kommentar von Franz Alt)
Baden-Baden, 04.02.2012: In den nächsten acht Jahren sollen in Deutschland insgesamt nur noch so viele Photovoltaik-Anlagen installiert werden wie die Bürgerinnen und Bürger allein im letzten Dezember auf ihre Dächer schraubten.
Weiterlesen
Satelliten-Projekt Galileo startet planmäßig 2014Satelliten-Projekt Galileo startet planmäßig 2014
Satelliten-Projekt Galileo startet planmäßig 2014
Brüssel, 04.02.2012: Die Vorbreitungen für den vollständigen Einsatz des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo verlaufen planmäßig.
Weiterlesen
Systematische Tierquälerei auf Nerzfarmen in DänemarkSystematische Tierquälerei auf Nerzfarmen in Dänemark
Systematische Tierquälerei auf Nerzfarmen in Dänemark
Gerlingen, 03.02.2012: Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. veröffentlicht heute eine schockierende Videorecherche über mehrere dänische Nerzfarmen.
Weiterlesen
Schwache Jahresbilanz: Das Volumen nachhaltiger Fonds schrumpft in DeutschlandSchwache Jahresbilanz: Das Volumen nachhaltiger Fonds schrumpft in Deutschland
Schwache Jahresbilanz: Das Volumen nachhaltiger Fonds schrumpft in Deutschland
Dortmund, 02.02.2012: Die nachhaltigen Investmentfonds in Deutschlands haben 2011 sowohl beim Gesamtvolumen in Euro als auch von der Fondsanzahl her abgenommen.
Weiterlesen
Hollywood-Star Penelope Cruz macht sich für Tierrechte starkHollywood-Star Penelope Cruz macht sich für Tierrechte stark
Hollywood-Star Penelope Cruz macht sich für Tierrechte stark
Gerlingen, 02.02.2012: Penelope Cruz, Gewinnerin des Academy-Awards und hinreißende Schauspielerin in Filmen wie Fluch der Karibik 4 – Fremde Gezeiten oder Pedro Almodovars viel diskutiertem Film Volver, hat sich jetzt für eine ganz außergewöhnliche Rolle entschieden:
Weiterlesen
Trinkwasser: Note Trinkwasser: Note "sehr gut" für deutsches Trinkwasser
Trinkwasser: Note
Bonn, 02.02.2012 (aid): In Deutschland hat das Trinkwasser eine sehr gute Qualität. Das hat ein aktueller Bericht des Bundesministeriums für Gesundheit und des Umweltbundesamts bestätigt.
Weiterlesen
Machtquelle ErdölMachtquelle Erdöl
Machtquelle Erdöl
Köln, 02.02.2012: Schrumpfende Erdölreserven bei gleichzeitig wachsender globaler Energienachfrage haben in der letzten Dekade zu steigenden Erdölpreisen beigetragen. Das Buch „Machtquelle Erdöl“ untersucht die Effekte des hohen Ölpreises in neun Erdölstaaten in Afrika, Lateinamerika, dem Nahen Osten sowie aus der OECD-Welt.
Weiterlesen
Josef Ackermann bricht sein Versprechen: Keine Entscheidung über den Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln Josef Ackermann bricht sein Versprechen: Keine Entscheidung über den Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln
Josef Ackermann bricht sein Versprechen: Keine Entscheidung über den Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln
Berlin, 31.01.2012: Entgegen ihrer Ankündigung entscheidet die Deutsche Bank nicht bis Ende Januar über den Ausstieg aus der Nahrungsmittel-Spekulation.
Weiterlesen
Gefährlicher Kontakt: Neue Nahaufnahmen unkontaktierter IndianerGefährlicher Kontakt: Neue Nahaufnahmen unkontaktierter Indianer
Gefährlicher Kontakt: Neue Nahaufnahmen unkontaktierter Indianer
Berlin / London, 31.01.2012: Survival International hat neue Nahaufnahmen unkontaktierter Indianer veröffentlicht, genau ein Jahr nachdem Luftaufnahmen eines unkontaktierten Volkes in Brasilien um die Welt gingen.
Weiterlesen
Energiesparcup gibt Tipps zum Beleuchten und klärt Mythen aufEnergiesparcup gibt Tipps zum Beleuchten und klärt Mythen auf
Energiesparcup gibt Tipps zum Beleuchten und klärt Mythen auf
Berlin, 31.01.2012: Wer sich alte Glühbirnen andrehen lässt, zahlt langfristig drauf. Bei einer 60 Watt-Glühlampe werden bei 1.000 Brennstunden im Jahr fast 15 Euro für Strom fällig.
Weiterlesen
Inserate
Inserate
Jobbörse