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Natur- und Artenschutz
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Artikel Nr.: 3202
Stichwort: "Feldafinger Thesen" in der Rubrik Natur- & Artenschutz
Die "Feldafinger Thesen" bieten die Grundlage für eine zukunftsträchtige Entwicklung der deutschen Hoch- und Mittelgebirgsregionen.1. Gebirgsregionen sind besonders empfindliche Räume. Sie haben nur dann eine nachhaltige Zukunft, wenn sie Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum bleiben, und nicht zum "Museum" werden.
2. Die Strukturen und Situation in den verschiedenen Hoch- und Mittelgebirgen sind sehr unterschiedlich; daraus resultiert die Notwendigkeit regionsspezifischer Ansätze und Entwicklungskonzepte.
3. Daraus ergibt sich eine zentrale und dezentrale Verantwortung für den Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum der Hoch- und Mittelgebirgsregionen.
4. Frühzeitig, umfassend und sektorübergreifend sind die direkt Betroffenen und die lokalen Akteure bei Planung und Durchführung der Entwicklungsprozesse /-maßnahmen zu beteiligen, um die Balance zwischen Nutzen und Schützen zu gewährleisten.
5. Gefordert sind integrative, bergspezifische Lösungsansätze, die den jeweiligen besonderen ökologischen Bedingungen /Empfindlichkeiten, den speziell en Risiken und den besonderen Siedlungs-, Lebens- und Wirtschaftsformen, insbesondere der Land- und F. ist die planmäßige Bewirtschaftung von Wäldern zur Holzgewinnung. Forstwirtschaft Rechnung tragen. Hierfür müssen vorhandene Informationen effektiver genutzt, vernetzt und ergänzt werden.
6. Es bedarf abgestufter regionsspezifischer Nutzungskonzepte unter Einschluss von Sonderstandorten in Hoch- und Mittelgebirgsregionen (Moore, Karst, Fließgewässer, spezielle Bergwaldgesellschaften, Initialstandorte, Gletscher,...). Diese bedürfen eines besonderen Schutzes bzw. sind wieder herzustellen.
7. Maßnahmen, die zu einer langfristigen Belastung in anderen Bergregionen führen, (z.B. extreme Tourismusansiedlung, Verkehrserschließung), sind nicht als nachhaltig anzusehen und daher abzulehnen.
8. Notwendig ist eine umfassende Bewusstseinsbildung über die besonderen Werte der Bergregionen, ihre Multifunktionalität und Sensibilität nach "Drinnen" (Akteuren) und nach "Daußen" (Verbraucher und Nutzer) und Beteiligung der Betroffenen. Sie erfordert einen neuen Dialog kommt von dem griechischen Wort dialogos. Logos heißt das Wort oder auch Wortbedeutung, Wortsinn. Und dia heißt durch. Dialog-Prozess, der möglichst viele Akteure in ihrer Eigenverantwortlichkeit motiviert.
9. Für das Hochgebirge ist die Die Alpenkonvention wurde im Jahr 1991 von den Umweltministern der Alpenländer Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich, Slowenien, Liechtenstein, Monaco sowie der Europäischen Union verabschiedet Alpenkonvention ein zukunftsweisendes Politik-Modell. Die schnelle Ratifizierung und Umsetzung der Protokolle sollte um gehend erfolgen. Für die effektive Umsetzung sind die entsprechenden Strukturen einzurichten und zu finanzieren.
10. Für die Mittelgebirge sind zur Förderung integrativer Entwicklungsansätze Verwaltungsgrenzen überschreitende Der Begriff "Agenda" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Was zu tun ist". Im englischen Sprachgebrauch steht er auch für "Tagesordnung". Die Agenda 21 beschreibt die Tagesordnung für weltweites Handeln im 21. Jahrhundert.Agenda 21-Prozesse anzustoßen, zu finanzieren und umzusetzen.
Entwickelt von 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, zusammengesetzt aus Verbänden der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Naturschutz, Tourismus, Wirtschaft, Verkehr, von Landes- und Bundesministerien und Vertretern der Wissenschaft.
Siehe auch die Stichwörter:
Alpenkonvention,
K. wird hergestellt aus Wasser, chemischen Zusätzen und Energie in Form von Druckluft bei entsprechender Außentemperatur. Kunstschnee und
Der zunehmende Gütertransport über die Alpen führt zu großen Umweltproblemen der betroffenen Regionen.Alpentransitverkehr.
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Stand: 14. Februar 2012
Erstellt: 26. April 2002
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