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Vom 21.-27. August tagt die Weltwasserkonferenz in Stockholm. Auch in diesem Jahr treffen sich dort Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen, um die Problematik der weltweiten Süßwasserverfügbarkeit zu diskutieren.
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Der Ständige Ausschuss des Washingtoner Artenschutzabkommens (WA) berät am Donnerstag über die Frage, ob bestimmte Staaten mit einem Ultimatum dazu gezwungen werden können, gegen den illegalen Handel mit Primaten vorzugehen. Menschenaffen sind streng geschützt, doch viele Länder tolerieren den lukrativen Schmuggel.
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Umweltlexikon-aktuell.de | Natur- und Artenschutz  | Artikel Nr.: 1384

Stichwort: "Flächennutzung" in der Rubrik Natur- & Artenschutz

Die F. ist in der BRD seit 1950 von einer stetigen Zunahme an Siedlungs- und Verkehrsflächen gekennzeichnet.

Dieser Zuwachs erfolgte in erster Linie auf Kosten naturnaher Flächen, also z.B. Moor und Heide. Auch die Landwirtschafts-Fläche wurde zugunsten von Siedlungs- und Verkehrsflächen immer weiter beschnitten. Besonders dramatisch verlaufen diese Prozesse in den Kernstädten der großen Ballungsgebiete (Urbanisierung). In den letzten Jahren hat sich der Trend sich ändernder F. eher verstärkt als abgeschwächt (derzeitige F.: s. Tab).

Die Aufteilung der Gebäude- und Freiflächen nach Wohnen und Gewerbe/Industrie ist nur für acht der elf alten Bundesländer angegeben. Hier lassen sich erhebliche Unterschiede feststellen. Während in Westberlin auf 1 ha Gewerbefläche 5,4 ha Wohnfläche kommen und im Saarland dieser Faktor immerhin noch 1:5 beträgt, weist Baden-Württemberg nur 3,8 ha Wohnfläche je 1 ha Gewerbefläche und Nordrhein-Westfalen mit 1:3,6 erwartungsgemäß den ungünstigsten Wert auf (Durchschnitt 1:4,4).

Quantitative Flächenbilanzen können allerdings nur ungenau wiedergeben, welche qualitativen Veränderungen mit bestimmten F. bzw. mit der Umwidmung von Flächen einhergehen (Bodenbelastung). Auch sagen die Durchschnittswerte wenig über die regionale Verteilung der Nutzungsarten aus. So besteht in Westdeutschland ein Gürtel demographischer und wirtschaftlicher Konzentration, der von Braunschweig über Hannover, Bielefeld, über die Ballungszentren an Rhein und Ruhr sowie im Gebiet Rhein-Main-Neckar bis nach Stuttgart reicht.

In Gemeindegebieten innerhalb dieses Gürtels betrug der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche bereits 1985 bis zu 70%, was einem Vielfachen des damaligen bundesweiten Durchschnittswertes von 11,7% (1991: 12,2%) entsprach.

Unter Naturschutz stehen 1,9% der Fläche Westdeutschlands (Naturschutzgebiet), ca. ein Viertel ist dagegen als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Die zehn deutschen Nationalparks umfassen 7.000 km2, von denen allerdings vier Fünftel auf Watt und Wasser von Nord- und Ostsee (Wattenmeer) entfallen.

Zu den Hauptgründen des weiteren Verbrauchs an freier Landschaft zählen:
  • weitere Zunahme der Straßenfläche (Straßenbau),
  • Neuansiedlung von Industriegebieten bei gleichzeitiger Aufgabe oftmals verseuchter und schwer rekultivierbarer alter Standorte,
  • Zersiedelung der Landschaft durch Einfamilienhaussiedlungen und
  • Erschließung von Flächen für Sport und Freizeit, die ihrerseits neuen Straßenbedarf schaffen.
    Folgende Lösungsansätze für das Problem des Flächenverbrauchs sind u.a. denkbar:
  • Beschränkung der Siedlungsfläche; ein Anteil der Siedlungsfläche von 40% an der gesamten Freifläche (ohne Wald, Wasser und Ödland) gilt als kritische Grenze,
  • Umkehr der Stadtflucht durch Wiederaufwertung der Innenstädte als Wohngebiete,
  • Schaffung neuer, dichterer Siedlungsformen im ländlichen Raum; Beschränkung von Einfamilienhaussiedlungen,
  • Verminderung des Verkehrsflächenbedarfs durch den Ausbau von Öffentlichem Personennahverkehr und Bahn (Schienenverkehr),
  • Verringerung des Landschaftsverbrauchs durch Industrie und Gewerbe durch Wiedernutzung aufgegebener Standorte (Flächenrecycling) und
  • Beschränkung des Flächenbedarfs für Freizeit und Sport.

Stand: 15. Februar 2012
Erstellt: 15. Februar 2012

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