|
Die F. ist in der BRD seit 1950 von einer stetigen Zunahme an Siedlungs- und Verkehrsflächen gekennzeichnet. Dieser Zuwachs erfolgte in erster Linie auf Kosten naturnaher Flächen, also z.B. Moor und Heide. Auch die Landwirtschafts-Fläche wurde zugunsten von Siedlungs- und Verkehrsflächen immer weiter beschnitten. Besonders dramatisch verlaufen diese Prozesse in den Kernstädten der großen Ballungsgebiete (
Urbanisierung). In den letzten Jahren hat sich der Trend sich ändernder F. eher verstärkt als abgeschwächt (derzeitige F.: s. Tab).
Die Aufteilung der Gebäude- und Freiflächen nach Wohnen und Gewerbe/
Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie ist nur für acht der elf alten Bundesländer angegeben. Hier lassen sich erhebliche Unterschiede feststellen. Während in Westberlin auf 1 ha Gewerbefläche 5,4 ha Wohnfläche kommen und im Saarland dieser Faktor immerhin noch 1:5 beträgt, weist Baden-Württemberg nur 3,8 ha Wohnfläche je 1 ha Gewerbefläche und Nordrhein-Westfalen mit 1:3,6 erwartungsgemäß den ungünstigsten Wert auf (Durchschnitt 1:4,4).
Quantitative Flächenbilanzen können allerdings nur ungenau wiedergeben, welche qualitativen Veränderungen mit bestimmten F. bzw. mit der Umwidmung von Flächen einhergehen (
Der Boden bedarf aufgrund seiner hohen B. durch Schadstoffe und andere menschliche Eingriffe eines besonderen Schutzes. Bodenbelastung). Auch sagen die Durchschnittswerte wenig über die regionale Verteilung der Nutzungsarten aus. So besteht in Westdeutschland ein Gürtel demographischer und wirtschaftlicher Konzentration, der von Braunschweig über Hannover, Bielefeld, über die Ballungszentren an
Rhein und Ruhr sowie im Gebiet
Rhein-Main-Neckar bis nach Stuttgart reicht.
In Gemeindegebieten innerhalb dieses Gürtels betrug der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche bereits 1985 bis zu 70%, was einem Vielfachen des damaligen bundesweiten Durchschnittswertes von 11,7% (1991: 12,2%) entsprach.
Unter
Unter Naturschutz versteht man alle Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung von wildlebenden Arten (Pflanzen und Tiere), ihrer Lebensgemeinschaften und natürlicher Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften unter natürlichen Bedingungen.Naturschutz stehen 1,9% der Fläche Westdeutschlands (
N. sind, gemäß 13 des Bundesnaturschutzgesetzes, naturnahe Gebiete, bestimmt zum Schutz von Pflanzen und Tieren sowie deren Lebensräumen. Naturschutzgebiet), ca. ein Viertel ist dagegen als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Die zehn deutschen Nationalparks umfassen 7.000 km2, von denen allerdings vier Fünftel auf Watt und
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser von
Nord- und
Ostsee (
Amphibisches Ökosystem zwischen Hoch- und Niedrigwasserlinie, das vom natürlichen Ungleichgewicht durch Wechsel der Überflutung lebt.Wattenmeer) entfallen.
Zu den Hauptgründen des weiteren Verbrauchs an freier Landschaft zählen:
- weitere Zunahme der Straßenfläche (Straßenbau),
- Neuansiedlung von Industriegebieten bei gleichzeitiger Aufgabe oftmals verseuchter und schwer rekultivierbarer alter Standorte,
- Zersiedelung der Landschaft durch Einfamilienhaussiedlungen und
- Erschließung von Flächen für Sport und Freizeit, die ihrerseits neuen Straßenbedarf schaffen.
Folgende Lösungsansätze für das Problem des Flächenverbrauchs sind u.a. denkbar: - Beschränkung der Siedlungsfläche; ein Anteil der Siedlungsfläche von 40% an der gesamten Freifläche (ohne Wald, Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser und Ödland) gilt als kritische Grenze,
- Umkehr der S. ist die Bezeichnung für die Abwanderung der großstädtischen Bevölkerung in das Umland, i.d.R. in das stadtnahe Umland. Stadtflucht durch Wiederaufwertung der Innenstädte als Wohngebiete,
- Schaffung neuer, dichterer Siedlungsformen im ländlichen Raum; Beschränkung von Einfamilienhaussiedlungen,
- Verminderung des Verkehrsflächenbedarfs durch den Ausbau von Öffentlichem Personennahverkehr und Bahn (Schienenverkehr),
- Verringerung des Landschaftsverbrauchs durch Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie und Gewerbe durch Wiedernutzung aufgegebener Standorte (Flächenrecycling) und
- Beschränkung des Flächenbedarfs für Freizeit und Sport.