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Natur- und Artenschutz
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Stichwort: Moor
Stichwort: "Moor" in der Rubrik Natur- & Artenschutz
Man unterscheidet je nach Entstehung die im Grundwasserbereich, zum Beispiel bei der Verlandung von Seen, gebildeten nährstoffreichen Niedermoore (=Flachmoore) und die vom Grundwasser unabhängig wachsenden über ihre Umgebung sich uhrglasförmig erhebenden nährstoffarmen Hochmoore, die vom Regenwasser gespeist werden.Moore sind nach der Eiszeit entstanden und weisen mindestens 30 cm dicke Torflager mit einer charakteristischen Floar und
Die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem begrenzten Areal lebende Tierwelt.
Fauna auf.
Moore gehören zu den in ihrem Bestand stark gefährdeten Biotopen (
F. sind Flächen, die zum Teil ständig von seichtem Wasser bedeckt sind. Feuchtgebiete). Seit dem letzten Jahrhundert erfolgte eine systematische Kultivierung der Moore. Die Trockenlegung grosser Moorflächen für die landwirtschaftliche Nutzung (
Kulturelle Maßnahmen zu einer langfristigen Erhöhung oder Erhaltung der Fruchtbarkeit eines land- oder forstwirtschaftlich genutzten Bodens und zum Urbarmachen. Melioration) und der industrielle
Photochemischer Abbau, Chemischer Abbau, Physiologischer Abbau.Abbau der Torfschichten für den Gartenbau (
T. ist der Sammelbegriff für im Wasser zersetztes pflanzliches Material.Torf) sind die Ursachen für den starken Rückgang der Moorgebiete.
Die Entwässerungen führen zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels (
G. ist im Boden vor Jahrzehnten versickertes Niederschlagswasser, das sich an wasserundurchlässigen Schichten ansammelt. Grundwasser) und damit zu einer Verringerung der Trinkwasserreserven. Moore sind zwar gesetzlich geschützt, aber der starke Einfluss von
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft und
Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie zerstört sie auch weiterhin. Wichtig für den Schutz der Moore ist ein verändertes
Das Verbraucherverhalten hat grossen Einfluss auf die Umweltbelastung. Dies beginnt schon beim Konsumverhalten. Der Kauf umweltfreundlicher Produkte (Umweltzeichen) entlastet nicht nur die Umwelt bei Herstellung, Verwendung und Entsorgung, sondern kann auch Einfluss auf die Unternehmenspolitik ausüben (umweltorientierte Unternehmensführung, Ökomarketing).Verbraucherverhalten, zum Beispiel durch die Nutzung alternativer Bodenverbesserungsmittel (
T. ist der Sammelbegriff für im Wasser zersetztes pflanzliches Material.Torf).
Vor allem in Schleswig-Holstein und Niedersachsen werden Torfabbaugebiete durch Wiedervernässung rekultiviert (
Unter R. versteht man die Wiederherstellung eines durch menschliche Eingriffe gestörten Gebietes (Natur- oder Kulturlandschaft), in dem der ursprüngliche Oberboden entfernt oder unbrauchbar gemacht worden ist. Eine R. ist gesetzlich vorgeschrieben.Rekultivierung). Es handelt sich jedoch um eine sehr langfristige Maßnahme, die bis zur vollständigen Moorregeneration mehrere Jahrhunderte dauert.
11.250 km² Westdeutschlands waren ehemals Moore. In Niedersachsen, einst eines der moorreichsten Gebiete Europas, sind nur noch 1-2% der einstigen Moorfläche intakt. In Schleswig-Holstein existieren von früher 45.000 ha Moor heute nur noch auf 100 Hochmoore verteilte 5.600 ha.
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Stand: 18. Februar 2003
Erstellt: 21. Mai 2001
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