A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Rückblicke
Webvideothek
Trailer: Eisbärenjagd
Jeder weiß es: Den Eisbären schmilzt der Lebensraum weg. Wissenschaftler befürchten, dass die Eisbärbestände bis 2050 allein aufgrund des Klimawandels um 70 Prozent zurückgehen werden.
Video >>
Walfangskandale Färöer-Inseln
Auf den europäischen Färöer-Inseln im Nordatlantik, welche zwischen den schottischen Shetlandinseln und Island auf der Höhe von Norwegen liegen, findet jedes Jahr ein blutiges Abschlachten von bis zu tausend Grindwalen und anderen Delfinarten statt.
Video >>
Frühstücksflocken
Frühstücksflocken, die für Kinder vermarktet werden, sind fast ausnahmslos überzuckert und erfüllen nicht die Ansprüche an ein kindgerechtes Frühstück. Das zeigt ein Marktcheck von foodwatch.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News
Historische Holzbauwerke

Energiepflanzenanbau im Umwelt- und Agrarrecht

Prinzipien als Wegbereiter eines globalen Umweltrechts?

Der Gang in die Hölle – Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg

Geothermie: Energiequelle aus der Tiefe

Nachhaltige Produkte beschleunigen Ressourcenverbrauch

Vom alten Bauernhaus zum Traumobjekt

Von Energiewende bis Gentechnikrecht

Spannender als Fußball: Brasilien in der Mitte des 19. Jahrhunderts

500 Wildrosenarten

Inserate
Umweltlexikon-aktuell.de | Umweltrecht  | Artikel Nr.: 277

Stichwort: "Umweltschutz" in der Rubrik Umweltrecht

Mit Beginn der staatlichen Umweltpolitik ca. 1970 geprägter Begriff für Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und damit der Lebensgrundlagen von Organismen einschließlich des Menschen, wobei bedingt durch die anthropozentrische Sichtweise die Eigenrechte der Natur zu wenig Berücksichtigung finden.

Der Umweltschutz umfasst Maßnahmen, geschädigte Umwelt wieder ins ökologische Gleichgewicht zu bringen, wie auch präventiv die Belastung der Umwelt durch schädigende Einflüsse zu verhindern (Vorsorgeprinzip). Negative Auswirkungen gehen in erster Linie von den ökonomischen Tätigkeiten des Menschen, den technischen Einrichtungen, Freisetzung von Stoffen und Nutzung von Ressourcen aus.

Die Umweltbelastung war schon in historischen Zeiten regional Anlaß für Umweltschutz-Maßnahmen, jedoch erst mit dem Beginn der industriellen Revolution steht die industrielle Entwicklung mit der globalen Umweltverschmutzung wie Treibhauseffekt und Klimaveränderung in unmittelbarem Zusamenhang.

Bisher setzen Umweltschutz-Maßnahmen an der Schnittfläche zwischen Technosphäre und Ökosphäre an, womit keine Umweltvorsorge betrieben werden kann, welche jedoch effektiver und insbesondere preisgünstiger als alle Maßnahmen der Nachsorge wären. Während der Umweltschutz anfangs nahezu ausschließlich den von der industriellen Tätigkeit des Menschen ausgehenden Emissionen gewidmet war und durch eingreifende Umweltschutz-Gesetzgebung die Übernutzung ökologischer Senken teilweise vermindert hat, wird gegenwärtig ein verstärktes Augenmerk auf die explodierende Konsumgütererzeugung gerichtet, insbesondere mit den damit einhergehenden Abfallanfall und Verbrauch der endlichen Ressourcen (Ressourcenschonung).

Mit einer Analyse industriell bedingter Stoffströme soll nun versucht werden, die Effizienz unterschiedlicher Instrumente wie z.B. Gesetze zu ermitteln, um den Stoffumsatz zu reduzieren und falschen Stoffeinsatz abzuschaffen. In Einzelfeldern hat sich der Stand der Umwelt verbessert. Die Wasserverschmutzung v.a. in den Flüssen ist bei den leichtabbaubaren Verbindungen deutlich zurückgegangen, die Luftverschmutzung hat sich verringert.

Der Umweltschutz wird in Deutschland vor allem in folgenden gesetzlichen Regelungen vorgeschrieben:
  • Bundesimmissionsschutzgesetz seit 1974,
  • Abfallgesetz seit 1986,
  • Chemikaliengesetz seit 1980,
  • Störfall-Verordnung seit 1980,
  • Gefahrstoff-Verordnung seit 1986,
  • TA Luft seit 1986 sowie
  • ca. 2.000 weitere nationale Regelungen, die zunehmend von der europäischen Ebene vorgegeben werden, wie etwa REACH oder Gentechnik-Regelungen.


Die Umweltchutz-Maßnahmen haben aber ihre Grenzen, wo z.B. der zunehmende Straßenverkehr die Verbesserungen bei der Kraftwerksentstickung (Großfeuerungsanlagenverordnung) kompensiert oder schwerabbaubare Verbindungen im Gewässer verbleiben, weil die Kläranlagen (Abwasserreinigung)die auf Stabilität getrimmten Verbindungen nicht aus dem Abwasser entfernen können. Neben einer generellen Reduzierung der Stoffmengen muss also auch eine gezielte Anpassung der produzierten Stoffe auf Eingliederbarkeit in ökologische Kreisläufe erfolgen.

Schließlich müssen zur Schonung der Ressourcen und zur Entlastung von Deponieraum eine größere Recyclingrate erreicht werden, die sich aber nur unter bestimmten Bedingungen aufrechterhalten oder weitern steigern lässt. So dürfen bestimmt Materialien, die die Recyclierbarkeit von anderen Materialien behindern, nicht weiter eingesetzt werden.

Materialien müssen voneinander getrennt werden können, d.h. bereits bei der Konzeption der Produkte so konzipiert werden, dass sie am Ende ihrer Nutzungszeit sortenrein getrennt werden können. Verbundmaterialien sind bei allen technischen Qualitäten für ein allgemeines Recycling nicht geeignet und nur noch in einem schwer zu realisierenden Spezialkreislauf zu führen, in dem aus Abfall immer wieder das gleiche Neuprodukt wird.

Umweltschutz wird solange nicht die zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen nötige Wirkung erhalten, solange nicht die Erkenntnis in das Bewußtsein des Menschen eingedrungen ist, dass die getrennt erscheinenden Aspekte der Umwelt ein zusammenhängendes holistisches System bilden. Umweltschutz wird erst dann über die bisherigen Maßnahmen des traditionelle Naturschutzes hinausgehen, der sich mit fortschreitender Verkarstung, Versteppung, Verwüstung (Wüste), Biotopschutz, Rekultivierung, Artenschutz und anderen Themen befaßt.

Der Umweltschutz muss effektiviert werden durch eine stringentere Politik und an Managementsystemen orientiertem Vollzug. Ökologische Ziele müssen in die unternehmerischen Aktivitäten integriert werden. Die ökosoziale Marktwirtschaft soll nur den Unternehmen eine dauerhafte Entwicklungsmöglichkeit lassen, die den Umweltschutz als betriebsimmanente Qualität anwenden. Das Ökosozialprodukt wird als Kennzahl die Effektivität der Umweltschutz-Maßnehmen der Einzelstaaten deutlich machen oder auch den Nachholbedarf bei fallenden Ökosozialprodukt signalisieren.

Stand: 15. Februar 2012
Erstellt: 15. Februar 2012

Weitere Meldungen zum Thema "Umweltschutz":

Prinzipien als Wegbereiter eines globalen Umweltrechts?Prinzipien als Wegbereiter eines globalen Umweltrechts?
Köln, 19.08.2014: Gravierende Umweltprobleme machen vor Ländergrenzen nicht Halt und erfordern ein globales Umweltrecht. Verhandlungen über neue Umweltschutzabkommen gestalten sich jedoch als schwierig und bleiben oft hinter den Erwartungen zurück.
Nachhaltige Produkte beschleunigen RessourcenverbrauchNachhaltige Produkte beschleunigen Ressourcenverbrauch
Köln, 10.07.2014: Nachhaltige Produkte sind „voll trendy“. Doch genau das ist ein Umweltproblem! Was nutzen all die neuen „ökologisch korrekten“ Produkte, wenn wir immer mehr davon in immer kürzeren Zeitabständen konsumieren?
Berliner Bürgerinnen und Bürger haben entschieden: Natur und Weite haben VorrangBerliner Bürgerinnen und Bürger haben entschieden: Natur und Weite haben Vorrang
Berlin, 26.05.2014: Im allgemeinen Europawahlkampf war diese Meldung in den deutschlandweiten Nachrichten etwas untergegangen. Dabei haben die Berliner Bürgerinnen und Bürger erneut unter Beweis gestellt, dass sie sich durch Wahlmarathon, Stimmungsmache und Grillwetter nicht vom Urnengang abhalten lassen.
Schnell und umweltfreundlich DBU-Förderung beantragenSchnell und umweltfreundlich DBU-Förderung beantragen
Osnabrück, 23.05.2014: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert nicht nur innovative und modellhafte Projekte zum Schutz von Umwelt und Natur. Sie trägt auch selber zum Umweltschutz bei. Seit heute können kleine und mittelständische Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Vereine und Verbände ihre Anträge auf eine DBU-Förderung auch online unter www.dbu.de/antragstellung stellen.
Klein aber oho! Wertvolle Beiträge zum Schutz der biologischen VielfaltKlein aber oho! Wertvolle Beiträge zum Schutz der biologischen Vielfalt
Osnabrück, 16.04.2014: Seit April 2014 prämiert die UN-Dekade Biologische Vielfalt neben langfristig angelegten Projekten in Deutschland nun auch kleinere Beiträge, die sich für den Schutz, die Erforschung und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt einsetzen. Die ersten Publikationen und Veranstaltungen tragen bereits das neue Qualitätssiegel „Beitrag zur UN-Dekade Biologische Vielfalt“.
Luftverkehrsrecht: Bärendienst für Mensch und NaturLuftverkehrsrecht: Bärendienst für Mensch und Natur
Berlin, 05.04.2014: Die EU hat Defizite im deutschen Luftverkehrsrecht gerügt und fordert, dass in Zukunft auch für die Festlegung von Flugrouten einheitlich eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt werden soll. Doch letzte Veröffentlichungen aus dem Bundesverkehrsministerium stimmen Naturschützer misstrauisch.
Von Thailand bis Tahiti: Neue Rekorde bei globaler Klimaschutzaktion Earth Hour Von Thailand bis Tahiti: Neue Rekorde bei globaler Klimaschutzaktion Earth Hour
Berlin, 31.03.2014: Von Thailand bis Tahiti, vom Vatikan bis Las Vegas und von der Internationalen Raumstation bis in den Sudan – am Samstag fand die achte WWF Earth Hour unter Rekordbeteiligung statt. Um ein Zeichen für den Schutz des Planeten zu setzen, schalteten jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit Millionen Menschen und über 7.000 Städte in insgesamt 160 Ländern die Lichter aus.
Earth Hour: Um 20:30 Uhr gehen weltweit die Lichter aus Earth Hour: Um 20:30 Uhr gehen weltweit die Lichter aus
Berlin: Rund um den Globus gehen am Samstag für eine Stunde die Lichter aus. Während der WWF-Earth Hour 2014 legen Menschen auf der ganzen Welt um 20:30 Uhr den Schalter um.
didacta 2014didacta 2014
Stuttgart: Bei der didacta 2014 präsentiert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) an ihrem Gemeinschaftsstand vier Projektpartner mit ihren Vorhaben, die auf ganz unterschiedliche Weise Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu den Themen Umweltschutz, Energie und Klima ansprechen:
Am 29. März ist Earth Hour in BerlinAm 29. März ist Earth Hour in Berlin
Berlin, Am Samstag, den 29. März gehen um 20:30 Uhr rund um den Globus für eine Stunde die Lichter aus. Während der WWF Earth Hour legen Millionen Privatpersonen symbolisch den Schalter um und setzen ein Zeichen für den Klima- und Umweltschutz.