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Umweltlexikon-aktuell.de | Weiteres, Sonstiges  | Artikel Nr.: 1031

Stichwort: "Computer" in der Rubrik Weiteres / Sonstiges

C. (bzw. allgemein Mikroelektronik) sind in Sachen Umwelt Helfer und Sünder zugleich.

Umweltschäden treten auf bei Entwicklung und Herstellung (Elektronikindustrie), Anwendung/Betrieb und Entsorgung (Elektronikschrott).
Bei der eigentlichen C.-Anwendung im Büro oder zu Hause können für den Benutzer Schäden auftreten durch falsche Arbeitsplatzergonomie, einseitige Bewegungen (RSI-Syndrom), Schadstoffausdünstungen aus C. und Bildschirmen (Gehäuse: Weichmacher, Flammschutzmittel, Monomere, Laserdrucker: Ozon) und Strahlung, die von den Monitoren ausgeht (Bildschirm).

Arbeit am C. führt häufig zu körperlichen (und psychischen) Beschwerden. Etwa zwei Drittel der am C. Tätigen klagen über auftretende Steifigkeit und/oder Schmerzen am Bewegungs- und Stützapparat und regelmäßige Kopfschmerzen. Folgende Körperteile werden am häufigsten genannt (in % für Frauen/Männer):
Nacken (64%/40%), Schultern (51%/26%), Rücken (40%/31%) und Kopf/Stirn (40%/20%); besonders betroffen sind auch Hände, Ellbogen und allgemein Gelenke (RSI-Syndrom). Des weiteren werden die Augen in Mitleidenschaft gezogen (Augenbrennen, verschwommene Sicht, Verschlechterung der Sehfähigkeit; Bildschirm) und das Allgemeinbefinden (Erschöpfung, Gereiztheit).

Ein großer Teil der Schäden könnte vermieden werden, wenn die Arbeitgeber ihrer Verpflichtung nachkämen, die Belegschaft vor Gefahren für Leib und Gesundheit zu schützen (Gewerbeordnung 120a) und die C.-Arbeitsplätze ergonomischer (Ergonomie) gestalten würden. Viele C.-Arbeitsplätze entsprechen auch heute nicht einmal den Mindestanforderungen. Zu diesen zählen: Optische Qualität des Bildschirms, ergonomische Qualität der Möbel, Beleuchtungsqualität (blend- und spiegelungsfrei angebrachte Lampen, ausreichende Helligkeit und Lichtgüte (Licht)), Abschirmung von Strahlungsquellen (Bildschirm), Lärmminderung, Innenraumluft (geringe Schadstoffausdünstungen: z.B. PCB, Ozon (Laserdrucker)).



Stand: 13. Februar 2012
Erstellt: 13. Februar 2012

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