A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Rückblicke
Webvideothek
Hilferuf der Awá
Die Awá in Brasilien, bekannt als das bedrohteste Volk der Welt, haben an den Justizminister des Landes geschrieben und ihn aufgefordert, “Eindringlinge dringend [aus ihrem Gebiet] auszuweisen”.
Video >>
Ministerputen II
Am 9. August strahlte „REPORT Mainz“ (ARD) Undercover-Bilder der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. aus. Die Aufnahmen entstanden in Putenmastställen, mit denen Astrid und ihr Ehemann Garlich Grotelüschen in engster geschäftlicher Beziehung stehen.
Video >>
Du schreibst Geschichte
Bei der Großkundgebung zum Auftakt der Proteste gegen den Atommülltransport ins Wendland protestierten heute in der Nähe des Castor-Verladekrans bei Dannenberg insgesamt über 50000 Menschen gegen die Atompolitik der Bundesregierung.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News
Was Beschränkte mit Beschränkungen zu tun haben

Familie und Beruf sind (so) nicht zu vereinbaren

Häuser modernisieren und energetisch optimieren

Die analoge Revolution

Die Verzauberung der Welt durch die Naturwissenschaften

Auf dem Bauernhof

Gesellschaftliche Transformation und die Verantwortung der Wissenschaften

Der Geschmack Marokkos

Wohlfühlen unter dem Dach

Historische Holzbauwerke

Inserate
Umweltlexikon-aktuell.de | Weiteres, Sonstiges  | Artikel Nr.: 1323

Stichwort: "Recycling" in der Rubrik Weiteres / Sonstiges

Bei der Produktion und beim Verbrauch von Gütern entstehen Abfälle. Die Rückführung dieser Abfälle in den Stoffkreislauf (Produktion - Verbrauch) durch Verwertung nennt man R.

Im Sprachgebrauch werden unterschiedliche Methoden als R. bezeichnet:
- Die Wiederverwertung (z.B. Altglas-, Altpapier-, Weißblechsammlung) stellt die heutzutage meistbenutzte R.-Methode dar. Hierbei werden die Wertstoffe zu gleichwertigen Produkten verwertet. Der Erfolg ist davon abhängig, ob der Wertstoff sauber und ohne Beimischungen gewonnen werden kann. Die Sauberkeit der Wertstoffe hängt von der Art der Erfassung ab. Werden die Stoffe aus dem gemischt gesammelten Abfall aussortiert (Hausmüllsortieranlagen, Sortierung von Müll), sind sie i.d.R. stark verunreinigt. Saubere Wertstoffe sind nur durch getrennte Sammlung (grüne Tonne, Biotonne, Holsystem, Bringsystem) von Müll zu erzielen und haben auf dem Absatzmarkt gute Chancen.

- Die Weiterverwendung, z.B. der Gebrauch von alten Zeitungen als Geschenkpapier, ist strenggenommen kein R., da der Wertstoff nur zu einem minderwertigen Produkt weiterverwendet wird. Sie ist wüschenswert bei nicht wiederverwertbaren Wertstofen, stellt jedoch allenfalls eine Verschiebung des Müllproblems dar. Eine Weiterverwendung ist nur dann sinnvoll, wenn das Zweitprodukt wiederum verwertbar ist.

- Die Weiterverwertung, z.B. das Erstellen von Wärmedämmplatten aus Weinkorken oder die Herstellung von Parkbänken aus unsortierten Kunststoffabfällen (Plastifizierung). Als Weiterverwertung werden auch einige "thermische R.-Methoden" wie Müllverbrennung, Herstellung von Brennstoff aus Müll (BRAM), Pyrolyse, Hydrierung und Hydrolyse bezeichnet, mit denen versucht wird, Kunststoffe (PVC, Polyethylen, Polyethylenterephtalat, Polystyrol, s.a. Hausmüll) zu recyceln. Eine solche thermische Weiterverwertung ist kein R., da die Wertstoffe nicht im Kreislauf wieder zu gleichwertigen Produkten verarbeitet werden ("Recycling!").

- Die Wiederverwendung, z.B. die Benutzung von Pfandflaschen (Mehrwegverpackungen, Mehrwegflaschen), ist die umweltfreundlichste "R.-Methode". Im engeren Sinne ist die Wiederverwendung kein R., da sie ein Beitrag zur Abfallvermeidung und nicht zur Abfallverwertung ist.

Durch Wiederverwertung können Primärrohstoffe (z.B. Eisenerz) oder Primärenergie (z.B. Kohle) eingespart werden. Außerdem wird durch die Verringerung der Abfallmenge und durch den oftmals einfacheren Produktionsprozeß bei Verwendung von Abfällen die Umwelt geschont. Deshalb ist das R. von Wertstoffen wichtig, obwohl oftmals der finanzielle Aufwand zur Auslese groß ist und in der Praxis das Ziel der Abfallverringerung nicht erreicht wird. Ein R.-fähiges Produkt wird vom umweltbewußten Käufer bevorzugt gekauft. Dies führt dazu, daß die Gesamtmenge des Produktes steigt und trotz R.-Maßnahmen die Abfallmenge nicht verringert wird.

Zudem werden durch das Positiv-Image von R.-Produkten oft umweltfreundlichere Mehrwegsysteme durch Einwegsysteme ersetzt (Grüner Punkt, Verpackungsverordnung). Durch Ökosteuern auf Rohstoffe könnte R. auch ökonomisch attraktiver gemacht werden. Das Ziel, möglichst wenig Abfälle zu erzeugen, sollte immer an oberster Stelle stehen. Vermeiden ist besser als Verwerten.



Stand: 24. Februar 2012
Erstellt: 13. Mai 2001

Weitere Meldungen zum Thema "Recycling":

13. Netzwerkkonferenz Ressourceneffizienz in Berlin13. Netzwerkkonferenz Ressourceneffizienz in Berlin
Berlin: Ressourceneffizienz ist ein zentrales Element unseres wirtschaftlichen Erfolges. Sie ist Markenzeichen Deutschlands, Standortvorteil im globalen Wettbewerb, um auf eine der größten wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit zu reagieren: die stark ansteigende globale Ressourcennutzung.
Die Zukunft der Forschung – Forschen für die ZukunftDie Zukunft der Forschung – Forschen für die Zukunft
Halle: Wissenschaft lebt von Neugier und Austausch. Impulse aus unerwarteter Richtung können Forschung bereichern und inspirieren.
Diskussion: Die Ökovision vom ÜberflussDiskussion: Die Ökovision vom Überfluss
Berlin, "Die Ökovision vom Überfluss. Umwelt retten durch Verschwendung?" Diese Frage diskutieren Prof. Michael Braungart und Michael Bilharz am 21. Januar im Berliner taz Cafe.
ÖKO-TEST Kaffeekapseln So ein Müll!ÖKO-TEST Kaffeekapseln So ein Müll!
Augsburg, 28.09.2013: Keine Frage: Die Zubereitung von Kaffee oder Espresso in Kapselmaschinen wie Nespresso ist absolut trendy. Doch das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST fragt in seiner aktuellen Oktober- Ausgabe, ob der Preis für die Bequemlichkeit nicht doch unakzeptabel hoch ist?
ÖKO-TEST SPEZIAL - Meine EnergiewendeÖKO-TEST SPEZIAL - Meine Energiewende
Augsburg, 16.09.2013: Geiz ist geil: Jedenfalls wenn es um Energie geht. Die Preise für Strom, Heizöl und Gas kennen seit langem nur eine Richtung: nach oben. Und auch aus ökologischen Gründen ist es vernünftig, den Energieverbrauch zu senken.
One Earth - One Ocean e.V. gewinnt den GreenTec Award 2013One Earth - One Ocean e.V. gewinnt den GreenTec Award 2013
Berlin / München 06.09.2013: Die Umweltorganisation One Earth - One Ocean e.V., die sich die Reinigung der globalen Gewässer vom Plastikmüll auf ihre Fahnen geschrieben hat, wurde letzten Freitag auf einer feierlichen Gala in Berlin-Mitte mit dem renommierten deutschen Umwelt- und Medienpreis GreenTec Award 2013 ausgezeichnet.
Endlich ein strenges Siegel für Nachhaltige GeldanlagenEndlich ein strenges Siegel für Nachhaltige Geldanlagen
Dortmund, 29.08.2013: Ein neues Siegel zeichnet Banken, Anlageberatungen und Finanzprodukte aus, die streng nachhaltig sind.
Der geplünderte PlanetDer geplünderte Planet
München, 27.07.2013: »Detail- und kenntnisreich, gut bewandert in der antiken Geschichte gibt der Chemiker Ugo Bardi einen leicht verständlichen Überblick über die Historie des Bergbaus und die Bedeutung, die Bodenschätze für das Entstehen großer Weltreiche hatten.(...) Es wäre gut, wenn die Weltgesellschaft diesen Weckruf wahrnimmt und handelt.« Johannes Kaiser, Deutschlandradio
Umwelt: Konsultation zur schonenderen Verwendung von PhosphorUmwelt: Konsultation zur schonenderen Verwendung von Phosphor
Brüssel, 10.07.2013: Die Europäische Kommission will den Einsatz des als Düngemittel in der Landwirtschaft verwendeten Nährstoffes Phosphor schonender gestalten.
 Abbruch – Software soll Schäden senken, Sicherheit schenken Abbruch – Software soll Schäden senken, Sicherheit schenken
Karlsruhe, 05.07.2013: Wenn Häuser abgerissen werden, ist das eine staubige, laute und riskante Sache für Mensch und Umwelt.