A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Rückblicke
Webvideothek
Süße Tierschutz-News
VIER PFOTEN gab bekannt, dass die beliebte Schweizer Schokolade Toblerone künftig mit Eiern aus käfigfreier Produktion hergestellt wird.
Video >>
Weltwassertag 2011
Vom 21.-27. August tagt die Weltwasserkonferenz in Stockholm. Auch in diesem Jahr treffen sich dort Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen, um die Problematik der weltweiten Süßwasserverfügbarkeit zu diskutieren.
Video >>
Skandal-Zoo Nürnberg - Delfine suchen vergeblich Schutz
Erneut gerät der Tiergarten in Nürnberg wegen seiner umstrittenen Delfin-Haltung in den Fokus von Tierschützern. Ein nun veröffentlichtes Video zeigt, wie Delfine vergeblich versuchen, sich vor dem Baulärm in Sicherheit zu bringen.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News
Der Geschmack Marokkos

Wohlfühlen unter dem Dach

Historische Holzbauwerke

Energiepflanzenanbau im Umwelt- und Agrarrecht

Prinzipien als Wegbereiter eines globalen Umweltrechts?

Der Gang in die Hölle – Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg

Geothermie: Energiequelle aus der Tiefe

Nachhaltige Produkte beschleunigen Ressourcenverbrauch

Vom alten Bauernhaus zum Traumobjekt

Von Energiewende bis Gentechnikrecht

Inserate
Umweltlexikon-aktuell.de | Weiteres, Sonstiges  | Artikel Nr.: 385

Stichwort: "Textilindustrie" in der Rubrik Weiteres / Sonstiges

Die ältesten Geflechte (Leinengewebe) sind vor 6.500 Jahren in Ägypten bereits mit Spindel und Webstuhl entstanden.
In China entwickelte sich im 2. Jahrtausend v.Chr. eine Seidenkultur, die über Byzanz die Textilkunst ins Abendland brachte. Aus der handwerklichen Fertigung führte bereits das späte Mittelalter zur Großerzeugung von Textilien in Flandern und Italien. Aus der Erfindung maschineller Technik in Spinnerei und Weberei entstand die erste Großindustrie des Frühkapitalismus in Engand. Die erst im späten Mittelalter nach Europa gelangte Baumwollfaser verdrängte die ältesten Zweige des Textilgewerbes, die Verarbeitung von Flachs, Hanf, Rohseide und Wolle.
Zur T. zählt man Spinnerei, Weberei, Wirkerei und Stickerei, zur Textilveredelung Ausrüstung und Färberei. Nach Art der eingesetzten Rohstoffe unterscheidet man Baumwoll-, Seiden-, Woll-, Chemiefaser- und Bastfaserindustrie. In der heutigen Standortverteilung und Struktur spiegelt sich die ursprüngliche Entwicklung aus der Hausweberei und Kleinindustrie wider. Die Zahl der Betriebe nimmt unter dem Konkurrenzdruck fernöstlicher Billiglohnländer ständig ab, ist aber immer noch stark mittelständisch organisiert. Die Umsetzung von umweltverträglichen Innovationen ist damit aus finanziellen Gründen schwer machbar. Unterstützt von Veränderungen in Mode und Lebensweise sind in der chemischen Industrie insb. in den letzten 10 Jahren eine große Zahl von neuen Stoffen und Zubereitungen entwickelt worden. Aus betriebsinternen Gründen zumeist unbekannt, gelangen diese Stoffe bei allen Erfolgen der Abwasserreinigung im Hinblick auf leichtabbaubare Stoffe in die Abwässer, ohne daß kontrollierende Behörden überhaupt wissen können, wonach zu suchen notwendig wäre. Nur eine deutliche Umorientierung rechtlicher Prinzipien wie Akteneinsichtsrecht, Verursacherprinzip und geänderte Einschätzung der sog. Restverschmutzung kann diese unerträgliche Dauerbelastung der sensiblen Ökosysteme reduzieren. Die T. und verwandte Industriezweige belasten die Umwelt durch Geruchsemissionen sowie durch z.T. erhebliche Abwasserprobleme. Zur Verminderung der Geruchsbelästigungen können Biofilter oder - wie in einem Projekt des Altanlagensanierungsprogramms demonstriert wurde - eine Rückführung der geruchsbeladenen Abgase in den Feuerraum eines Heizkessels des Betriebs eingesetzt werden.
Die Abwässer aus Gerbereien gehören wegen ihrer vielen giftigen Inhaltsstoffe zu den am schwierigsten zu behandelnden Industrieabwässern überhaupt. Zur Abwasserreinigung muß bei den Gerbereien eine Neutralisation, eine Bindung oder Vernichtung der Sulfide, eine Ausfällung der organischen Bestandteile sowie ein Absetzen der Feststoffe erfolgen (Fällung). Bewährt hat sich ein Verfahren, das im Belebungsbecken (Abwasserreinigung) schwebende Aktivkohleteilchen benutzt. Bei den übrigen Textilabwässern werden die sauren oder alkalischen Behandlungsbäder z.T. zurückgewonnen. Die dann noch anfallenden Abwässer müssen neutralisiert und biologisch aerob oder anaerob behandelt werden. Eine bessere Reinigung kann ebenfalls durch Zugabe pulverförmiger Aktivkohle in das Belebungsbecken sowie durch zusätzliche chemische Behandlungsstufen (Fällung, Flockung, Weitergehende Abwasserreinigung) erreicht werden.
Kleidung
Berufskrankheiten in der T.: Byssionose (Baumwollstaublunge)

Lit.: Institut Fresenius u.a. (Hrsg.): Abwassertechnologie, Berlin 1984


Stand: 22. Februar 2012
Erstellt: 6. Mai 2001

Weitere Meldungen zum Thema "Textil":

Nanomaterialien: Auswirkungen auf Umwelt und GesundheitNanomaterialien: Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit
Köln, 03.09.2013: Nanomaterialien eröffnen zahlreiche Möglichkeiten für neuartige Produkte und Verfahren in verschiedenen Anwendungsbereichen. Sie haben daher bereits in vielen Alltagsprodukten Einzug gehalten, beispielsweise als UV-Schutz in Farben, Lacken und Sonnenschutzmitteln, als antimikrobieller Zusatz in Textilien und Lebensmittelverpackungen oder als mechanische Verstärkung in Tennisschlägern und Fahrradrahmen.
Bessere Arbeitsbedingungen für BangladeschBessere Arbeitsbedingungen für Bangladesch
Brüssel, 06.07.2013: Als Konsequenz aus den verheerenden Unglücken in mehreren Textilfabriken in Bangladesch strebt die Europäische Union zusammen mit dem Außenminister Bangladeschs, Pipu Moni, den USA und anderen führenden Industrie- und Gewerkschaftsvertretern verbesserte Geschäftspraktiken in der Textilindustrie an.
Pelzfreie Mode bei deutschen Branchenriesen Pelzfreie Mode bei deutschen Branchenriesen
Hamburg, 28.02.2013: Pelzmode zeigt sich in dieser Wintersaison vermehrt in den Geschäften. Das Straßenbild wird heute vor allem von Echtpelzbesatz an Krägen, Kapuzen und Mützen dominiert. Doch es gibt auch viele Unternehmen, die bewusst auf die Verwendung von Pelz verzichten.
Das ändert sich 2013Das ändert sich 2013
Frankfurt a. M., 30.12.2012: Pünktlich zum Stichtag 1. Januar 2013 müssen Verbraucher eine Vielzahl neuer Gesetze, Verordnungen und Richtwerte beachten. Es gibt einige erfreuliche Veränderungen, aber Neuerungen, die teuer werden oder sogar auf Kosten der Gesundheit gehen können.
Fairer Handel: Vorsicht vor unfairen GeschäftenFairer Handel: Vorsicht vor unfairen Geschäften
Frankfurt a. M., 19.12.2012: Der faire Handel wächst rasant. Das lockt Geschäftemacher. ÖKO-TEST hat recherchiert und viele „unfaire“ Siegel entlarvt. Es gibt aber auch Siegel, denen Verbraucher vertrauen können.
Neue Deklarationspflicht für Pelzprodukte in der Schweiz Neue Deklarationspflicht für Pelzprodukte in der Schweiz
Hamburg, 12.12.2012: Der Schweizer Bundesrat hat am letzten Freitag eine neue Verordnung über die Deklaration von Pelzen und Pelzprodukten verabschiedet.
Bio statt Chemie – Polyesterfasern umweltfreundlich veredelnBio statt Chemie – Polyesterfasern umweltfreundlich veredeln
Leipzig, 14.11.2012: Sie stecken in Kleidern, Deko- und Sportartikeln: Polyesterfasern. Durch ihre besonderen Eigenschaften sind sie vielseitig verwendbar und gehören daher weltweit zu den wichtigsten Chemiefasern.
Chemie aus der Kraft der SonneChemie aus der Kraft der Sonne
Köln, 26.09.2012: Chemische Wandlungsprozesse sind die Basis allen Lebens. Doch seit über einem Jahrhundert herrscht die erdölbasierte „harte Chemie“ nahezu unangefochten, und in der Produktion von 90 Prozent aller Alltagsgüter sind die Erzeugnisse der Petrochemie immer noch allgegenwärtig.
Schwarzbuch Baumwolle - Was wir wirklich auf der Haut tragenSchwarzbuch Baumwolle - Was wir wirklich auf der Haut tragen
Köln, 21.09.2012: Die Preise für Baumwolle steigen innerhalb weniger Wochen um mehr als das Doppelte. Textilhersteller müssen ihre Produktion aus Kostengründen auf andere Rohstoffe ausrichten. Die Zeit des billigen T-Shirts ist vorbei. Eine Vision? Nein - so geschehen im Jahr 2011, als erstmals eine Verknappung der Baumwolle zu heftigen Turbulenzen auf dem Weltmarkt führte. Solche Ereignisse werden kein Einzelfall bleiben.
Zukunft für alle: Faire Handelsbedingungen gefordert!Zukunft für alle: Faire Handelsbedingungen gefordert!
Berlin, 10.08.2012: Harte Arbeit, sklavenartige Beschäftigungsverhältnisse und kaum Chancen auf Bildung: Das sind die Folgen des weltweiten Kampfes um Rohstoffe und Grundnahrungsmittel für viele Kinder und Jugendliche in den Ländern des Südens. Zum Internationalen Tag der Jugend plädiert die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. für eine Ausweitung des Fairen Handels.