A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Rückblicke
Webvideothek
Skandal-Zoo Nürnberg - Delfine suchen vergeblich Schutz
Erneut gerät der Tiergarten in Nürnberg wegen seiner umstrittenen Delfin-Haltung in den Fokus von Tierschützern. Ein nun veröffentlichtes Video zeigt, wie Delfine vergeblich versuchen, sich vor dem Baulärm in Sicherheit zu bringen.
Video >>
"Die Rechnung"
In dem von Regisseur Peter Wedel umgesetzten Kurzfilm unterhalten sich drei Freunde in einer Kneipe über ihre Erlebnisse in den vergangenen Wochen. Dabei entsteht ein buntes Klimasündenregister, das durch das Auftreten der Kellnerin zugespitzt wird.
Video >>
Eisbär Knut
Vor mehreren Wochen hatte die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. vor der tier- und artwidrigen Haltung Knuts gewarnt. Insbesondere die Zusammenführung Knuts in einem Gehege mit den drei Bärendamen Tosca, Katjuscha und Nancy konnte nicht gut gehen.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News
Was Beschränkte mit Beschränkungen zu tun haben

Familie und Beruf sind (so) nicht zu vereinbaren

Häuser modernisieren und energetisch optimieren

Die analoge Revolution

Die Verzauberung der Welt durch die Naturwissenschaften

Auf dem Bauernhof

Gesellschaftliche Transformation und die Verantwortung der Wissenschaften

Der Geschmack Marokkos

Wohlfühlen unter dem Dach

Historische Holzbauwerke

Inserate
Umweltlexikon-aktuell.de | Weiteres, Sonstiges  | Artikel Nr.: 209

Stichwort: "Vorreiter" in der Rubrik Weiteres / Sonstiges

Deutschland wähnt sich häufig innerhalb Europas einer V.-Rolle im Umweltschutz. Nimmt man die Pro-Kopf-Umweltausgaben zum Maßstab, so steht Deutschland nach der Wiedervereinigung hinter Österreich und vor den Niederlanden an zweiter Stelle.
Gemessen am Industrialisierungsgrad, Verkehrsdichte, Bevölkerungsdichte, Abfallaufkommen und anderen Indikatoren für Umweltbeeinträchtigungen kann dies aber nicht verwundern.
In den vergangenen 10 Jahren hat die BRD nicht zuletzt aufgrund eines gestiegenen Problemdrucks (Waldsterben, Gewässerbelastung, Abfall), erhöhten Umweltbewußtseins in der Bevölkerung sowie einer ansteigenden Handlungsbereitschaft in Politik, Wirtschaft und Medien in der Tat die Umweltpolitik entschlossener angepackt, als dies manche andere Mitgliedsstaaten der EG getan haben. Zu erwähnen sind:
- die Begrenzung von Luftschadstoffen durch die Großfeuerungsanlagenverordnung, die Vorbild der Großfeuerungsanlagenrichtlinie der EG war,
- die Entwicklung ökologischer Produktstandards, die z.B. für Kfz, für bestimmte Baustoffe oder FCKW-haltige Produkte gelten, auch Öko-Gütesiegel (Umweltzeichen) - allerdings z.T. mit erheblicher Verspätung gegenüber den USA und Japan,
- der Bau von Kläranlagen (Abwässerreinigung), Abgaben für Abwässereinleitungen,
- die internationale Tropenholz-Politik,
- die Forcierung der Recyclingwirtschaft und
- Produktion und Export von Umwelttechnologien.
Von einer V.-Rolle kann dennoch nicht gesprochen werden. Vielmehr haben andere Europäische Staaten ihrerseits partiell Führungspositionen eingenommen, so z.B.:
Dänemark, Niederlande und Italien in puncto ökologische Steuerreform, Dänemark, Niederlande und Großbritannien in puncto ökologische Reform der Landwirtschaft, Spanien und England beim Unterschutzstellen von ökologisch wertvollen Gebieten entsprechend der Vogelschutzrichtlinie der EG, Schweden und Dänemark bei der Verfolgung einer konsequenten Energiesparpolitik, Schottland bei der Wiederbewaldung mit einheimischen Baumarten, Belgien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien und die Niederlande beim Verbandsklagerecht für Umweltverbände.
Bezogen auf die Umsetzung von EG-Richtlinien nimmt Deutschland einen Mittelrang innerhalb der EG ein. Verspätet und rechtlich unzureichend umgesetzt wurden u.a. die Trinkwasserrichtlinie, die Seveso-Richtlinie, die Vogelschutzrichtlinie und die Immissionsschutzrichtlinien für Schwefeldioxid und Stickoxide. Ferner zeigt die deutsche Politik keine Bereitschaft zur konsequenten Umsetzung der Richtlinie zur Umweltverträglichkeitsprüfung. Es gibt großzügige Ausnahmeregelungen, die Öffentlichkeit wird beim Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz ausgeschaltet, nicht alle Bundesländer haben Landesgesetze erlassen - Dinge, die von der EG-Kommission mehrfach gerügt wurden.
In anderen umweltrelevanten Sektoren nimmt Deutschland häufig eher eine abwartende Haltung ein, so etwa bei möglichen Produktverboten von Umweltgiften, in der Regelung der Gentechnologie oder bei der Nordsee-Schutzpolitik.
Schließlich ist auch die explizite Gegnerschaft Deutschlands gegen ökologische Forderungen anderer europäischer Staaten zu nennen:
gegen die Naturschutz-Richtlinie der EG wegen möglicher Folgen für die Landwirtschaft, gegen die Einführung einer deutschen und EG-weit einheitlichen Geschwindigkeitsbegrenzung, gegen die von den Alpenländern geforderten Verkehrsbeschränkungen im Alpentransitverkehr, gegen die von der EG-Kommission geforderte städtische Umweltpolitik auf EG-Ebene, gegen die entschlossene Einführung einer europäischen Kohlendioxidsteuer (Kohlendioxidproblem) auch ohne ein Mitziehen der USA und Japans und gegen die Beendigung der Förderung von Atomprogrammen (Kernkraftwerk) etwa im Bereich der EG-Forschungspolitik.





Stand: 14. Februar 2012
Erstellt: 14. Februar 2012

Weitere Meldungen zum Thema "Umweltschutz":

Prinzipien als Wegbereiter eines globalen Umweltrechts?Prinzipien als Wegbereiter eines globalen Umweltrechts?
Köln, 19.08.2014: Gravierende Umweltprobleme machen vor Ländergrenzen nicht Halt und erfordern ein globales Umweltrecht. Verhandlungen über neue Umweltschutzabkommen gestalten sich jedoch als schwierig und bleiben oft hinter den Erwartungen zurück.
Nachhaltige Produkte beschleunigen RessourcenverbrauchNachhaltige Produkte beschleunigen Ressourcenverbrauch
Köln, 10.07.2014: Nachhaltige Produkte sind „voll trendy“. Doch genau das ist ein Umweltproblem! Was nutzen all die neuen „ökologisch korrekten“ Produkte, wenn wir immer mehr davon in immer kürzeren Zeitabständen konsumieren?
Berliner Bürgerinnen und Bürger haben entschieden: Natur und Weite haben VorrangBerliner Bürgerinnen und Bürger haben entschieden: Natur und Weite haben Vorrang
Berlin, 26.05.2014: Im allgemeinen Europawahlkampf war diese Meldung in den deutschlandweiten Nachrichten etwas untergegangen. Dabei haben die Berliner Bürgerinnen und Bürger erneut unter Beweis gestellt, dass sie sich durch Wahlmarathon, Stimmungsmache und Grillwetter nicht vom Urnengang abhalten lassen.
Schnell und umweltfreundlich DBU-Förderung beantragenSchnell und umweltfreundlich DBU-Förderung beantragen
Osnabrück, 23.05.2014: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert nicht nur innovative und modellhafte Projekte zum Schutz von Umwelt und Natur. Sie trägt auch selber zum Umweltschutz bei. Seit heute können kleine und mittelständische Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Vereine und Verbände ihre Anträge auf eine DBU-Förderung auch online unter www.dbu.de/antragstellung stellen.
Klein aber oho! Wertvolle Beiträge zum Schutz der biologischen VielfaltKlein aber oho! Wertvolle Beiträge zum Schutz der biologischen Vielfalt
Osnabrück, 16.04.2014: Seit April 2014 prämiert die UN-Dekade Biologische Vielfalt neben langfristig angelegten Projekten in Deutschland nun auch kleinere Beiträge, die sich für den Schutz, die Erforschung und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt einsetzen. Die ersten Publikationen und Veranstaltungen tragen bereits das neue Qualitätssiegel „Beitrag zur UN-Dekade Biologische Vielfalt“.
Luftverkehrsrecht: Bärendienst für Mensch und NaturLuftverkehrsrecht: Bärendienst für Mensch und Natur
Berlin, 05.04.2014: Die EU hat Defizite im deutschen Luftverkehrsrecht gerügt und fordert, dass in Zukunft auch für die Festlegung von Flugrouten einheitlich eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt werden soll. Doch letzte Veröffentlichungen aus dem Bundesverkehrsministerium stimmen Naturschützer misstrauisch.
Von Thailand bis Tahiti: Neue Rekorde bei globaler Klimaschutzaktion Earth Hour Von Thailand bis Tahiti: Neue Rekorde bei globaler Klimaschutzaktion Earth Hour
Berlin, 31.03.2014: Von Thailand bis Tahiti, vom Vatikan bis Las Vegas und von der Internationalen Raumstation bis in den Sudan – am Samstag fand die achte WWF Earth Hour unter Rekordbeteiligung statt. Um ein Zeichen für den Schutz des Planeten zu setzen, schalteten jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit Millionen Menschen und über 7.000 Städte in insgesamt 160 Ländern die Lichter aus.
Earth Hour: Um 20:30 Uhr gehen weltweit die Lichter aus Earth Hour: Um 20:30 Uhr gehen weltweit die Lichter aus
Berlin: Rund um den Globus gehen am Samstag für eine Stunde die Lichter aus. Während der WWF-Earth Hour 2014 legen Menschen auf der ganzen Welt um 20:30 Uhr den Schalter um.
didacta 2014didacta 2014
Stuttgart: Bei der didacta 2014 präsentiert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) an ihrem Gemeinschaftsstand vier Projektpartner mit ihren Vorhaben, die auf ganz unterschiedliche Weise Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu den Themen Umweltschutz, Energie und Klima ansprechen:
Am 29. März ist Earth Hour in BerlinAm 29. März ist Earth Hour in Berlin
Berlin, Am Samstag, den 29. März gehen um 20:30 Uhr rund um den Globus für eine Stunde die Lichter aus. Während der WWF Earth Hour legen Millionen Privatpersonen symbolisch den Schalter um und setzen ein Zeichen für den Klima- und Umweltschutz.