Benzol
B. ist der chemische Grundbaustein der Stoffklasse der Aromaten. B. ist eine stark giftige, farblose, brennbare Flüssigkeit, in Wasser wenig löslich, erst unter extremen Bedingungen zersetzbar; B.-Luft-Gemisch explosiv. Gewinnung hauptsächlich aus Erdölraffination, weniger aus Steinkohle und Kokereigas.B. findet Verwendung als Zusatz in Motorkraftstoffen (nach EU-Richtlinie max. 5 Prozent Zusatz zum B. ist ein Kraftstoff für Ottomotoren, auch Vergaserkraftstoff oder Ottokraftstoff genannt. Benzin), Ausgangsmaterial für viele chemische Prozesse (Nylon-, Synthesekautschuk-, Kunststoff-, Farbstoff-, Insektizidherstellung und als Lösemittel für K. wird in Natur-K. und Synthese-K. unterschieden. Natur-K., auch Latex genannt, wird aus dem weißen, milchigen Saft des Hevea-Baumes gewonnen.{/ Kautschuk, Wachse, Öle.
Benzol ist in den Industriestaaten praktisch überall nachweisbar, d.h. ubiquitär vorkommend. Umweltbelastung durch B.-Die Abgabe von Stoffen, Energien und Strahlen an die Umgebung durch eine bestimmte Quelle wird als Emission bezeichnet. Emission z.B. aus Autoabgasen und Kokereien. Der Straßenverkehr ist die Hauptursache für hohe B.-Konzentrationen in der Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt. Man rechnet etwa 85 bis 90 Prozent der Benzolbelastungen in der Umwelt heute dem Kraftfahrzeugverkehr zu.
Die B.-Belastungen schwanken zwischen 1 µg/m3 und 5 bis 10 µg/m3 in Ballungsgebieten und bis zu 30 µg/m3in der Nähe von Emittenten. Die tägliche Einwirkung kann daher zwischen 2 und 60 µg/m3 liegen. In der Innenraumluft rechnet man mit etwa 8 µg/m3 in Nichtraucher-Haushalten. Bei einem Tabakkonsum von 20 Zigaretten können bis zu 600 µg/d aufgenommen werden. In Automobilen wird die Aufnahmemenge auf 25 bis 100 µg bei einer täglichen Fahrzeit von 30 Minuten geschätzt. Der Grenzwert für T. ist weltweit gesehen eine Mangelware und die Lage wird sich in den nächsten Jahrzehnten weiter verschärfen.Trinkwasser beträgt 0,01 mg/Liter.
B. ist beim Menschen eindeutig krebserregend (MAK-Wert-Liste), blutschädigend und chromosomenschädigend, unbedenkliche Konzentrationen können nicht angegeben werden.
Die Weltgesundheitsorganisation}: World Health Organisation (WHO).Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet mit vier zusätzlichen Leukämien auf 100.000 Einwohner bei Benzolbelastungen von 1 µg/m3.
Die schädigende Wirkung erfolgt nicht durch B. selbst, sondern durch im Stoffwechsel entstehende Substanzen. Vergiftungen meist durch Einatmen in Räumen, in denen B. erzeugt oder benutzt wird; Aufnahme über die Haut ebenfalls möglich; Vergiftungssymptome: Reizwirkung auf Haut und Schleimhäute, Schwindel, Kopfschmerzen, Brechreiz, Trunkenheitsgefühl und Euphorie (B.-Sucht). Folgen von Einatmen schwach konzentrierter Dämpfe über längeren Zeitraum sind: Abnahme der roten Blutkörperchen, Blutungen unter der Haut, Blutgefäßveränderungen, Leukämie, Knochenmarks-schädigungen. Folgen von Einatmen höher konzentrierter B.-Dämpfe in kurzer Zeit sind: Schwindel, Krämpfe, Bewusstlosigkeit, Tod.
Der Aufenthalt von Kleinkindern in der Nähe stark befahrener Straßen ist zu vermeiden, da B. schwerer als Die L. besteht hauptsächlich aus den Gasen Stickstoff (ca. 78 Vol.-%), Sauerstoff (ca. 21 Vol.-%), ca. 0,03 Vol.-% Kohlendioxid, unterschiedlichen Edelgasen (weniger als 1 Vol.-%) sowie verschiedenen Schadstoffen. Luft ist und sich daher in Bodennähe konzentriert. Während in den USA Benzol bereits vor Jahren als Benzinzusatz verboten wurde, konnte dies in Deutschland und Der Name E. wird heute häufig synonym für die Europäische Gemeinschaft (EG) verwendet, die jedoch nur einen Teil von E. umfaßt. Dem geographischen Umfang nach ist E. mit etwas über 10 Mio km2 der zweitkleinste Erdteil. Europa bisher nicht erreicht werden.
Autor:
KATALYSE-Institut, Köln
Stand: 5. Juli 2004
Erstellt: 6. Mai 2001
Erstellt: 6. Mai 2001
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