A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Rückblicke
Webvideothek
Nahrungsmittelspekulation
Die Deutsche Bank droht mit rechtlichen Schritten und Schadenersatzklage gegen einen Film über Nahrungsmittelspekulationen, sollte nicht eine Passage des Pressesprechers Frank Hartmann herausgenommen werden.
Video >>
Frühstücksflocken
Frühstücksflocken, die für Kinder vermarktet werden, sind fast ausnahmslos überzuckert und erfüllen nicht die Ansprüche an ein kindgerechtes Frühstück. Das zeigt ein Marktcheck von foodwatch.
Video >>
Newsblackout Tibet
Bei YouTube tauche ein Video von BBC auf, das vermutlich von chinesischem Sicherheitspersonal aufgenommen wurde und den anfänglichen Protest vom 10. März der Mönche von Drepung zeigt.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News
Zukunftsweisendes Regenwassermanagement von Städten

Jahrbuch Umwelt- und Technikrecht 2015

Welche Zukunft für die Alpen?

Schmetterlinge der Alpen

Häuser mit Charakter

Übergangsbestimmungen EEG

Macht Brot dumm?

Sparkassenkunden aufgepasst!

Die Welt der Biene

Energiequelle für Jedermann?

Inserate
Umweltlexikon-aktuell.de | Substanzen und Werkstoffe  | Artikel Nr.: 850

(ChemG). Gesetz zum Schutz vor gefährlichen Stoffen von 1980. Die letzte Änderung vom 14.3.1990 ist ab dem 1.8.1990 gültig.

Sie regelt vor allem das Inverkehrbringen neuer Stoffe. Nach dem Vorsorgeprinzip müssen neue Chemikalien vor der Vermarktung einer Prüfung unterzogen werden, die der Hersteller selbst durchführt (Gesundheits-, Arbeits-, Umweltschutz) und im Anmeldungsverfahren förmlich überprüft wird. Umfangreichere Untersuchungen sind nur bei hohen Produktionsmengen vorgeschrieben.

Bis Mitte 1985 wurden nur ca. 10 Chemikalien von den Firmen nach C. angemeldet, da vor Inkrafttreten des C. noch alle irgendwie bekannten Substanzen als Altstoffe angemeldet wurden, so daß sie nicht mehr unter das C. fielen. Die Industrie hat bislang noch keine Langzeitstudie bzgl. der 100.000 Altstoffe durchgeführt. Bis 1991 lagen EG-weit ca. 5.000 Anmeldungen vor. Die Zahl der Anmeldungen in Westdeutschland betragen ca. 1.400 bei 2.000 Mitteilungen.

Die Anmeldungen beziehen sich wegen Doppelmeldungen auf ca. 700 Stoffe. Hersteller von Altstoffen können zur Prüfung aufgefordert werden, wenn Hinweise auf Gefahren ("tatsächliche Anhaltspunkte", d.h. sehr begründeter Verdacht) vorliegen. Die zuständige Behörde kann ein befristetes Verbot, die Bundesregierung kann generelle Verbote und Beschränkungen für einzelne Stoffe über den Weg von Verordnungen aussprechen.

Bisher hat es Verordnungen zum Verbot von PCB, polychlorierte Terphenyle (PCT) und zur Beschränkung von Vinylchlorid (VC) am 18.7.1989 und die Pentachlorphenol-Verbotsverordnung vom 12.12.1989 gegeben. In der Praxis handelt es sich gerade nicht um ein Zulassungsverfahren als vielmehr um ein Anmeldeverfahren. Die 45-Tage-Frist, vom Einreichen der Prüfungsunterlagen bis zur automatischen Anwendung einer Chemikalie, auch wenn die Überprüfung der Angaben noch nicht abgeschlossen ist, ist viel zu kurz bemessen.

Die Mengenschwellen, die zu abgestuften Prüfanforderungen verpflichten, sind zu hoch angesetzt. Diese Mengenschwellen gelten je Hersteller, so daß die Gesamtmenge von 1 t weit überschritten werden kann, ohne daß der Stoff gemeldet werden muß. Bei der Novellierung des C. sind allerdings die Meldepflichten für Stoffe ausgeweitet worden, die von der Anmeldung ausgenommen sind, wie z.B. Stoffe unter 1 t je Hersteller und Jahr sowie Stoffe, die nicht innerhalb des EG-Raumes vermarktet werden.

Um auch Mitteilungspflichten bei alten Stoffen einzufordern, muß die Bundesregierung Rechtsverordnungen erlassen und auch dann, wenn die Stoffe in Mengen über 10 t insgesamt in den Verkehr gebracht werden. Die Industrie kritisiert in letzter Zeit zunehmend das Verhalten der Prüfstellen, zusätzlich Prüfungen auf umweltgefährdende Eigenschaften zu verlangen, die aufgrund der hohen Kosten angeblich die Innovationsfähigkeiten behindern.

Nicht angemeldet werden müssen Zwischenprodukte, die zwar hergestellt werden, das Werk aber nicht verlassen. Damit entzieht sich ein großes Gefahrenpotential staatlicher Kontrolle. Von den ca. 100.000 Altstoffen, die vor dem 18.9.1981 in den Verkehr gebracht wurden, sind nach 10 Jahren erst ca. 100 Stoffberichte von der Altstoffkommission abgeschlossen worden.

Das Auswahlverfahren läßt alle Zweifel bestehen, ob hiermit die wichtigsten Altstoffe ausgesucht wurden. Die Bearbeitungszeit läßt erahnen, wie lange die Aufarbeitung der Altstoffe noch dauern wird.

Stichwortstand 1993

    @Umweltlexikon?
  • FCKW, Chlorfluorkohlenstoffe

Stand: 13. Februar 2012
Erstellt: 13. Februar 2012

Weitere Meldungen zum Thema "Chemie":

Baden im eigenen NaturpoolBaden im eigenen Naturpool
Köln, 17.04.2015: Die Autoren lüften das Geheimnis des natürlichen glasklaren Wassers ohne Chemie. Sie zeigen, wie sich mit diesem Wissen und der entsprechenden Art der Anlage Schwimmteiche und Naturpools in jeder Region für jede Gartensituation und jeden Anspruch perfekt verwirklichen lassen.
Ecological BiochemistryEcological Biochemistry
Köln, 13.11.14: Zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder behandelt ein Lehrbuch dieses immer wichtiger werdende Thema - gerade in Zeiten des globalen Klimawandels. Eine kurze Einführung zu Beginn von "Ecological Biochemistry" deckt die Grundlagen der Biochemie und Molekularbiologie in ausreichender Tiefe ab.
Geothermie: Energiequelle aus der TiefeGeothermie: Energiequelle aus der Tiefe
Köln, 22.07.2014: Die Geothermie oder Erdwärme zählt zu den regenerativen Energiequellen. Das nunmehr bereits in der 2., überarbeiteten und aktualisierten Auflage vorliegende Lehrbuch gibt einen Überblick über alle derzeit verfügbaren Nutzungssysteme der oberflächennahen und tiefen Geothermie und betrachtet diese bezüglich ihrer Effizienz und potentieller Umweltauswirkungen.
didacta 2014didacta 2014
Stuttgart: Bei der didacta 2014 präsentiert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) an ihrem Gemeinschaftsstand vier Projektpartner mit ihren Vorhaben, die auf ganz unterschiedliche Weise Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu den Themen Umweltschutz, Energie und Klima ansprechen:
Karnevalsmasken und -kostüme oft mit Schadstoffen belastetKarnevalsmasken und -kostüme oft mit Schadstoffen belastet
Hamburg, 30.01.2014: Viele Karnevalsartikel, die zurzeit in Geschäften angeboten werden, sind billige Saisonware. Kunststoffmasken enthalten oft krebserregende Stoffe oder schädliche Weichmacher, die besonders für Kinder gefährlich werden können, und in Kostümen verbergen sich in vielen Fällen schädliche Farbstoffe.
Ressourceneffizienz und Wirtschaftlichkeit in der ChemieRessourceneffizienz und Wirtschaftlichkeit in der Chemie
Köln, 20.12.2013: Jedes chemische Unternehmen muss sich heute mit den Themen Ressourceneffizienz und Wirtschaftlichkeit auseinander setzen. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, sind optimierte Prozesse und Verfahren unverzichtbar.
Hautpflegeprodukte im naturwissenschaftlichen UnterrichtHautpflegeprodukte im naturwissenschaftlichen Unterricht
Osnabrück, 05.11.2013: „Chemie, die unter die Haut geht – Hautpflegeprodukte im naturwissenschaftlichen Unterricht herstellen, untersuchen und bewerten“.
Das Gefahrstoffbuch: Sicherer Umgang mit Gefahrstoffen nach REACH und GHSDas Gefahrstoffbuch: Sicherer Umgang mit Gefahrstoffen nach REACH und GHS
Köln, 28.10.2013: Der Umgang mit Chemikalien und anderen gefährlichen Stoffen ist in Beruf und Gewerbe streng reglementiert - durch die EU und ergänzende nationale Gesetze Vorschriften zu kennen reicht jedoch nicht aus, um Gefahren für Beschäftigte und Umwelt auszuschließen.
ÖKO-TEST Weintrauben Bio durchgefallenÖKO-TEST Weintrauben Bio durchgefallen
Augsburg, 28.09.2013: Nein, dieses Mal kann das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST kein Loblied auf die Öko-Produkte anstimmen. Denn bei einer Untersuchung von 27 Proben Weintrauben aus konventionellem und Bio-Anbau kam heraus.
Keine Auffälligkeiten bei den Lebensmittelproben aus der Warsteiner BrauereiKeine Auffälligkeiten bei den Lebensmittelproben aus der Warsteiner Brauerei
Düsseldorf, 24.09.2013: 7 amtliche Proben wurden im Zuge des Legionellen-Ausbruchs bei der Warsteiner Brauerei aus Vorsorgegründen genommen und untersucht.