Umweltlexikon-aktuell.de | Substanzen und Werkstoffe  | Stichwort: Fluor



Chemisches Element der VII. Hauptguppe (Halogene), Symbol F, Ordnungszahl 9, Schmelzpunkt -219,6 Grad C, Siedepunkt -188,1 Grad C, schwach grünlich-gelbes, stechend riechendes, giftiges, stark ätzendes Gas (F2).

Unter allen Elementen zeigt F. die stärkste chemische Aktivität. MAK-Wert 0,2 mg/m3 bzw. 0,1 ppm.

Aufgrund der hohen Reaktionsfreudigkeit kommt F. in der Natur nicht elementar, sondern in Form seiner Verbindungen (Fluoride) in Flußspat-, Apatit-, Glimmer- und Granitgesteinen vor und hat einen Anteil in der oberen Erdkruste von durchschnittlich 0,065%. Fluoride sind die Anionen der Salze der Flußsäure (HF, Fluorwasserstoff).

Durch Verwitterung oder Gewinnung bestimmter mineralischer Komponenten (z.B. Aluminium- oder Rohphosphatgewinnung) werden fluoridhaltige Verbindungen an die Umwelt abgegeben.

F.-Verbindungen treten auch in industriellen Emissionen auf, z.B. bei Aluminium-, Email-, Keramik-, Zement- und Ziegelindustrie, von Kraftwerken (besonders Braunkohle) und Müllverbrennungsanlagen. In der Nähe solcher Anlagen können durch F.-haltige Stäube und Gase die Fluoridgehalte des Bodens um mehrere 100 ppm ansteigen. Als tolerierbare Gesamtkonzentration in Böden gelten 200 ppm.

In der Technik findet F. Anwendung in der Herstellung von z.B. Uranhexafluorid (Trennung von Isotopen für Kernbrennstoffe, Brennstoffkreislauf) und FCKW (Kältemittel und Treibgase).

F. ist für den Menschen ein essentielles Element und findet sich z.B. im Zahnschmelz (0,1-0,3 g/kg), Dentin (0,2-0,7 g/kg), Knochen (0,9-2,7 g/kg) und Blut (0,18 mg/l). Kinder benötigen für den Knochen- und Zahnschmelzaufbau mindestens 1 mg F./Tag, geringere Mengen können zu Kariesanfälligkeit und Schäden am Knochengerüst führen. In einigen Ländern werden aus diesem Grunde Trinkwasserfluoridierungen durchgeführt, die jedoch umstritten sind. Überdosierungen von F. können zu chronischen Schäden führen, wie gefleckter Zahnschmelz, brüchige Zähne, Skelett- und Schilddrüsenveränderungen sowie Nierenschäden.


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Stand: 11. Maerz 2003
Erstellt: 14. Mai 2001


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