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N. (NTA ist ein Komplexbildner, der u.a. zur Wasserenthärtung eingesetzt wird.NTA) ist ein stickstofforganischer Komplexbildner, der vielfältige Anwendung findet, z.B. in der Galvanik und der Fotoindustrie.Besondere Bedeutung hat N. aber als
Phosphatersatzstoff in Wasch- und Reinigungsmitteln. So ist in der Schweiz, wo seit 1986 ein Phosphatverbot in Waschmitteln gilt, ein N.-Zusatz von bis zu 5% erlaubt. In
Deutschland war es auf Grund offener Fragen zur Umweltverträglichkeit von N. zu einer freiwilligen Vereinbarung mit der
Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie über die Beschränkung des N.-Einsatzes in Waschmitteln gekommen, die aber praktisch nie ausgeschöpft worden ist. 1989 lag der Gesamtverbrauch bei 2.000 t. Da N. ein potenter Komplexbildner für
Sammelbezeichnung für Metalle mit einer Dichte von über 4,5 g/cm3. Schwermetalle ist, wurde Mitte der 80er Jahre ein umfangreiches Forschungsprogramm aufgelegt, das dringende Fragen zur Abbaubarkeit (
Photochemischer Abbau, Chemischer Abbau, Physiologischer Abbau.Abbau), zum Remobilisierungspotential und der Beeinträchtigung der Trinkwasserversorgung abklären sollte (
Trinkwasseraufbereitung,
Zurückführen einer fest gebundenen chemischen Verbindungsform eines Stoffes (z.B. Schwermetall) in eine weniger stark gebundene oder lösliche Form.Remobilisierung).
Der Abschlußbericht wurde 1991 veröffentlicht, danach wird N.:
1. in mechanisch-biologischen
Kläranlagen (
Abwasserreinigung) temperaturunabhängig zu ca. 95% abgebaut. In Kleinkläranlagen, die heute noch immerhin knapp 8% der häuslichen Abwässer behandeln, sinkt dagegen die N.-Elimination im Winter stark ab. Unter
anaeroben Bedingungen kommt der
Photochemischer Abbau, Chemischer Abbau, Physiologischer Abbau.Abbau offensichtlich auch zum Erliegen.
2. Auswirkungen auf die Mobilität von Schwermetallen werden nur und in relativ geringem Umfang bei der verringerten
Durch Absorption und Adsorption (Abgasreinigungsverfahren) können Schadstoffe aus Rauchgasen abgeschieden werden. Abscheidung von
Chemisches Element der VIII. Nebengruppe, silberglänzendes, gut formbares, ferromagnetisches Metall.Nickel in
Kläranlagen und als
Zurückführen einer fest gebundenen chemischen Verbindungsform eines Stoffes (z.B. Schwermetall) in eine weniger stark gebundene oder lösliche Form.Remobilisierung von
Chemisches Element, Symbol Zn, Ordnungszahl 30, Schmelzpunkt 419,5 Grad C, Siedepunkt 907 Grad C, Dichte 7,13 g/cm3. Schwermetall, das für Mensch, Tier und Pflanze essentiell ist.Zink aus Gewässersedimenten festgestellt. Insgesamt wird bei den jetzigen N.-Gehalten in Fließgewässern keine Gefahr höherer Schwermetallgehalte für die Trinkwassergewinnung gesehen.
3. Durch N. wird das Wachstum von
Artenreiche Abteilung des Pflanzenreichs. Niedere, autotroph lebende Pflanzen aus einzelnen Zellen oder Zellverbänden, die zumeist im Wasser, aber auch im Boden leben.Algen und anderen Wasserpflanzen, allerdings nur sehr schwach, begünstigt (
Eutrophierung).
4. Eine vollständige Entfernung von N. aus dem
Trinkwasser ist nur unter bestimmten Bedingungen durch
Ozonierung möglich, die
Anheftung eines Stoffes an die Oberfläche eines anderen Stoffes, ohne daß dabei feste Bindungen ausgebildet werden, z.B. A. von Schadstoffen an Aktivkohle. Nicht zu verwechseln mit AbsorptionAdsorption an
Aktivkohle ist kaum wirksam.
5. Im Mündungsbereich der Flüsse wird N. mit zunehmendem Salzgehalt und sinkender
Globaler T.-Anstieg: Treibhauseffekt; T. im Wohnbereich: RaumklimaTemperatur immer schlechter abgebaut.
Zusammenfassend wird geschlossen, daß N. unter Süßwasserbedingungen eine biologisch gut abbaubare Substanz ist, deren begrenzter Einsatz tolerierbar und zum Ersatz stärker umweltbelastender Stoffe geeignet ist.
Das
Bundesgesundheitsamt hat aus trinkwasser- und gewässerhygienischen Gründen im Falle des N. einen Leitwert von 20 mycrog/l für Fließgewässer vorgeschlagen. Es wird erwartet, daß unter den gegebenen Umständen N. im
Trinkwasser 3 mycrog/l i.d.R. nicht überschreitet.
Die aktuellen N.-Konzentrationen in deutschen Flüssen liegen um 10 mycrog/l und darunter, es treten aber auch Spitzen deutlich über dem BGA-Leitwert auf.
Die aquatische Toxizität von N. ist mäßig und liegt bei Fischen und Daphnien im Bereich 80-1.000mg/l (
LC50- bzw. EC50-Werte) und ist abhängig von der Wasserhärte.
Eine noch wesentlich größere Umweltrelevanz als N. besitzt
Abkürzung für Ethylendiamintetraessigsäure. EDTA.
Stichwortstand: 1993