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Im engeren Sinne Bezeichnung für S. sind Verbindungen, die aus Ionen aufgebaut sind, wobei anorganische S. entweder aus Metall-Kationen oder dem Ammonium-Ion NH4+ (Ammoniak) und aus Säurerest-Anionen bestehen. Salze der einfachen Phosphorsäure (Orthophosphorsäure H3PO4). Umgangssprachlich werden so aber auch die
S. sind Verbindungen, die aus Ionen aufgebaut sind, wobei anorganische S. entweder aus Metall-Kationen oder dem Ammonium-Ion NH4+ (Ammoniak) und aus Säurerest-Anionen bestehen. Salze höherer, d.h. längerkettiger Phosphorsäuren bezeichnet. Herausragende Bedeutung haben die P. als Düngemittel in der
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft, doch finden sich weitere zahlreiche Anwendungen, so in der Lebensmitteltechnologie (z.B. als Backpulver, Schmelzsalze), Färberei, Metallverarbeitung, Papierfabrikation etc. Der früher bedeutende Einsatz des Pentanatriumtri-P. als
Gerüststoff in Wasch- und Reinigungsmitteln ist dagegen unter dem Eindruck des
Eutrophierungs-Problems und den daraus resultierenden Einsatzbeschränkungen in den Industriestaaten stark rückläufig.
Die nationalen Strategien zur Erreichung einer P.-Reduzierung waren unterschiedlich: Sie reichten vom P.-Verbot in
Waschmitteln wie in der Schweiz und Norwegen über Einsatzbeschränkungen z.B. in Deutschland und Österreich (Phosphathöchstmengenverordnung) bis hin zu Industrievereinbarungen (Beispiel Niederlande, wo sich die
Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie bis 1990 zum vollständigen P.-Ersatz in Waschmitteln verpflichtete).
Während für deutsche Haushaltswaschmittel die P.-Substitution abgeschlossen ist, verbleiben noch allerdings mengenmäßig wesentlich kleinere Einsatzbereiche von P. in gewerblichen Produkten und v.a. bei Maschinen-
Spülmitteln. Die P.-Belastung der Oberflächengewässer aus Wasch- und Reinigungsmitteln ist drastisch zurückgegangen, so daß heute der Anteil anderer Belastungsquellen zunehmend in den Vordergrund tritt.
Entsprechend haben sich in den 80er Jahren die P.-Gehalte und -Frachten in deutschen Oberflächengewässern verringert. Lag noch 1978-81 die Gesamt-P.-Fracht im
Rhein an der Meßstelle Lobith (deutsch-niederländische Grenze) stabil bei knapp 1,5 kg/s Phosphor, war diese 1989 auf fast 0,6 kg/s Phosphor abgesunken, was einer Gesamtphosphatkonzentration von 0,33 mg/l entsprach (laut RIWA-Jahresbericht 1989).
Dagegen war in Flüssen wie der Mosel, deren Einzugsgebiet zu einem erheblichen Teil in Ländern ohne gesetzliche P.-Regulierung liegt, bis 1986 keine Abnahme der P.-Konzentration festzustellen.
Angesichts der bedrohlichen
Eutrophierung der kontinentalen Küstengewässer reicht die P.-Substitution in Wasch- und Reinigungsmitteln nicht aus. Stammten noch 1950 um 15% des in die Randmeere eingetragenen Phosphors aus
Der Begriff Luftverschmutzung fasst eine Vielzahl von Verunreinigungen der Luft mit umwelt- und gesundheitsgefährdender Substanzen zusammen.Luftverschmutzung, Einleitungen und v.a. den Flüssen, waren es 1980 53%. Auf der 2. Internationalen Nordseeschutzkonferenz 1987 und der Ministerkonferenz der Ostseeanrainerstaaten 1988 wurde daher grundsätzlich beschlossen, die Schad- und Nährstoffeinträge in
Nord- und
Ostsee bis 1995 um 50% zu verringern (bezogen auf 1985). In Umsetzung dieser Zielvorgabe wurde bezüglich des Gesamtphosphoreintrags aus
Kläranlagen (
Abwasserreinigung) ein Grenzwert von 2 mg/l Phosphor (bei Anlagenkapazitäten ab 20.000
Einwohnergleichwerten (EW)) und 1 mg/l Phosphor (ab 100.000 EW) verabschiedet. Diese Mindestanforderungen sind in den Anhang 1 der Allgemeinen Rahmen-
Im Gegensatz zu Rechtsverordnungen, die allgemeine Rechte und Pflichten der Bürger begründen, binden die von der Exekutive erlassenen V. nur die Angehörigen der eigenen und der nachgeordneten Behörden, soweit sie Weisungen bzgl. der Auslegung und Durchführung von Gesetzen und anderen Rechtsnormen enthalten. Verwaltungsvorschrift über Mindestanforderungen an das Einleiten von
Abwasser in Gewässer eingeflossen und finden sich in ähnlicher Weise in der EG-Richtlinie 92/271 wieder, welche allerdings erst bis zum Jahre 2005 vollständig umgesetzt werden muß.
Die Einhaltung dieser
Rechtliche zulässige Höchstwerte für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen sollen. Grenzwerte erfordert den Aufbau einer
dritten Reinigungsstufe in den betroffenen
Kläranlagen, da die P.-Elimination der heute noch überwiegenden zweistufigen, mechanisch-biologischen mit 39% gegenüber 90% nicht ausreicht. Eine ähnliche P.-Eliminierung kann durch eine Klärgrube (80%) erzielt werden.
Angesichts dieser Entwicklung zu flächendeckender P.-Fällung wurden in jüngster Zeit Stimmen laut, P. wieder als Gerüststoff in
Zur Säuberung von Textilien im wässrigen Medium bestimmte, komplex zusammengesetzte Wirkstoffgemische, die immer Tenside, meist auch Gerüststoffe, Bleichmittel etc. enthalten.Waschmittel einzuführen, um problematischen
Phosphatersatzstoffen aus dem Weg zu gehen. Soweit dies
N. (NTA) ist ein stickstofforganischer Komplexbildner, der vielfältige Anwendung findet, z.B. in der Galvanik und der Fotoindustrie. Nitrilotriacetat (
NTA ist ein Komplexbildner, der u.a. zur Wasserenthärtung eingesetzt wird.NTA) betrifft, besteht kein Handlungsbedarf, da es in Deutschland praktisch nicht in Waschmitteln verwendet wird. Die
Ist eine Gruppe von wasserlöslichen Polymeren auf der Basis von vorzugsweise Acrylsäure.Polycarboxylate sind zwar nicht biologisch abbaubar, ob von ihnen aber schädliche Einflüsse ausgehen, ist im Gegensatz zum P. umstritten. Vom
Dieses wasserunlösliche, synthetische Natriumaluminiumsilikat (Handelsname: Sasil) ist der weltweit erfolgreichste Phosphatersatzstoff und wird als Gerüststoff in einer Vielzahl von Waschmitteln eingesetzt.Zeolith A und Citrat gehen nach übereinstimmender Ansicht keine nennenswerten Gefahren aus.
Andererseits müßten bei Wiedereinführung der P.-
Zur Säuberung von Textilien im wässrigen Medium bestimmte, komplex zusammengesetzte Wirkstoffgemische, die immer Tenside, meist auch Gerüststoffe, Bleichmittel etc. enthalten.Waschmittel die heute erreichten niedrigen Dosierungsempfehlungen (nur noch etwa die Hälfte der Mitte der 80er Jahre üblichen) zumindest teilweise wieder angehoben werden.
Weiterhin gelten die scharfen P.-Einleitungswerte nur für mittlere und größere
Kläranlagen ab 20.000 Einwohner. Allein in Westdeutschland gibt es 7.915 kleinere
Kläranlagen, die das
Abwasser von rd. einem Fünftel der Bevölkerung behandeln (Stand 1987). Bei einer Rückkehr zu P.-Waschmitteln würde der derzeitige Eintrag von 8.600 t/Jahr Phosphor aus diesen Anlagen auf 20.500 t/Jahr steigen.
In Ostdeutschland müssen überhaupt erst einmal
Kläranlagen gebaut bzw. saniert werden. Schließlich sind auch 6% der Bewohner der alten Bundesländer nicht an die öffentliche
Kanalisation angeschlossen und weitere Anteile Mischabwasser (
Abwasser und
Regenwasser) gehen ohne Klärung in die
Vorfluter.
Dringend erforderliche Maßnahmen bleiben daher:
- Beibehaltung der P.-Substitution in Waschmitteln und Ausdehnung auf alle
Eine unübersehbare Vielfalt an Pflege- und R. wird heute dem Verbraucher angeboten. Die Palette reicht vom Backofenspray über Mülleimerdeos bis zum Desinfektionsreiniger.
Reinigungsmittel (Maschinenspülmittel)
- Verminderung der P.-Belastung durch die
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft- Erhöhung des Anschlußgrades an öffentliche Abwasseranlagen und der Mischwasserrückhaltung
- weiterer Ausbau der P.-Elimination in
Kläranlagen.