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Umweltlexikon-aktuell.de | Substanzen und Werkstoffe  | Artikel Nr.: 1773



Als Pigmente werden, im Gegensatz zu den Farbstoffen, die in der Löse- oder Bindemitteln unlöslichen farbgebenden Stoffe bezeichnet.

Es wird unterschieden zwischen anorganischen Pigmenten (zum Beispiel Titandioxid, Bleiweiss, Cadmiumpigmente, Chromatpigmente) und organischen Pigmenten (zum Beispiel Azo-Pigmente) sowie den natürlichen Pigmenten, den Erdfarben und den künstlichen Mineralfarben.

Wirtschaftlich betrachtet bilden die anorganischen Pigmente für die Herstellung von Lacken und Anstrichfarben, so wie die Einfärbung von Emaille, Keramik, Glas etc. den Hauptanteil. Die Umweltbelastung durch anorganische Pigmente ist gravierend: Zahlreiche Rohstoffe für die anorganische Pigmentherstellung gelten als stark giftig und teilweise krebserzeugend (strenge Kennzeichnungspflicht), insbesondere Blei- und Cadmiumverbindungen.

Cadmiumverbindungen sind teilweise krebserzeugend, ebenso manche Chromverbindungen. Bei der Herstellung von Titandioxid (TiO2) nach dem Sulfatverfahren fällt Dünnsäure an, die bis 1990 auf hoher See verklappt wurde. Nach dem Bau von Dünnsäurerecyclinganlagen ist die Verklappung in Deutschland eingestellt worden (Abfallbeseitigung auf See).
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Stand: 24. Februar 2012
Erstellt: 17. Mai 2001

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