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Quecksilber

Chemisches Element, Symbol Hg, Ordnungszahl 80, Schmelzpunkt -38,84 Grad C, Siedepunkt 356,58 Grad C, Dichte 13,6 g/Kubikzentimeter.

Q. gehört zu den selten vorkommenden Metallen, trotzdem entweichen jährlich zwischen 55.000 und 180.000 Tonnen gasförmig aus natürlichen Quellen. Hinzu kommen 8.000 bis 38.000 t Q., die vom Menschen in die Umwelt freigesetzt werden (z.B. Q.-produzierende Industrie, Verkehr, Verbrennung von Kohle und Erdöl, Müllverbrennung sowie Erz- und Mineralaufbereitung) und weltweit verbreitet werden. 1995 betrugen die Q.-Emissionen Deutschlands 31 Tonnen.

Zur Beurteilung von Toxizität und Umweltgefährdung müssen metallisches Q., anorganische Q.-Verbindungen und organische Q.-Verbindungen unterschieden werden:
Monitoring-Studien über Konsumfischarten aus Nordsee und Nordatlantik weisen darauf hin, dass die Q.-Belastung in Seefischen hauptsächlich auf die altersbedingte Q.-Akkumulation natürlich vorkommenden Q. zurückzuführen ist. Thunfische galten lange Zeit als besonders Q.-belastet. Untersuchungen von Thunfischkonserven zeigen jedoch, dass die Q.-Belastung von Thunfischerzeugnissen in den letzten 15 Jahren nicht zugenommen hat und im Durchschnitt bei 0,21 mg/kg liegt. Wegen des geringeren Verdünnungspotentials für eingebrachte Schadstoffe findet man bei Fischen aus Binnengewässern deutlich höhere Belastungen als bei Seefischen.

Grenz- und Richtwerte



Stand: 30. Maerz 2004
Erstellt: 13. Mai 2001