Umweltlexikon-aktuell.de | Substanzen und Werkstoffe  | Stichwort: Schwefelwasserstoff



Schwefelwasserstoff ist eine Verbindung aus Schwefel und Wasserstoff, die nach faulen Eiern riechendes Gas, wobei der Geruch des farblosen, sehr giftigen Gases noch in einer Verdünnung von 0,1 ppm wahrnehmbar ist.

Der MAK-Wert liegt bei 10 ml/m3 (ppm) entsprechend 15 mg/m3. In der Umwelt kommt Schwefelwasserstoff häufig vor (Mineralquellen, Gewässer, Vulkangebiete, Abwässer). In der Natur entsteht Schwefelwasserstoff durch bakterielle Zersetzung von Eiweißen. Schwefelwasserstoff dient in der Technik zur Veredelung von Schmierstoffen, für Arzneimittel und Schädlingsbekämpfungsmittel u.a.

Der Wirkungsmechanismus bei Schwefelwasserstoff-Vergiftungen ist nicht geklärt, jedoch sind folgende Symptome bei der Inhalation von Schwefelwasserstoff bekannt: Bei 150 ppm fällt der Geruchssinn aus, bei 250 ppm kann ein Lungenödem auftreten, ab 500 ppm tritt eine Vergiftung mit Kollaps und drohender Atemlähmung ein.
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Stand: 6. Juni 2006
Erstellt: 8. Mai 2001


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