Umweltlexikon-aktuell.de | Substanzen und Werkstoffe  | Stichwort: Selen



Chemisches Element der VI. Hauptgruppe, Symbol Se, Ordnungszahl 34, Schmelzpunkt zwischen 74 Grad C und 217 Grad C (je nach Modifikation), Siedepunkt 685 Grad C, Dichte 4,82 g/cm3 (metall. S.), in mehreren Modifikationen vorkommendes Halbmetall, MAK-Wert 0,1 mg/m3 (S. und S.-Verbindungen als Staub und Rauch).
S. ist für viele Organismen ein essentielles Element. Mangelerscheinungen (Herzmuskelschwäche, vermutlich auch Rheumatismus und grauer Star) können bei Konzentrationen von unter 0,2 mycrog/g S. in der Nahrung auftreten. Mehr als 1 mycrog/g S. in der Nahrung führen allerdings schon zu Erkrankungen. S. wird eine steigernde Wirkung von Vitamin E, Entgiftung des Körpers von Quecksilber und Cadmium und sogar eine Schutzfunktion gegenüber Krebs zugeschrieben. S. gehört zu den seltenen Elementen und hat einen Anteil an der oberen Erdkruste von nur 9*10-6%. Hauptrohstoffquellen bilden Anodenschlamm der elektrolytischen Kupfer-Raffination und Schlämme aus der Cyanidlaugerei von Silber und Golderzen. Ca. 45% der S.-Produktion werden in der Elektrotechnik, 27% in der Keramik- und Glasindustrie, 20% zur Herstellung von Pigmenten und 8% in der chemischen Industrie verwendet. Die Anwendung von S. als Pflanzenschutzmittel ist in Deutschland verboten, dagegen darf in Antischuppenmitteln bis zu 1% enthalten sein.

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Stand: 16. Juni 2001
Erstellt: 8. Mai 2001


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