A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Rückblicke
Webvideothek
Kreuzfahrtschiffe
„Es stimmt einfach nicht, dass die deutschen Reeder alle vorhandenen Möglichkeiten einsetzen, um die giftigen Abgase ihrer Kreuzfahrtschiffe zu reduzieren.
Video >>
LIVINGEQUIA
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) öffnet heute den deutschen Teilnehmern des Solar Decathlon Europe (SDE) seine Türen.
Video >>
Last Ocean (Trailer Deutsch)
Ein faszinierender Dokumentarfilm über eines der letzten unberührten Meere unserer Erde.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News
Inserate
Umweltlexikon-aktuell.de | Substanzen und Werkstoffe  | Artikel Nr.: 500

Chemisches Element der II. Hauptgruppe, Symbol Sr, Ordnungszahl 38, Schmelzpunkt 768 Grad C, Siedepunkt 1380 Grad C, Dichte 2,67 g/cm3, unedles Metall, welches sich rasch mit dem Sauerstoff und der Feuchtigkeit der Luft verbindet.
S. gehört mit seinen radioaktiven (Radioaktivität) Isotopen Sr 89 und v.a. Sr 90 zu den gefährlichsten künstlichen Radionukliden. Physikalische Halbwertszeit 50,5 Tage bzw. 28,5 Jahre, die biologische Halbwertszeit ist mit 11 Jahren besonders lang.

Beide Isotope zerfallen unter Aussendung von Betastrahlung. Sr 89 und Sr 90 gelangen über Fallout von Atomwaffentests und Abgaben von Kernkraftwerken in die Umwelt. S. ähnelt chemisch dem Calcium und wird an dessen Stelle in die Knochensubstanz eingebaut. Über die Nahrungskette (z.B. Boden-Pflanze-Kuh-Mensch) reichert es sich in den Knochen an (Anreicherung) und bestrahlt die blutbildenden Organe (Knochenmark), was zu Immunsystemschwächungen führen kann.

Weitere mögliche Folgen sind Leukämie (Blutkrebs) und Knochenkrebs (Strahlenschäden, Tschernobyl). S. steht im Verdacht, die Sterblichkeit von Säuglingen zu erhöhen. Sr 90 zerfällt in das radioaktive Yttrium, das sich besonders in der Hirnanhangsdrüse, dem Pankreas und den Eierstöcken anreichert. Die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) nimmt in der Steuerung des Hormonhaushalts eine zentrale Stellung ein, sie steuert Wachstum und Körperfunktionen. Schäden treten also insb. bei Embryos und Kleinkindern auf.

Lit.: P.Weish/E.Gruber: Radioaktivität und Umwelt, Stuttgart 1986


Stand: 23. Februar 2012
Erstellt: 6. Mai 2001

Weitere Meldungen zum Thema "Radioaktivitaet":

Suche

Das von ihnen gewünschte Stichwort ist nicht vorhanden.

Vielen Dank für ihr Interesse.