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Substanzen und Werkstoffe
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Artikel Nr.: 390
T. (Perchlorethylen, PER, Perchlorethen) gehört zu der Gruppe der chlorierten K. Verbindungen der organischen Chemie aus Kohlenstoff und Wasserstoff, meist in einem Gerüst aus Kohlenstoffatomen. Während beispielsweise Propan ein kettenförmiger K. ist, ist Benzol ein ringförmiger K.Kohlenwasserstoffe. Die Jahresproduktion in Deutschland fiel von 115.000 t (1990) auf 43.000 t (1992).T. gehört zu den leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen. Über 50 Prozent der in Deutschland verbrauchten Menge entweicht als
Die Abgabe von Stoffen, Energien und Strahlen an die Umgebung durch eine bestimmte Quelle wird als Emission bezeichnet. Emission in die Atmosphäre. T. besitzt sehr gute Fettlöseeigenschaften, weshalb es seit den 20er Jahren als Lösemittel verwendet wird. Es wird in großen Mengen zum Reinigen von Autoteilen und -karosserien und anderen Metallteilen sowie elektronischen Chips und Textilien eingesetzt. Gegenüber den Kohlenwasserstoffen haben sie den Vorteil, dass sie nicht leicht entzündlich sind. T. besitzt eine schlechte Abbaubarkeit, so dass T. z.B. im
G. ist im Boden vor Jahrzehnten versickertes Niederschlagswasser, das sich an wasserundurchlässigen Schichten ansammelt. Grundwasser viele jahrzehnte erhalten bleibt.
Die bis 1997 geltenden
MAK-Werte von 50 ml/m
3(
ppm) bzw. 345 mg/m
3 wurden ausgesetzt und die Anwendung des BAT-Wertes empfohlen. Die chronische Aufnahme von T. kann zu Leber- und Nierenschäden sowie nervösen Störungen führen. Im Tierversuch konnte eine kanzerogene Wirkung bei Mäusen nachgewiesen werden. Seit 1999 ist T. in der MAK-Wert-Liste in der Kategorie der krebserzeugenden Arbeitsstoffe aufgeführt, so dass für T. keine
Ein MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatzkonzentration)ist nach der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die höchstzulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der Luft am Arbeitsplatz, die nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis auch bei wiederholter und langfristiger, in der Regel täglich achtstündiger Exposition, jedoch bei Einhaltung einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden, im allgemeinen die Gesundheit der Beschäftigten nicht beeinträchtigt und diese nicht unangemessen belästigt.MAK-Werte mehr angegeben werden.
Vorkommen im Haushalt: Fleckwasser, dem es als unbrennbarer Zusatz zur Senkung der Feuergefährlichkeit zugesetzt wird (bedingt durch
Benzin, Aceton u.a).
Wirkungen: Gelangt T. über den Abfluß in das Abwassersystem, können Störungen des Faulprozesses in
Kläranlagen (
Abwasserreinigung) durch die
B. (Pestizide) ist der Oberbegriff für Chemikalien, die zur Bekämpfung lebender Organismen eingesetzt werden. biozide Wirkung auf die Bakterienflora auftreten. Darüber hinaus belastet der in der
Atmosphäre sehr stabile
chlorierte Kohlenwasserstoff die Flüsse und deren Sediment und reichert sich in den Fischen an (
P. bedeutet, daß ein Stoff in der Umwelt schwer abbaubar ist. Persistenz,
B. ist die Anreicherung von Stoffen im Organismus nach der Aufnahme aus der belebten oder unbelebten Umgebung. Bioakkumulation).
Darum: Fleckwasser nicht in den Ausguß schütten!
Die durchschnittliche T.-Belastung erreicht in ländlichen Regionen weniger als 1 µg/m
3 und in Ballungsgebeiten zwischen 2 und 5 µg/m
3.
Rechtliche zulässige Höchstwerte für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen sollen. Grenzwerte und R. besitzen ein wesentlich geringeres Maß an Verbindlichkeit als Grenzwerte. Richtwerte:- Trinkwasser ist weltweit gesehen eine Mangelware und die Lage wird sich in den nächsten Jahrzehnten weiter verschärfen.Trinkwasser: 10 µg/Liter (Grenzwert aus PER und drei anderen siehe Chlorierte KohlenwasserstoffeCKW)
- Innenraumluft: 100 µg/m3 Richtwert für Wohnungen In Nachbarschaft chemischer Reinigungsanlagen
- Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste. Boden (A-Wert: 0,1 mg/kg; B-Wert: 7 mg/kg und C-Wert: 70 mg/kg nach Ollandliste für die Summe der aliphatischen (langkettigen) siehe Chlorierte KohlenwasserstoffeCKW
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Stand: 22. Februar 2012
Erstellt: 6. Mai 2001
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