Toluol
Wasserhelle Flüssigkeit mit benzolartigem Geruch. T. wird auch als siehe Toluol.Methylbenzol oder Phenylmethan bezeichnet und kommt in Gemisch aus Tausenden von Einzelsubstanzen, das bei der Koksgewinnung (Kokerei) anfällt. Steinkohlenteer und in vielen Erdölen vor und wird durch fraktionierte Destillation gewonnen.T. ist ein wichtiges Ausgangsprodukt, z.B. für die Herstellung von Benzaldehyd, Benzoesäure und Sprengstoffen (TNT). T. wird als Lösemittel und Ersatzstoff für B. ist der chemische Grundbaustein der Stoffklasse der Aromaten. B. ist eine stark giftige, farblose, brennbare Flüssigkeit, in Wasser wenig löslich, erst unter extremen Bedingungen zersetzbar; B.-Luft-Gemisch explosiv. Gewinnung hauptsächlich aus Erdölraffination, weniger aus Steinkohle und Kokereigas. Benzol verwendet.
T. ist gesundheitsschädlich und verursacht bei hohen Konzentrationen Nervenschäden. Nach Einatmung von Gasen, Dämpfen, zerstäubten Flüssigkeiten. Teile der inhalierten Stoffe gelangen durch Aufnahme über die Schleimhäute des Lungengewebes in den Körper und entfalten dort ihre Wirkung. Inhalation kann es zur Müdigkeit, Unwohlsein, Missempfindungen, Störungen der Bewegungskoordination und verlängerte Reflex- und Reaktionszeiten kommen z.T. auch Heiterkeit und Erregungszuständen. Kritisch sind v.a., die fruchtschädigenden Wirkungen von T. zu sehen. T. wirkt weiterhin haut- und augenreizend. Einige T.- Abkömmlinge, besonders T.- Sulfonate haben ein starkes allergenes Potenzial.
Raumluft:
25 µg/m3 Zielwert B nach BGA
300 µg/m3 Richtwert I BgVV
3.000 µg/m3 Richtwert II BgVV: Interventionswert
500 µg/m3 Richtwert WHO
1.000 µg/m3 Richtwert 0,5 h WHO
190 mg/m3 MAK- und B. bedeutet Biologischer Arbeitsstoff-Toleranz-Wert. Er wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für verschiedene Stoffe festgelegt. BAT-Wert nach Liste 1998
Autor:
KATALYSE-Institut, Köln
Stand: 8. April 2005
Erstellt: 6. Mai 2001
Erstellt: 6. Mai 2001
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