|
Chemisches Element, Symbol U, Die O. gibt die Anzahl der Protonen im Atomkern an und legt damit gleichzeitig chemische Eigenschaften des Atoms sowie die Stellung des Atoms im Periodensystem fest. Ordnungszahl 92, Schmelzpunkt 1.132 Grad C, Siedepunkt 3.818 Grad C, Dichte 19,2 g/cm3, Schwermetall, dessen Verbindungen sehr giftig sind (MAK-Wert 0,25 mg/m3).Uran ist ein natürlich vorkommender radioaktiver Stoff (Radioaktivität, Natürliche
Der Mensch ist von jeher dem Einfluss ionisierender Strahlung (Radioaktivität) ausgesetzt.
Strahlenbelastung,
Terrestrische Strahlung) und das schwerste in der Natur vorkommende chemische
Element. Natur-Uran besteht aus den Uran-
Isotopen U 235 (Anteil 0,72%) und U 238 (99,27%). Physikalische
Man unterscheidet die physikalische und die biologische Halbwertszeit und die aus beiden abgeleitete effektive Halbwertszeit.Halbwertszeit 700 Mio Jahre (U 235) bzw. 4,5 Mrd Jahre (U 238), biologische
Man unterscheidet die physikalische und die biologische Halbwertszeit und die aus beiden abgeleitete effektive Halbwertszeit.Halbwertszeit 300 Tage. Uran zerfällt unter Aussendung von
Alpha- und
Gammastrahlung ist energiereiche elektromagnetische Strahlung, die vor allem beim radioaktiven Zerfall (Radioaktivität) von Atomkernen ausgesandt wird. Gammastrahlung.
Wichtigste Folgeprodukte:
Chemisches Element, Symbol Th, Ordnungszahl 90, Schmelzpunkt 1.750 Grad C, Siedepunkt 3.850 Grad C, Dichte 11,7 g/cm3.Thorium-230 (physikalische
Man unterscheidet die physikalische und die biologische Halbwertszeit und die aus beiden abgeleitete effektive Halbwertszeit.Halbwertszeit 75.000 Jahre),
(Lateinisch: radius = Strahl), chemisches Element der II. Hauptgruppe, radioaktives Metall (Radioaktivität, Radionuklid)), chemisches Symbol Ra, Ordnungszahl 88, Schmelzpunkt etwa 700 Grad C, Siedepunkt 1.140 Grad C, Dichte 5,5 g/cm3. Radium-226 (1.600 Jahre), Polonium-210 (138 Tage) und
R. ist ein radioaktives Edelgas, Ordnungszahl 86, R. entsteht durch natürlichen Zerfall von Radium. R. ist die wichtigste Quelle der natürlichen Strahlenbelastung des Menschen.Radon-222 (3,8 Tage). U 235 wird als
siehe Kernspaltung.Spaltstoff (
Bei der Spaltung schwerer Atomkerne in zwei leichte Kerne werden große Mengen Energie in Form von Wärme frei. Kernspaltung) in
Kernkraftwerken und
Waffen, die durch Kernspaltung (Uran, Plutonium) oder durch Kernfusion (Wasserstoffbombe, Neutronenbombe Neutronenstrahlung) Energie in Form von Hitze, Druckwellen und ionisierender Strahlung freisetzen (Akute Strahlenschäden).Atomwaffen benutzt. Zur Verwendung in Leichtwasserreaktoren muß das Natur-Uran auf einen U 235-Anteil von 3% angereichert werden (
Brennstoffkreislauf). U 238 ist kein
siehe Kernspaltung.Spaltstoff, sondern wird als Brutstoff für
Chemisches Element, Symbol Pu, Ordnungszahl 94, es existieren Isotope von Pu 232 bis Pu 247, Schmelzpunkt 640 Grad C, Siedepunkt 3.327 Grad C, Dichte 19,8 g/cm3, silberweißes Metall.Plutonium benutzt (Schneller Brüter).
Bei steigender Nutzung der
siehe Kernspaltung, Kernfusion, KernkraftwerkKernenergie reichen die weltweiten Uran-Vorräte nur noch für einige Jahrzehnte (
Die in der Erde lagernden Vorräte an fossilen Brennstoffen und Uran, aus denen heute ca. 90% des Weltprimärenergiebedarfs (Energie) gedeckt wird, bezeichnet man als E.. Energiereserven). Eine längere Nutzung der
Bei der Spaltung schwerer Atomkerne in zwei leichte Kerne werden große Mengen Energie in Form von Wärme frei. Kernspaltung ist nur mit Hilfe des Schnellen Brüters realisierbar.
Umweltgefahren durch Uran: Uran kommt im
Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste. Boden, in Baumaterialien (
Radioaktive Baustoffe), Düngemitteln, Porzellan,
K.-Geschirr, insb. buntes und farbiges aus dem Ausland, enthält manchmal Glasuren und Farbstoffe, die Blei oder Cadmium enthalten. Keramik etc. vor. Mit der Nahrung oder der Atemluft aufgenommen, führt es im Körper zu Strahlenschäden. Die größte Gefahr geht nicht von Uran selber, sondern von seinen radioaktiven Folge- und Spaltprodukten aus. Spaltprodukte entstehen bei der
Bei der Spaltung schwerer Atomkerne in zwei leichte Kerne werden große Mengen Energie in Form von Wärme frei. Kernspaltung von Uran (
Kernkraftwerke gewinnen die zur Stromerzeugung notwendige Prozesswärme nicht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe oder durch Sonnenenergie, sondern durch Kernspaltung. Kernkraftwerk,
In der Wiederaufarbeitungs-Anlage werden abgebrannte Brennelemente von Kernkraftwerken mechanisch zerkleinert und in Salpetersäure aufgelöst, um dann durch chemische Prozesse das im Kernkraftwerk entstandene Plutonium und das noch verwertbare Uran vom übrigen Atommüll abzutrennen (Brennstoffkreislauf).Wiederaufarbeitung,
Brennstoffkreislauf).
Bei der Uran-Erzgewinnung und -Bearbeitung gelangen große Mengen radioaktiver Uran-Folgeprodukte in die
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt. Um 1 t 3%-angereichertes Uran zu erhalten, müssen etwa 3.000 t Uran-Erz gefördert werden. Die Uran-Bergarbeiter sind dabei großen radioaktiven Belastungen durch das Edelgas
R. ist ein radioaktives Edelgas, Ordnungszahl 86, R. entsteht durch natürlichen Zerfall von Radium. R. ist die wichtigste Quelle der natürlichen Strahlenbelastung des Menschen.Radon und Schwebeteilchen ausgesetzt. Folgen: Ermüdung, Blutbildveränderungen und bis zu 45fach erhöhtes Lungenkrebsrisiko (Strahlenschäden).
Nach der chemischen Abtrennung des Uran aus dem Erz bleiben große Mengen an Abfallerz übrig, die u.a.
Chemisches Element, Symbol Th, Ordnungszahl 90, Schmelzpunkt 1.750 Grad C, Siedepunkt 3.850 Grad C, Dichte 11,7 g/cm3.Thorium und
(Lateinisch: radius = Strahl), chemisches Element der II. Hauptgruppe, radioaktives Metall (Radioaktivität, Radionuklid)), chemisches Symbol Ra, Ordnungszahl 88, Schmelzpunkt etwa 700 Grad C, Siedepunkt 1.140 Grad C, Dichte 5,5 g/cm3. Radium enthalten. Das Abfallerz wird fast ausschließlich oberirdisch gelagert. Regen wäscht die löslichen radioaktiven Stoffe, z.B.
(Lateinisch: radius = Strahl), chemisches Element der II. Hauptgruppe, radioaktives Metall (Radioaktivität, Radionuklid)), chemisches Symbol Ra, Ordnungszahl 88, Schmelzpunkt etwa 700 Grad C, Siedepunkt 1.140 Grad C, Dichte 5,5 g/cm3. Radium, in den
Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste. Boden, in
Grundwasser und Flüsse.
(Lateinisch: radius = Strahl), chemisches Element der II. Hauptgruppe, radioaktives Metall (Radioaktivität, Radionuklid)), chemisches Symbol Ra, Ordnungszahl 88, Schmelzpunkt etwa 700 Grad C, Siedepunkt 1.140 Grad C, Dichte 5,5 g/cm3. Radium reichert sich beim Menschen in den Knochen an (
(radioaktiver Stoffe in Organismen) Erhöhung der Konzentration von Stoffen in biologischen Systemen. Anreicherung).
R. ist ein radioaktives Edelgas, Ordnungszahl 86, R. entsteht durch natürlichen Zerfall von Radium. R. ist die wichtigste Quelle der natürlichen Strahlenbelastung des Menschen.Radon entweicht noch Hunderttausende von Jahren aus den Abfallhalden in die
Die Luft besteht hauptsächlich aus den Gasen Stickstoff (ca. 78 Vol.-%), Sauerstoff (ca. 21 Vol.-%), ca. 0,03 Vol.-% Kohlendioxid, unterschiedlichen Edelgasen (weniger als 1 Vol.-%) sowie verschiedenen Schadstoffen. Luft.
Infolge der Radonemissionen werden innerhalb von 500 Jahren durch den Uran-Jahresbedarf eines Kernkraftwerks 2-3 Krebstote erwartet. Die Umweltbelastungen können stark reduziert werden, wenn das Abfallerz wie schwachradioaktiver
Atommüll behandelt und in tiefe Bergwerke deponiert würde.
Während es in den alten Bundesländern nur unbedeutende Uran-Vorkommen im Schwarzwald gibt, liegen in Thüringen und Sachsen ehem. bedeutende Uran-Abbaugebiete. Die Uran-Bergbaugesellschaft Wismut war früher einer der größten Uran-
P. (= autotrophe Organismen) bauen mit Hilfe von Lichtenergie (grüne Pflanzen, Photosynthese) oder mittels chemischer Energie (manche Bakterien) aus energiearmen anorganischen Stoffen komplizierte energiereichere organische Verbindungen auf. Produzenten der Welt. Beim Uran-
Photochemischer Abbau, Chemischer Abbau, Physiologischer Abbau.Abbau entstanden in den vergangenen 40 Jahren schwere Umweltschäden. Die Kosten für Sanierungs- und Rekultivierungsmaßnahmen für das verstrahlte Erdreich (z.B. Abfallerzhalden) werden auf 15 Mrd DM geschätzt.
Die anvisierten Sanierungsarbeiten gefährden ihrerseits infolge der Mobilisierung radioaktiver Substanzen das
Trinkwasser von einer Million Menschen in Sachsen.
Obwohl die Uran-Förderung offiziell seit dem 1.1.91 beendet wurde, fördert die Wismut, angeblich im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen, weiter Uran (1991: 4.000 t Uran-Erz).
Die Häuser in den Uran-Abbaugebieten sind durch extrem hohe
R. ist ein radioaktives Edelgas, Ordnungszahl 86, R. entsteht durch natürlichen Zerfall von Radium. R. ist die wichtigste Quelle der natürlichen Strahlenbelastung des Menschen.Radon-Werte (z.B. aus den Uran-Bergwerksstollen) belastet. Spitzenwerte bis zu 30.000 Bq/m3 wurden gemessen.
Lit.: P.Weish, E.Gruber: Radioaktivität und Umwelt, Stuttgart 1986; D.Teufel: Risikovergleich Kernenergie, Kohle und natürliche Radioaktivität, IFEU-Bericht 24, Heidelberg 1983Artikel zum Stichwort Uran bei www.Umweltjournal.de: